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16 Bürgerreisen hat der „Freundeskreis Freiburg Isfahan“ in den vergangenen Jahren organisiert – bislang ausschließlich als Flugreisen. Zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan im Jahr 2010 gibt es eine einzigartige Chance zur vertieften direkten Begegnung der Bürger. AVANTI bietet gemeinsam mit dem Freundeskreis eine besondere Bürgerreise an: Langsam, über Land, mit Raum und Zeit für unmittelbares Erleben von Natur, Kultur und Menschen – und gemeinsame Rückreise mit Iranern, die Freiburg besuchen wollen!
Die Reise selbst – auf dem Landweg nach Isfahan – hat Avanti bereits seit 2005 im Programm. Nun wird das bewusste und erprobte Konzept um den Kontakt auf Bürgerebene erweitert. Da die Gesamtreise eine Dauer von gut vier Wochen hat, viele Menschen jedoch nicht so viel Zeit aufbringen können, besteht für einige Reisende die Notwendigkeit, bereits nach drei Wochen wieder nach Deutschland zurückfliegen zu müssen. Um die bislang schon guten Kontakte zur Isfahaner Bevölkerung zu intensivieren, bieten wir die frei gewordenen Plätze Bürgern aus Isfahan an, die ihre Partnerstadt in Deutschland kennenlernen wollen. Sie können mit uns nach Freiburg fahren! Damit haben wir eine bislang einzigartige Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren. Denn kaum irgendwo lernt man Menschen besser kennen als beim gemeinsamen Reisen!
Die Route führt von Deutschland durch die Schweiz nach Italien. Von dort fahren wir mit dem Schiff in die Türkei, durchreisen dieses weite Land bis zur iranischen Grenze. Schon in der Türkei und dann im Iran sind wir auf der legendären Seidenstraße unterwegs. Neun Tage nehmen wir uns Zeit, um in Etappen an die iranische Grenze zu gelangen. Zwölf Tage reisen wir durch den Iran, und weitere neun Reisetage inklusive eines Aufenthaltes in Istanbul haben wir für den Rückweg zusammen mit den Iranern über Griechenland und Italien eingeplant. So sind wir insgesamt gute vier Wochen lang unterwegs. Wer zurück NICHT mit dem Bus fahren möchte oder kann, hat in Teheran die Möglichkeit ein Flugzeug besteigen und ist somit bereits nach DREI Wochen wieder zurück.
Auf unserer langsamen Annäherung an den Orient besuchen wir in der Türkei Konya, die Stadt der tanzenden Derwische, legen einen viel versprechenden Stopp im Hochland von Kappadokien ein, begleiten den Euphrat bis ins „wilde Kurdistan“ und sehen den biblischen Berg Ararat im Grenzgebiet zu Armenien. Wir reisen in den Iran ein, erleben die Schluchten Aserbaidschans, durchfahren Wüsten und Gebirge und genießen das Grün der Oasen. Wir besuchen alte Handelsstädte der Seidenstraße mit ihren märchenhaften Basaren. Namen wie Täbriz, Teheran, Kashan, Shiraz, Persepolis und ganz besonders Isfahan werden lebendig. Vorstellungen werden revidiert, Vorurteile abgebaut, der Horizont öffnet sich, die Welt wird noch viel größer. Im Bus langsam und über Land: Nur wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird noch mehr sehen.
Begleitet wird die Gesamtreise von einem Isfahan-erfahrenen Mitglied des Freundeskreises Freiburg - Isfahan und von Avanti-Chef Hans-Peter Christoph, der für sein Konzept mit dem Touristikpreis 2009 von „Sonntag Aktuell“ ausgezeichnet wurde. An der Grenze zum Iran stößt zusätzlich ein einheimischer Fremdenführer zu unserer Gruppe, und ab Teheran ist auch Fatima Chahin-Dörflinger mit von der Partie. Sie ist die Vorsitzende des „Freundeskreis Freiburg-Isfahan“.
„Sich Zeit nehmen für den Weg, wahrnehmen, wie sich Landschaft, Kultur und Klima unterwegs ändern: Der Veranstalter Avanti macht's möglich. Sogar bei einer Fernreise wie zum Beispiel der Tour von Freiburg bis in den Iran. Die Route führt durch Italien, mit dem Schiff in die Türkei, durch Kappadokien, Kurdistan, die Schluchten Aserbaidschans, durch alte Handelsstädte der Seidenstraße bis nach Isfahan, wo die Reisenden in einem stimmungsvollen Hotel, einer ehemaligen Karawanserei aus dem 17. Jahrhundert, wohnen...“ begründete die Jury der zweitgrößten Sonntagszeitung „Sonntag Aktuell“ ihre Entscheidung, Avanti für die Iranreise im Jahr 2009 mit dem Touristikpreis auszuzeichnen.

Reiseverlauf
Samstag, 14.08. bis Dienstag, 17.08. Am Samstagmorgen, um 4.00 Uhr, beginnt unser einmaliges Abenteuer am Freiburger Konzerthaus. Bis Ancona sind gute 800 Kilometer zu fahren, die wir normalerweise in 11 Stunden zurücklegen. Aber wir müssen mit viel Verkehr und entsprechenden Wartezeiten an diversen neuralgischen Punkten rechnen, und das Schiff wartet nicht. Deshalb die frühe Abfahrt. Wir sollten spätestens um 19.30 Uhr im Hafen eintreffen, um in Ruhe die Ausreiseformalitäten erledigen zu können. Die Fähre in die Türkei legt um 22.30 Uhr ab. Wir haben 4-Bett-Außenkabinen reserviert, auf Wunsch und gegen Aufpreis gibt es auch 2-Bett-Kabinen. Am Sonntag und Montag reisen wir durch die Adria, durch das Ionische und Ägäische Meer, an vielen griechischen Inseln wie Korfu, Ithaka und Mykonos vorbei nach Cesme in der westlichen Türkei, wo wir am Dienstag in der Frühe eintreffen. Insgesamt sind wir zwei Tage und drei Nächte an Bord.
Dienstag, 17.08.
Nach einer erfahrungsgemäß länger dauernden Einreiseprozedur fahren wir an Izmir vorbei in die anatolische Hochebene. Jetzt sind wir bereits im Orient. Wir kommen an modernen Städten und verschlafenen Dörfern vorbei und sehen viel von einer faszinierenden Landschaft. Konya erreichen wir gegen Abend. Die ehemalige Hauptstadt der Seldschuken liegt inmitten der zentralanatolischen Hochlandsteppe und hat sich zu einer Millionenstadt entwickelt. Sie ist mit dem Grabmal von Celaleddin Rumi, dem Gründer des Sufi-Ordens der tanzenden Derwische im Mevlana-Kloster eines der wichtigsten Pilgerzentren der Türkei. Nach dem Abendessen gehen wir auf einen kleinen Erkundungsspaziergang. Übernachtung in einem zentral gelegenen 4-Sterne-Hotel.
Mittwoch, 18.08. Am Mittwochmorgen besteht die Möglichkeit, das Grabmal und das Museum des Klosters zu besuchen und über den Basar zu bummeln, eine erste eindrückliche Begegnung mit dem Orient! Am Nachmittag fahren wir weiter durch die Steppe nach Osten, machen Halt an der besterhaltenen Karawanserei der Türkei und kommen in Ürgüp, einem lebendigen Marktstädtchen inmitten Kappadokiens, gegen Abend an. Zwei Übernachtungen in einem familiären 3-Sterne-Hotel in Ürgüp mit Swimmingpool.
Donnerstag, 19.08. Wir befinden uns in der traumhaften Tuffsteinlandschaft Kappadokiens, die Menschen über Jahrtausende Schutz und Rückzug bot. Unterirdische Städte, in den Tuff gegrabene Wohnungen und eine Vielzahl von Kirchen lassen sich hier entdecken. Wer Lust hat und trittsicher ist, kommt mit uns und einem einheimischen Führer auf eine nicht allzu schwierige Wanderung durch eine fantastische Märchenlandschaft mit immer neuen Ausblicken in eine surreal erscheinende Welt. Am Nachmittag schauen wir uns noch eine der unterirdischen Städte an, in die sich Tausende verfolgter Christen bei drohender Gefahr zurückziehen konnten und die erst vor einigen Jahren zur Besichtigung freigegeben wurde.
Freitag, 20.08.
Am Vormittag bietet einen weiteren Höhepunkt: Das Freilichtmuseum von Göreme, Weltkulturerbe der UNESCO. Danach fahren wir weiter nach Sivas, in eine alte Seldschuken-Stadt, die sich zu einer modernen Universitätsstadt gewandelt hat, und legen dort eine Zwischenübernachtung ein. Es bleibt noch Zeit für einen Stadtbummel. Abendessen und Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
Samstag, 21.08. und Sonntag, 22.08. „Durchs wilde Kurdistan“ fahren wir nun. Durch einsame Bergregionen und grandiose Gebirgslandschaften, über Pässe und entlang des Euphrat kommen wir, passieren das legendäre Erzurum und erreichen am Abend Dogubayazit im Grenzgebiet zum Iran. Ein Tag voller grandioser Eindrücke, die sich einprägen fürs Leben! Abendessen und Übernachtung in Dogubayazit in einem einfachen 3-Sterne-Hotel, wie dies in touristisch wenig erschlossenen Gebieten der Türkei die Regel ist. Nach diesem langen Fahrtag am Samstag legen wir hier in unmittelbarer Nähe des 5.200 Meter hohen Berges Ararat nun einen ruhigen Sonntag ein. An diesem erloschenen Vulkan soll die Arche Noah gestrandet sein! Ein längerer Spaziergang führt uns zum Isak-Pascha-Palast - ein „Märchenschloss“, das in dieser einsamen, kargen Bergwelt besonders eindrucksvoll wirkt. Eine weitere Übernachtung in Dogubayazit.
Montag, 23.08. Einreise in den Iran am zehnten Tage unserer langen Reise. Die iranische Kleiderordnung wird für die Frauen gewöhnungsbedürftig sein, denn selbst im Hotel sind die Haare bedeckt zu halten und es muss vorgeschriebene Kleidung (Kopftuch, knielanger Mantel, Strümpfe) getragen werden. Aber das wissen Sie ja bereits und Sie haben sich eingedeckt. Wir fühlen uns als Analphabeten, wenn wir außer den auch in Englisch angeschriebenen Straßennamen nichts, aber rein gar nichts mehr zu lesen vermögen. Bald hinter der Grenze steht die Besichtigung der Thaddäuskirche auf dem Programm - vorausgesetzt, die Grenzformalitäten ziehen sich nicht allzu sehr in die Länge.  Auf sehr guten Straßen fahren wir weiter durch die atemberaubenden Landschaften West-Aserbaidschans nach Täbriz, wo wir am späten Nachmittag eintreffen. Vielleicht bleibt noch etwas Zeit für einen Bummel durch die Stadt. Nun gibt es kein abendliches Bierchen mehr! Aber die Fruchtsäfte schmecken ganz wunderbar. Abendessen und Übernachtung in einem gut gelegenen 4-Sterne-Hotel.
Dienstag, 24.08. Am Vormittag machen wir einen kleinen Stadtrundgang, sehen die "Blaue Moschee" und unternehmen einen Bummel durch den riesigen Basar, einen der schönsten des Orients. Wir bewegen uns alleine oder in kleinen Gruppen, versuchen, die Straßen zu überqueren (auch das schaffen wir!), etwas zu essen zu finden, tasten uns langsam an Iran und seine Menschen heran. Am Nachmittag ist kein gemeinsames Programm vorgesehen, aber langweilig wird es hier garantiert niemandem. Eine weitere Übernachtung in Täbriz.
Mittwoch, 25.08. Weiterfahrt nach Teheran. Durch dramatisch schöne Landschaften und Wüstenformationen geht es Richtung Teheran, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Begrüßung unserer Gruppe durch die Vorsitzende des Freundeskreises, Frau Fatima Chahin-Dörflinger. Abendessen und Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
Donnerstag, 26.08. Am Morgen unternehmen wir einen Gang zum archäologischen Museum und kommen danach zum Basar von Teheran, einem der größten der Welt. Beim Besuch eines schönen Parks genießen wir die Ruhe abseits des Verkehrslärms. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Möglichkeit zum Besuch weiterer Museen der Hauptstadt. Für den Abend ist der fakultative Besuch eines Konzerts in der iranischen Hauptstadt geplant. Eine weitere Übernachtung in Teheran.
Freitag, 27.08.
Endlich kommen wir nach Isfahan! Auf dem Weg in die 420 Kilometer entfernte ehemalige Hauptstadt Persiens machen wir einen Besuch in der heiligen Stadt Qom, in der der schiitische Klerus ausgebildet wird. Entlang des großen Salzsees und an Kashan vorbei geht es weiter durch das Hochland Richtung Süden. Am späten Nachmittag treffen wir in Freiburgs märchenhafter Partnerstadt ein. Vor dem Abendessen machen wir einen ersten Spaziergang zum schönsten Platz der Welt, Meydan-e-Emam, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde und mit seinen prächtigen Arkaden, dem Ali Qapu-Palast und den beiden weltberühmten Moscheen einer der Hauptattraktionen Persiens ist. In Isfahan bleiben wir bis Freitag und haben dort sechs Übernachtungen im „Abbasi-Hotel“ vorgesehen. Es handelt sich um eine zum luxuriösen 5-Sterne-Hotel umgebaute Karawanserei im Palastkomplex des Shah aus dem 17. Jahrhundert und erinnert an jene vergangenen Zeiten, als Isfahan noch die Hauptstadt Persiens war. Das „Abassi“ gilt als das schönste und stilvollste Hotel Irans und liegt so zentral, dass wir uns in der schönsten Stadt des Orients nur zu Fuß bewegen brauchen.
Samstag, 28.08. bis Donnerstag, 02.09. Die verschiedenen Programmpunkte legen wir noch nicht definitiv fest. Wir werden uns am aktuellen Veranstaltungskalender sowie unseren Erfahrungen orientieren. Sicher ist, dass wir spannende, ansprechende, abwechslungsreiche und erfüllte Tage vor uns haben! Es gibt Führungen zu den Sehenswürdigkeiten, einen offiziellen Empfang durch die Stadt Isfahan, ein Gartenfest mit Iranern, einen Bummel durch den Basar, wir besuchen Kunsthandwerker und abends besteht die Möglichkeit, aktuelle kulturelle und sportliche Veranstaltungen zu besuchen. Die Teilnahme an diesen Programmpunkten ist nicht verpflichtend. Wir werden viel freie Zeit einbauen, zum Entspannen und Erholen, aber auch zum Entdecken und Freundschaft schließen mit Isfahan und seinen überaus liebenswürdigen Menschen - ganz individuell und ohne Gruppenanhang. Um uns dann wieder zu treffen, zum Austausch, zum Erzählen und weil wir neue Freunde gewonnen haben. Außerdem unternehmen wir in dieser Woche einen zweitägigen Ausflug nach Shiraz und Persepolis.
Geplant ist der Aufenthalt in Isfahan ganz grob wie folgt:
Samstag, 28.08. Stadtrundgang und Besuch der wichtigsten Moscheen und Gebäude der Safawidenzeit. Freie Zeit und kulturelle Veranstaltung/Begegnung nach aktuellem Veranstaltungskalender.
Sonntag, 29.08.Rundgang durch das Armenierviertel Isfahans, Möglichkeit zum Besuch eines Gottesdienstes in einer armenischen Kirche, Besichtigung der Vank-Kathedrale, Besuch eines Tempels der Zoroastrier, nachmittags frei zur eigenen Gestaltung. Kulturelle Veranstaltung/ Begegnung entsprechend der aktuellen Möglichkeiten.
Montag, 30.08. Am Vormittag gibt es eine weitere Führung durch Freiburgs Partnerstadt, zur Freitagsmoschee und durch den Basar, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen. Freizeit. Veranstaltung/Begegnung nach aktuellem Angebot
Dienstag, 31.08. Frühmorgens fahren wir nach Shiraz, treffen dort am Nachmittag ein und entdecken Shiraz. Die Stadt wird im Volksmund als die Stadt der Liebe, der Rosen und der Nachtigallen bezeichnet. Hier lebten die berühmtesten persischen Dichter Hafiz und Saadi und schufen durch ihre Werke eine Atmosphäre der Schönheit und Romantik. Abendessen und Übernachtung in Shiraz in einem 5-Sterne-Hotel.
Mittwoch, 01.09. Besichtigung von Persepolis, danach Rückfahrt nach Isfahan. Abendessen und Übernachtung im Abbasi-Hotel.
Donnerstag, 02.09. Unser letzter Tag in Isfahan steht ganz zur freien Verfügung. Abends gemeinsames Abschiedsessen.
Freitag, 03.09. An diesem Freitag heißt es wirklich Abschied nehmen von Isfahan. Aber der Kontakt bleibt lebendig: Die Isfahaner, die mit uns nach Freiburg fahren, steigen ein und es wird noch einmal so richtig spannend! Wir reisen heute nach Teheran und legen einen Stopp ein in Kashan ein - am Rande der großen Salzwüste. Der Legende nach sollen von hier die Heiligen Drei Könige Richtung Bethlehem aufgebrochen sein. Kurze Besichtigung der Stadt, anschließend geht es nach Teheran, wo in der Nacht zum Samstag,, den 04.09. das Flugzeug startet, das einen Teil der Reisenden nach Basel bzw. Frankfurt bringt, wo ein roter Bus zur Rückfahrt nach Freiburg wartet. Wer Zeit und Lust hat, fährt jedoch mit dem Bus bis nach Freiburg zurück.

Rückreise auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug?
Wer nicht fliegt, sondern ebenfalls auf dem Landweg zurückreisen möchte, kann die vielen Eindrücke dabei verarbeiten, viele Neues dazugewinnen und Bekanntes aus einer anderen Perspektive sehen. Und vor allem unsere iranischen Mitreisenden kennenlernen! Allerdings gilt für die Busrückfahrer: Die Rückreise hat den Zweck, relativ schnell nach Freiburg zurückzukommen. Deshalb hat die Rückfahrt mit der großzügigen Zeitplanung der Hinfahrt nicht mehr ganz so viel gemein, lediglich in Istanbul legen wir einen Ruhe- oder Besichtigungstag ein. Ansonsten müssten wir mit erheblichem Aufwand und zusätzlichen Kosten rechnen.
Wir haben für die Rückfahrt über Land und mit dem Schiff neun Reisetage veranschlagt. Wir fahren in sieben Tagen in Etappen von 350 bis 800 Kilometern pro Tag von Teheran nach Westen über Istanbul (hier legen wir einen freien Tag ein) nach Patras in Griechenland, reisen anschließend auf dem Schiff in 32 Stunden nach Venedig und haben am neunten Tag noch die Reststrecke von Venedig nach Freiburg hinter uns zu bringen. Die perfekte Art, sich langsam auf mitteleuropäische Verhältnisse einzustellen und die vielen Eindrücke auch zu verarbeiten für diejenigen, die sich das leisten möchten!
Der Fahrtablauf der Rückreise sieht wie folgt aus: Freitag, 03.09. Nach der Verabschiedung der Zurückfliegenden am Abend auf dem Flughafen legen wir eine Zwischenübernachtung im Hotel in Teheran ein.
Samstag,04.09. Weiterfahrt nach Täbriz, wo wir gegen Abend eintreffen. Abendessen und Hotelübernachtung
Sonntag, 05.09. Von Täbriz aus fahren wir zur iranisch-türkischen Grenze, reisen in die Türkei ein und übernachten in Dogubayazit, wo wir bereits auf dem Hinweg zwei Tage verbracht haben. Abendessen und Hotelübernachtung.
Montag, 06.09. In Dogubayazit starten wir am frühen Morgen und fahren auf einsamen Straßen Richtung Westen, an Erzurum vorbei, entlang des Euphrat nach Erzincan und weiter nach Amasya, in die schönste Stadt Anatoliens, wo wir übernachten, zuvor aber im besten Restaurant der Stadt speisen.
Dienstag, 07.09. Am Morgen bleibt uns etwas Zeit, die Stadt mit ihren alten Villen am Yesilirmak-Fluß anzusehen, danach fahren wir weiter, auf immer besseren Straßen nach Istanbul. Hotelübernachtung ganz zentral im Bereich Blaue Moschee/Hagia Sophia/Topkapi-Palast, wo wir immer bei unseren Orientreisen Halt machen. Abendessen und Übernachtung in einem wunderbaren Hotel.
Mittwoch, 08.09. Istanbul. Am Vormittag gibt es einen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die sich alle Nähe von unserem Hotel befinden: Hagia Sophia und Sultan Ahmed-Moschee (Blaue Moschee), zum Basarviertel und hinunter an den Bosporus. Am Nachmittag könnte der Topkapi-Palast besichtigt werden oder Zeit für eigene Unternehmungen zur Verfügung stehen. Eine weitere Hotelübernachtung in Istanbul.
Donnerstag, 09.09. Istanbul -Thessaloniki/Griechenland. Durch Thrakien kommend gelangen wir auf der alten Via Egnatia in Mazedoniens Hauptstadt Thessaloniki, wo wir am frühen Abend eintreffen. Zeit für einen kleinen Bummel durch die Altstadt hinunter an die Uferpromenade, wo wir vor dem Abendessen noch einen Ouzo trinken könnten. Abendessen und Hotelübernachtung in Thessaloniki.
Freitag, 10.09. Thessaloniki -Patras. Ab Thessaloniki nehmen wir die Autobahn nach Süden, fahren unterhalb des Götterberges Olymp vorbei, passieren das malerische Tempe-Tal, queren die thessalische Tiefebene und legen bei den Thermopylen eine Rast ein - genau dort, wo sich vor zweieinhalbtausend Jahren die Spartaner den eindringenden Persern entgegenstellten. Die Perser, die wir dabei haben, kommen in friedlicher Absicht... Quer durchs Gebirge fahrend kommen wir unterhalb von Delphi an den Golf von Korinth und erreichen gegen Abend Patras. Hier werden wir in einer kleinen Fischerkneipe zu Abend essen, bevor gegen Mitternacht unser Schiff nach Venedig ablegt. Übernachtung an Bord.
Samstag, 11.09. Erholungstag auf See/Übernachtung an Bord.
Sonntag, 12.09. Morgens Ankunft in Venedig. Zusammen mit unseren neu gewonnenen iranischen Freunden bummeln wir ein Stündchen durch die Stadt, um anschließend den Rückweg nach Freiburg anzutreten. Ankunft dort gegen 21 Uhr am Konzerthaus.

Im 5-Sterne-Bus
Wir setzen einen unserer neuen, hochmodernen und äußerst bequemen 5-Sterne-Fernreisebusse mit allen Extras und großzügigem Sitzabstand ein, so wie Sie es von unseren ganz großen Touren gewohnt sind! Aber nicht nur, was den Komfort angeht, bieten wir die absolute Spitzenklasse, auch in Bezug auf die aktiven und passiven Sicherheitsausstattungen sind diese Busse das Nonplusultra auf dem Markt. Auch was Emissionen angeht, sind wir auf dem allerneuesten, saubersten Stand! Wir sind mit höchstens 28 Gästen unterwegs, und das im großen Bus, der großzügigste Platzverhältnisse bietet. Es gibt zusätzlich Vis-a-vis-Sitzgruppen mit Tischen und Plätzen, die nicht besetzt werden, sondern die dazu da sind, dass man sich dorthin einmal zurückziehen kann, um sich zu unterhalten, etwas zu spielen oder an den Tischen mit 230 Volt Anschluss am Laptop etwas zu (be-)arbeiten, Bilder vielleicht, oder den Text für einen Reisebericht…
Insgesamt fahren wir von Freiburg bis zum Rückflug ab Teheran rund 5.000 Kilometer mit dem Bus und sind ca. 1.600 Kilometer mit dem Schiff unterwegs. Für die anderen kommen auf der Rückreise über Land noch einmal rund 4.000 Kilometer im Bus und 1.000 auf der Fähre dazu. Das hört sich vielleicht dramatisch an, ist es jedoch nicht, denn es verteilt sich auf drei bzw. vier Wochen. Halten Sie sich einfach vor Augen: Bei einer Nordkapreise von 10 bzw. 15 Tagen Dauer kommen rund 8.000 Kilometer zusammen, eine 15-tägige Portugalreise addiert sich auf rund 5.200 Kilometer. Darüber macht sich auch niemand Gedanken. Überlegen Sie auch, dass wir bereits bis nach China gefahren sind und nur begeisterte Rückmeldungen über die Konzeption unserer Reisen und den Komfort unserer „rollenden Wohnzimmer“ erhalten haben. Durchgängig sind zwei „erfahrene“ Fahrer dabei - auch wenn die Strecken und Etappen unter Einhaltung aller Lenk- und Ruhezeitvorschriften nur von einem einzigen Fahrer zu machen wären. So stressfrei ist die Tour geplant. Aber sicher ist sicher.


Die Hotels
Wir übernachten in guten und sehr guten Hotels, die wir von früheren Reisen bereits kennen. In der Türkei sind das überwiegend kleinere 3- bis 4-Sterne-Hotels (im Osten auch einfacher) im Zentrum der besuchten Orte. Damit können wir uns in den Städten immer auch zu Fuß bewegen und den Innenstadtbereich alleine erkunden, ohne auf unseren Bus, Taxi oder ÖPNV angewiesen zu sein. Im Iran sind es internationale 4- bis 5-Sterne-Hotels, die auf die Bedürfnisse westlicher Reisender eingestellt sind und kaum Wünsche offen lassen. Auch hier legen wir großen Wert darauf, dass wir zentral untergebracht sind. Höhepunkt ist sicherlich unser Hotel in Isfahan, in dem wir sechs Tage wohnen. Es handelt sich um eine ehemalige Karawanserei aus dem 17. Jahrhundert, die man in eines der stimmungsvollsten Hotels des Orients verwandelt hat und welches sicherlich das schönste Hotel Irans ist. Diejenigen, die mit uns im Bus zurückfahren, kommen in Istanbul noch einmal in den Genuss eines ähnlich stilvollen Hotels in bester Lage bei der Hagia Sophia.

Die Fähren
Von Ancona in Italien nach Cesme bei Izmir in der Türkei nehmen wir ein Schiff der „Marmara Lines“. Es handelt sich um eine deutsch-türkische Fährgesellschaft, die ein gepflegtes Fährschiff einsetzt, das früher auf der rauen Nordsee verkehrte. Deshalb ist es äußerst stabil gebaut, etwas kleiner und überschaubarer als die großen griechischen Fähren, die zwischen Italien und Griechenland verkehren. Die von uns gebuchten Außenkabinen auf dem Oberdeck der Commodore Class sind großzügig geschnitten und mit Klimaanlage, Dusche/WC, Kühlschrank, Sitzecke und Fernseher ausgestattet. Es gibt ein A-la-carte-Restaurant, ein Self-Service-Restaurant, einen Duty Free Shop, eine Bar und einen großen Aufenthaltsraum. Wunderbar ist es, die zwei Tage der Seereise oben auf dem Sonnendeck zu verbringen, sich zu unterhalten, zu lesen und vor allem die Inselwelt Griechenlands, angefangen bei Korfu, Kefalonia, Lefkada, Ithaka und Zakynthos im ionischen Meer zu betrachten, die Peloponnes, die wir umfahren und all die Inseln der Ägäis von Mykonos bis Lesbos zu sehen. Auf dem Sonnendeck gibt es übrigens auch eine Bar - für einen türkischen Tee, einen Kaffee oder ein kühles „Efes Pilsen“. Auf dem Hinweg verbringen wir drei Nächte auf dem Schiff. Auf dem Rückweg von Patras nach Venedig fahren wir mit einem großen Schiff mit allem Komfort der griechischen „Anek Lines“. Auch hier haben wir Außenkabinen mit Klimaanlage, Dusche und WC vorgesehen. Auf der Rückreise sind wir zwei Nächte an Bord.

Kulinarische Versorgung auf der Reise
Bei allen Übernachtungen, auch auf den Fähren, ist das Frühstück im Reisepreis inbegriffen. Das Abendessen ist immer dann bereits vorgebucht und im Reisepreis enthalten, wenn wir den Standort wechseln und unterwegs sind. Das bedeutet, dass wir an Fahrtagen das Abendessen generell gemeinsam einnehmen und die Sucherei nach einem Lokal entfällt. An den anderen Abenden, wenn wir uns bereits ein bisschen auskennen, können wir auf eigene Faust losgehen. So entsteht größerer Freiraum und Bewegungsfreiheit und man ist nicht immer gezwungen, sich nach der Gruppe zu richten. So kann man auch einmal alleine, zu zweit oder mit neuen und alten Freunden ausgehen und den Abend verbringen. Tagsüber versorgen wir uns selbst, in den Pausen auf Raststätten oder in kleinen Lokalen. Gelegentlich machen wir auch ein gemeinsames Picknick und legen die Kosten um. Auf der Rückreise mit dem Bus ist das Frühstück bei den Hotelübernachtungen inbegriffen sowie das Abendessen an Tagen, an denen wir mit dem Bus unterwegs sind. Das Abendessen ist also nicht vorgebucht am zweiten Tag in Istanbul und am zweiten Tag auf dem Schiff nach Venedig,, aber an allen anderen Tagen der Rückreise.

Besonderheiten dieser Orientreise
Damit auch diese Reise so problemlos abläuft wie die bisherigen, sollten Sie sich ein paar Dinge bewusst machen: Wir reisen in den Orient und bewegen uns nicht in Mitteleuropa. Das erfordert manchmal Geduld und Langmut und gelegentlich auch gute Nerven. Die Grenzübertritte können sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und unser Programm ist eine Vorgabe, dessen zeitliche Umsetzung nicht immer und unter allen Umständen gegeben ist. Auch die Hotels mögen nicht immer unseren Erwartungen entsprechen, gerade im Osten der Türkei. Für viele der Einheimischen wären sie dennoch ein unerschwinglicher Luxus. Im Iran dagegen haben wir ausschließlich 4-und 5-Sterne-Hotels gebucht, aber selbst bei diesen Häusern kann es vorkommen, dass man sich darunter etwas anderes vorgestellt hat. Deshalb unsere Bitte: Seien Sie offen und tolerant und denken Sie nach, ob Sie das aushalten und wie weit Ihre Belastungsgrenze geht, wenn einmal nicht alles genau so läuft, wie Sie und wir uns das gerne wünschen und ausmalen.
Auch möchten wir bei solch einer langen Reise „nur“ den Rahmen vorgeben, aber nicht unbedingt ein minutiös Jahre im Voraus geplantes, starres Vollzeitprogramm abspulen. Das Schönste ist oftmals das Unerwartete! Wir haben deshalb auch freie Zeiten eingeplant, damit Sie auf eigene Faust alles Mögliche entdecken und erleben können, ohne in der Herde trotten zu müssen und erwarten von Ihnen auch eine gewisse Flexibilität. So fällt es auch viel leichter, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Mit Absicht ist an manchen Tagen deshalb auch das Abendessen nicht inbegriffen, damit nicht noch ein weiterer Termin einschränkend wirkt. Aber auch wenn wir Besichtigungen und Ausflüge geplant haben, besteht keine Teilnahmepflicht. Das alles ist für unsere Stammkunden nichts Neues, und macht für viele Menschen gerade den Reiz einer Reise mit AVANTI aus. Aber nicht für alle. Manche, die „normale“ Gruppenreisen gewohnt sind, sich die komplette Tagesplanung gerne aus der Hand nehmen lassen und eine 24-Stunden-Rundumbetreuung erwarten, würden von einer Reise mit AVANTI enttäuscht werden. Und das wollen wir nicht. Deswegen überlegen Sie gut, ob und wie Sie damit umgehen können. Aber keine Angst: Wir stehen immer mit praktischen Tipps und Erfahrungen zur Seite! Und es macht großen Spaß, einmal alleine oder mit neuen Bekannten und Freunden eigene Entdeckungen zu machen.
Grundsätzlich erfordern Gruppenreisen auch immer ein gewisses Maß an Toleranz und Respekt nicht nur für die gastgebenden Menschen, sondern auch den Mitreisenden gegenüber. Aufgrund unserer langen Erfahrung und erfolgreichen Durchführung von Reisen in Gruppen sind wir jedoch ganz sicher, dass alle glücklich, zufrieden und reich beschenkt mit neuen Eindrücken und Kontakten nach Deutschland zurückkehren. Würden wir diese Abenteuer sonst wagen?

Informationsveranstaltung und Iran-Workshop
Für diese Reise gibt es am 18.03. 2010 eine Informationsveranstaltung,. Bernd Braumandl vom „Freundeskreis Freiburg – Isfahan“ erläutert die Schwerpunkte einer Bürgerreise und Reiseveranstalter Hans-Peter Christoph steht zu allen Fragen bezüglich des Überland-Reisens in den Iran Rede und Antwort.
Alle, die die Reise gebucht haben, können an einem speziell für unsere Gruppe ausgerichteten interkulturellen Workshop am „Arabia-Institut“ teilnehmen, der drei Wochen vor Reisebeginn stattfindet. Die perfekte Vorbereitung für diese Reise!
Sa./So., den 24./25.07.2010
Uhrzeit: jeweils 10 - 13 Uhr
Gebühr: 95,00 Euro
Veranstaltungsort: Arabia Institut, Haslacherstr. 43, D-79115 Freiburg i.Br.
Anmeldung nicht bei Avanti, sondern direkt beim Arabia Institut bis zum 16.07.2010 unter Tel. +49 (0) 761 285 65 76 bzw. info@arabia-institut.de

Ansprechpartner
Für Fragen zur inhaltlichen Reisevorbereitung:
Freundeskreis Freiburg – Isfahan e.V.
Postfach 19 01 49
79061 Freiburg
Internet: www.isfahan-freiburg.de
E-mail: buergerreisen@freiburg-isfahan.de
Für Fragen zur Organisation, speziellen Fragen zur Busreise und rechtsverbindliche Anmeldungen:
Avanti Busreisen, Klarastraße 56, 79106 Freiburg, Telefon 0761-3865880, info@avantireisen.de, www.avantireisen.de

Zusatzkosten:
Nicht inbegriffen sind die Kosten für das Visum in Höhe von ca. 75 €, (Stand Drucklegung) das wir gerne für Sie besorgen. Sie müssen im Besitz eines Reisepasses sein, der über das Reiseende hinaus noch mindestens 6 Monate gültig ist und keine israelischen Sichtvermerke enthält.
Für wichtig halten wir den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung, die Sie bei AVANTI und in jedem anderen Reisebüro abschließen können.

Termin Rückreise ab Teheran: 03.09. bis 12.09.
Zusatzkosten Rückreise für die oben genannten Leistungen: 880.- €
EZ-Zuschlag: 240.- €
2-Bett anstatt 4-Bettkabine Patras-Venedig: 60.- €
Einzelkabine: 180.- €

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