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• Hauptstadt Tripolis und Nationalmuseum • Fahrt in die Sahara und Oasenaufenthalt • Oasenstädte und Berberburgen • Wüstenwanderung • Die besterhaltenen römischen Städte Leptis Magna und Sabratha • Menschenleere Landschaften • Tunesiens Hauptstadt Tunis • Fährüberfahrten Genua-Tunis/Tunis-Genua
Im November 2007 waren wir die ersten, die mit dem Bus aus Deutschland kommend in den den Wüstenstaat einreisten. Wir waren überrascht, wie offen und freundlich die Menschen waren, völlig ohne jene Zudringlichkeit, die man in anderen nordafrikanischen Ländern manchmal erlebt. Sensationell unser Besuch der Oasenstadt Ghadames, perfekt die römischen Ausgrabungen von Leptis Magna und Sabratha, locker und interessant der Aufenthalt in Tripolis, und Tunesien zu streifen war eine Offenbarung. Auch da möchten wir wieder hin!
Der November ist die perfekte Jahreszeit, um nach Nordafrika zu kommeen. Dort ist es hell, klar, und sonnig, noch nicht kalt, die Menschen freundlich, und Reisende wie wir sind in Libyen sowieso kaum anzutreffen. Jahrzehntelang war es nicht möglich in das nordafrikanische Land zu reisen. Abgeschottet vom Westen, als Terroristenunterschlupf gefürchtet und boykottiert von Wirtschaft und Politik, war der nordafrikanische Wüstenstaat als Reiseziel ganz einfach nicht existent.
Seit kurzem jedoch ist Libyen etwas offener, und in Gruppen kann man nun in das Land kommen, an dem die Entwicklungen des Westens ziemlich vorbeigegangen sind. Libyen hat sich seine Eigenständigkeit aufgrund der langen Isolation in jeder Hinsicht bewahren können. Der Tourismus steckt noch in den Anfängen und eine entsprechende Infrastruktur ist kaum vorhanden. Aber genau das ist ja der spezielle Reiz, gerade jetzt in dieses Land zu reisen und nicht erst, wenn es sich möglicherweise angeglichen hat und die Massen darüber herfallen. Libyen ist ein hochinteressantes Land mit grandiosen Wüstenlandschaften und unglaublich gut erhaltenen Zeugnissen aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte!
Mit dem Schiff fahren wir von Genua übers Mittelmeer nach Tunesien. Erkunden eine der schönsten Mittelmeerstädte, die Hauptstadt Tunis, um dann in den Süden zu gelangen. Wir passieren die Grenze nach Libyen und stoßen tief in die Sahara vor. Folgen den uralten Wegen der Karawanen Afrikas, sehen Speicherburgen der Berber, alte Oasenstädte an den Handelsrouten, riesige Herden von Kamelen, Tafelberge, tief eingeschnittene Trockentäler, unendliche Sandmeere, Dünen, Palmenoasen, gigantische Bewässerungsprojekte. Das Straßennetz in dem kaum besiedelten Wüstenstaat ist Dank der Öl-Milliarden sehr gut ausgebaut.
In Tripolis, der Hauptstadt des Landes besuchen wir Museen und die sich in der Nähe befindenden gewaltigen römischen Städte Leptis Magna und Sabratha, Zeugnisse des einstigen Riesenreiches. Sie haben den Lauf der Jahrtausende unter einer dicken Sandschicht versteckt nahezu unbeschadet überstanden. Dagegen sind alle anderen Ausgrabungsstätten der Antike, die Sie bisher in Europa oder Kleinasien gesehen haben, fast armselige Trümmerfelder.
Wir bekommen aber auch etwas mit vom heutigen Libyen, von der Politik Ghadafis, dem allgemeinen Wohlstand, der auf die reichen Erdölvorkommen gründet, und welcher die Begehrlichkeiten der USA weckte, was wiederum zur langen Abschottung vom Westen führte, weil die Libyer ihre Eigenständigkeit bewahren wollten... Wir sehen, wie es den Menschen in diesem sozialistischen Staate geht, der sich langsam einen Spalt breit öffnet, wie sie leben und wie sie denken. Zurück geht es wieder nach Tunis, von dort mit dem Schiff nach Italien und weiter nach Deutschland. Da wir eine weite Strecke mit dem Schiff zurücklegen, gestaltet sich die An- und Abreise sehr entspannt. |
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Samstag Um sechs fahren wir in Freiburg los nach Süden, an Mailand vorbei und weiter nach Genua, wo wir gegen 14 Uhr eintreffen. Zeit für eine kleine Runde durch die Hafenstadt. Gegen Abend legt unser komfortables Schiff nach Afrika ab. Übernachtung an Bord, wir haben Außenkabinen mit Dusche/WC, Klimaanlage usw. gebucht. Welch ein Glück, „richtig“ reisen zu dürfen, zu sehen, wohin wir fahren, uns einstimmen zu können.
Sonntag
An Korsika, Sardinien und Sizilien vorbei fahren wir und legen am späten Nachmittag in Tunis an. Wir sind in Afrika! Mit etwas Glück reicht die Zeit noch für einen kleinen Spaziergang Richtung Medina vor dem Abendessen. Übernachtung in Tunis in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
Montag Welch eine sympathische Stadt! Freundliche Menschen überall, breite Boulevards und Straßencafés, die einen ebenso nach Frankreich versetzen wie die Tatsache, dass alle französisch sprechen. Eine Altstadt mit Souks und engstem Gassengewirr, die einem jedoch schnell klar machen, dass wir gleichzeitig tief im Orient sind. Am Vormittag haben wir eine Führung durch Tunis gebucht, damit wir uns das alles zeigen lassen können. Bemerkenswert die Breite des kulinarischen Angebotes – und auch, dass es in manchen Restaurants auch für die Tunesier eine Selbstverständlichkeit ist, zum Essen Wein zu bestellen. Nordafrikanische Spezialitäten und tunesischer Wein – es geht zu wie im 19. Bezirk von Paris. Man fühlt sich daheim. Der Nachmittag und der Abend stehen zur freien Verfügung. Wer Lust hat, kommt zum Abendessen mit in ein tolles, stimmungsvolles Speiselokal, in das man sich alleine kaum hineintrauen würde. Übernachtung in unserem Hotel in Tunis.
Dienstag Wir fahren in den Süden, Richtung Libyen. Wir sind in Afrika, wie wir immer wieder mit Genugtuung feststellen – in Afrika, und zwar ohne dass wir geflogen sind! So einfach sind wir mit dem Schiff übers Meer gekommen, und so einfach rollen wir nun im roten Bus auf der Überholspur an LKWs, Minibussen und älteren Autos vorbei! Gegen Abend treffen wir im Hotel auf der Insel Djerba ein. Abendessen und Übernachtung auf Djerba.
Mittwoch
Nach dem Frühstück sind gute zwei Stunden zu fahren, und wir reisen nach Libyen ein. Von der libyschen Grenze führt die Reiseroute weiter gen Süden. Auf dem Weg besichtigen wir die Speicherburg Qasr Al Hadj, die ursprünglich angelegt wurde als Stützpunkt der Mekka-Pilger. Die letzte Etappe führt uns nach Nalut. Sie schraubt sich in Serpentinen das Nafusa-Gebirge empor. Eng an den Steilhang des Nafusa-Gebirges schmiegt sich die verlassene Altstadt und die zurückgebliebene Speicherburg der dort einst ansässigen Berber. Abendessen und Übernachtung in Nalut.
Donnerstag Über das kleine Oasenstädtchen Sinaun und die Stadt Darj geht es weiter nach Ghadames im Dreiländereck Algerien, Tunesien und Libyen, das wir gegen Mittag erreichen. Nach einem Mittagessen gibt es einen Besuch im Museum und der unter dem Protektorat der UNESCO stehenden Altstadt von Ghadames. Die einzigartige Architektur und der einstige Wasserreichtum, der über zehntausend Bewohnern ein Auskommen garantierte, ließ sie dereinst zu einem zentralen Karawanenstützpunkt auf der Nord-Süd-Achse werden. Abendessen und Übernachtung in Ghadames.
Freitag Heute probieren wir selbst, wie das funktioniert mit Kamelen, von denen wir bereits schon so viele gesehen haben. Wir werden in der Früh abgeholt und gelangen wandernd und reitend zu einem kleinen See in der Nähe. Ein Picknick rundet den Ausflug in das Leben vergangener Tage ab, bevor wir wieder in die Stadt zurückkehren. Abendessen und eine weitere Übernachtung in der Oasenstadt Ghadames.
Samstag
Nach diesen Tagen in der Wüste heißt es heute fahren, aus dem Fenster sehen, lesen, dösen, sich unterhalten, denn wir fahren in die Hauptstadt Libyens, nach Tripolis, und das sind ein paar Kilometer. Und immer wieder tauchen Kamele auf, manchmal ganze Herden, viel öfters bekommen wir sie zu sehen als Autos. Denn hier gibt es kaum Individualverkehr. Wir erreichen die Hauptstadt des Landes am Abend. Wer möchte kann noch einen Abendspaziergang in der quirligen Metropole machen.
Sonntag Heute besuchen wir gemeinsam das Nationalmuseum in Tripolis, das die Geschichte des gesamten Landes in zahlreichen Exponaten eindrucksvoll dokumentiert. In der nahe gelegenen Altstadt essen wir in einem der schönen Restaurants und haben am Nachmittag Zeit, die Stadt allein zu erkunden.
Montag Der heutige Tag ist ganz der antiken römischen Stadt Leptis Magna gewidmet, der einst größten Hafen- und Handelsstadt Nordafrikas. Der Triumphbogen, errichtet von Septimus Severus, gehört zu den eindrucksvollsten Zeugen der abwechslungsreichen Geschichte der Stadt. Die Hadrians-Bäder, die Palestra, das Nymphäum, das Neue Forum oder die Severische Basilika lassen die prunkvolle Stadt vor dem geistigen Auge wieder auferstehen.
Dienstag
Am Vormittag ist Entspannung angesagt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gibt es einen Ausflug nach Sabratha, der einstigen römischen Stadt. Die Ruinen von Sabratha gehören mit dem punischen Grabturm, der Agora, den Seethermen, dem Isis-Tempel und dem spektakulären Theater zu den eindrucksvollsten Stätten der Vergangenheit Libyens und stehen seit 1982 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Mittwoch Heute heißt es Abschied nehmen, es geht es direkt zur tunesischen Grenze. Wie westlich uns Tunesien nun erscheint nach diesen Tagen im sozialistischen Wüstenstaat Libyen. Wir fahren nach Norden, zurück nach Tunis:
Donnerstag Bis am Nachmittag haben wir frei, können noch einmal durch die Gassen der Medina bummeln, Museen besuchen, die letzten Souvenirs erstehen... Gegen Abend fahren wir schließlich in den Hafen, um das Schiff nach Genua zu nehmen. Übernachtung an Bord, wie auf dem Hinweg in Außenkabinen mit Dusche/WC, Klimaanlage usw. 
Freitag Wir verbringen einen ruhigen Tag auf See, ideal, um all die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen. Gegen Abend treffen wir in Genua ein. Übernachtung in Genua in einem schönen, zentralen Hotel. Samstag Am Vormittag lassen wir uns noch Zeit, um uns ein bisschen Genua anzuschauen, gegen Mittag geht es dann Richtung Mailand und zurück über die Alpen nach Deutschland. Ankunft in Freiburg am Abend.
Fähren Wir fahren mit den modernen Fährschiffen der italienischen Grimaldi-Reederei. Wir haben 4-Bett-Außenkabinen gebucht mit Dusche/WC/Klimaanlage, gegen Aufpreis gibt es auch 2-Bett-Außenkabinen. An Bord sorgen mehrere Bars, Cafés und Restaurants für das leibliche Wohl. Das Essen auf der Fähre ist nicht inbegriffen.
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