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Auf diesen Seiten finden Sie die Beschreibung eines unglaublichen Abenteuers: Einer Überlandreise im Bus von Europa bis nach Ostasien, einer Fahrt um die halbe Welt. In rund fünfundsiebzig Tagen gelangen wir von Deutschland bis ans chinesische Meer. In Etappen, mit Zeit, mit Muße, mit Menschen, die das Außergewöhnliche herausfordert, folgen wir entlang der legendären Seidenstraße auf Jahrtausende alten Handelswegen den Spuren Marco Polos. Es ist eine Reise, auf der wir vom Anfang bis zum Schluss hautnah und ohne Filter alles mitbekommen, was die Verschiedenartigkeit unserer Erde ausmacht.
In einem großen, luxuriösen Fernreisebus, der mit einer kleinen Gruppe von nur maximal 26 Teilnehmern besetzt und an Komfort, Sicherheit und ökologischer Wertigkeit nicht zu übertreffen ist, machen wir uns aus auf den Weg. Auf einer langen, weiten Fahrt auf guten und schlechten Autobahnen, kurvigen Landstraßen und mörderischen Schlaglochpisten, über abenteuerliche Pässe, durch liebliche Täler, entlang wilder Schluchten, durch unwirtliche Wüsten und gepflegte Kulturlandschaften kommen wir schließlich bis in den Fernen Osten nach Shanghai, dem Endpunkt unseres langen Weges.Shanghai richtet 2010 die Weltausstellung mit dem
Thema »better city, better life« aus. Deutschland wird dort vertreten durch
Hamburg, der Partnerstadt von Shanghai, sowie durch Bremen, Düsseldorf, Bonn
und Freiburg. Mit dieser Reise schaffen wir die Verbindung von Deutschland auf
dem Landweg zu der Expo in China.

Wir werden alle Extreme erleben, die eine Reise um die halbe Welt aufzubieten hat: Gastfreundliche und unangenehme Menschen, Millionenstädte und einsame Landstriche, riesige Gebirge, endlose Wüsten und nie gesehene Weiten. Fremde Kulturen und Gebräuche, Bekanntes und längst vergangen Geglaubtes, kaum Vorstellbares, Exotisches, Abstoßendes und Anziehendes. Sandstürme und Gewitterregen, sengende Hitze an Nachmittagen und Kälte am frühen Morgen, gepflegte Hotels und gelegentlich vielleicht Unterkünfte, die diesen Namen kaum verdienen. Wir werden lebenslange Freundschaften schließen, uns vielleicht aber auch einmal überlegen, ob es nicht besser gewesen wäre, daheim geblieben zu sein. Doch ganz oft werden wir uns glücklich schätzen, dabei sein zu können, und das sonore Brummen großer Motoren wird noch nach vielen Jahren eine kaum zu stillende Sehnsucht nach einer einmaligen, unvergesslichen Reise in uns wachrufen. Es wird vieles ganz anders sein, als Sie sich das hier vorzustellen vermögen. Sie werden enttäuscht sein und freudig überrascht. Einiges wird auch schief gehen! Sie werden an psychische und vielleicht auch physische Grenzen gelangen und sie manchmal überschreiten. Sie werden sich neu kennen lernen. Über all das müssen Sie sich im Klaren sein, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Deshalb möchten wir, dass Sie sich das alles sehr reiflich überlegen! Vielleicht wird Ihnen klar, dass diese Art zu reisen Ihnen doch nicht entspricht. Vielleicht aber wird Ihr Interesse erst richtig geweckt, und Sie stellen fest: Diese Reise ist (m)ein Traum. Das würden wir uns wünschen.
Wie kommt es zu dieser Reise?
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, einmal im Leben auf der Seidenstraße in den Fernen Osten zu fahren? Von Europa immer weiter nach Osten zu gelangen, so wie das vor vielen hundert Jahren Marco Polo und andere Reisende getan haben? Auf uralten H andelswegen voranzukommen, Städte mit klangvollen Namen wie Isfahan, Buchara, Samarkand, Biskek und Alma Ata zu sehen, zentralasiatische Steppen und legendäre Wüstengebiete, Reitervölker und Nomaden, die in einem anderen Rhythmus leben? Die höchsten Gebirge der Welt, die chinesische Mauer, den Gelben Fluss, die Terracotta-Armee Wirklichkeit werden zu lassen? Auf einer einzigen Reise, die eine Brücke schlägt vom Westen, in dem wir aufgewachsen sind, zu den alten Kulturen im Osten, die wir bislang kaum wahrgenommen haben und die nun zu neuer Bedeutung gelangen? Über Land um die halbe Welt zu reisen, alles zu sehen und mitzubekommen? Nicht einfach nur hin zu fliegen, für kurze Zeit vom Himmel zu fallen und zu konsumieren, sondern langsam, ökologisch korrekt, mit viel Zeit und Raum, um sich einlassen zu können, um Teil der Fremde zu werden. Diesen Traum machen wir wahr! Über Land auf der Seidenstraße von Europa bis nach China: Was für den Einzelnen einen immensen organisatorischen Aufwand sowie intensive Planungs- und Vorbereitungsarbeiten bedeutet, haben wir mit unserem Reiseangebot ganz einfach und sicher gelöst, als Gruppenreise mit dem Reisebus, dem idealen Verkehrsmittel, um gemeinsam mit anderen Interessierten in der Sicherheit der Gruppe »erfahren« zu können, wie verschieden Landschaften, Länder, Kulturen und Völker sind und wie gleich letztendlich die Menschen. Vor ein paar Jahren haben sich mehrere spezialisierte Reiseveranstalter, koordiniert durch das »forum anders reisen e.V.«, in dem wir Mitglied sind, zu einer Idee zusammengefunden, die dem Aspekt der Nachhaltigkeit im Tourismus mehr Nachdruck verleihen wollte: Sie führten eine Fahrradreise von Athen nach Peking durch. Eine Reise vom Austragungsort der olympischen Spiele 2004 zum Ort der Spiele 2008. Fasziniert von dieser Idee reifte bei Avanti der Plan, in Zusammenarbeit mit dem »forum anders reisen« eine ähnliche Reise auch mit dem Bus durchzuführen. Mit den Veranstaltern der Radreise haben wir als Busreisespezialisten für das Außergewöhnliche schließlich im Jahre 2008 eine noch nie da gewesene Bustour von Freiburg nach Peking gemacht und damit Busgeschichte(n) geschrieben. Nachzulesen ist das alles auf unserer Homepage www.avantireisen.de. Die Erfahrungen dieser ersten durchgängigen Busreise von Deutschland nach China bilden die Grundlagen der Tour von Hamburg nach Shanghai.
Wie wird das alles organisiert?
In den verschiedenen Ländern arbeiten wir unter anderem mit Mitgliedern des »forum anders reisen« zusammen, eines Verbandes, der sich Nachhaltigkeit beim Reisen als Ziel gesetzt hat. Als Länderspezialisten sind sie in die Detailplanung eingebunden, übernehmen in »ihren« Ländern die Buchung der Hotels und betreuen unsere Gruppe mit ihren Reiseführern. In jedem Land, das wir bereisen, verfügen wir somit über Organisationen, welche die lokalen Gegebenheiten genauestens kennen. In jedem Land werden wir von einem deutschsprachigen, einheimischen Reiseführer begleitet. Somit profitieren wir von Know-how und Ortskenntnissen derjenigen, die vor Ort sind, erhalten Informationen aus erster Hand und beschäftigen Einheimische.
Wie lange sind wir unterwegs?
74 Tage haben wir für die Gesamtreise von Hamburg nach Shanghai angesetzt. Start ist am 14. April in Hamburg, die Reise endet in Shanghai am 26. Juni. Die Rückreise erfolgt individuell, mit der Transsibirischen Eisenbahn, mit dem Schiff, dem Flugzeug oder mit uns im Bus. Natürlich könnte man die rund 17.000 Kilometer von Deutschland bis Shanghai auch wesentlich schneller zurücklegen als in den veranschlagten knapp elf Wochen. Die entscheidende Frage lautet jedoch nicht »Wie lange braucht man denn?«, sondern »Wie viel Zeit lass en wir uns?« Wir fahren kein Rennen gegen die Uhr und wir brechen keine Geschwindigkeitsrekorde. Im Gegenteil: Wir reisen, wir rasen nicht. Wir nehmen uns Zeit und legen viele Stopps ein, so dass wir etwas mitbekommen können von den Ländern, Gegenden und Städten, die wir durchfahren. Fast immer bleiben wir zwei bis drei Tage an einem Ort, bevor wir wieder weiterfahren. Es ist auch Zeit eingeplant, eigenen Interessen nachzugehen und sich ohne Gruppe zu bewegen. Dafür bleibt immer wieder ein halber oder sogar ganzer Tag frei und ohne Programm. Und selbst wenn wir etwas unternehmen, besichtigen oder anbieten besteht kein Gruppenzwang und keine Teilnahmepflicht. Jede/r ist frei zu entscheiden. Wir wissen aber auch, dass wir selbst bei großzügigster Planung Kompromisse eingehen müssen, auch wenn wir an manchen Orten gerne noch länger verweilen würden.
Welche Strecke befahren wir?
Wir starten in Hamburg und kommen via Bremen, Düsseldorf, Bonn und Freiburg durch die Schweiz nach Venedig in Italien. Hier gehen wir an Bord eines Fährschiffes, das uns (und den Bus) nach Griechenland bringt. Wir passieren Nordgriechenland und legen unseren ersten größeren Aufenthalt in Istanbul ein. Wir durchfahren das zentralanatolische Hochland, lernen die Tuffsteinlandschaften Kappadokiens kennen und befinden uns bereits auf der Seidenstraße. Entlang des Oberlaufs des Euphrat kommen wir nach Osten ins Grenzgebiet zu Iran und Armenien. Dort legen wir einen Aufenthalt im Gebiet des Berges Ararat ein, an dem die Arche Noah gestrandet sein soll. Wir passieren die Grenze in den Iran, gelangen nach Täbriz und Teheran und in eine der schönsten Städte der Welt, in Freiburgs Partnerstadt Isfahan. Von hier geht es durch die Wüste Kavir weiter gen Osten nach Mashhad, nahe den Grenzen zu Afghanistan und Turkmenistan. Den Iran zu bereisen ist unproblematisch und sicher und wir werden von offenen, liebenswerten, gastfreundlichen Menschen willkommen geheißen! Das können alle, die mit uns im Bus schon hingefahren sind oder auf andere Art den Iran bereist haben nur bestätigen! So spannend wie der Weg hierher ist auch der weitere Verlauf der Seidenstraße durch die zentralasiatischen Republiken: Wir bleiben zwei Tage in Turkmenistan (Mary/Merve) und kommen über die Grenze nach Usbekistan. Drei Übernachtungen sind in Buchara vorgesehen, weitere drei in Samarkand und zwei in Taschkent. Wir kommen nach Kasachstan, reisen weiter nach Kirgistan, wo wir uns in der kirgisischen Hauptstadt Bishkek aufhalten und einen Ausflug zum großen See Yssyk-Kul machen. Danach kommen wir noch einmal nach Kasachstan, nach Almaty (Alma Ata). Schließlich geht es über die Grenze nach China. Von hier aus haben wir immer noch fünf Wochen, um die letzten rund 5.000 Kilometer bis Shanghai zu fahren! Das bedeutet, dass wir weiterhin mit viel Zeit reisen und mehrtägige Aufenthalte an interessanten Orten einlegen. Tage, an denen gefahren wird lösen sich ab mit Tagen für Besichtigungen, Entspannung und Freizeit. Diese 5.000 Kilometer durch China auf der legendären China Road 312 bringen uns – immer noch auf der Seidenstraße – entlang des Tien Shan-Gebirges, der Taklamakanwüste, durch die Schwarze Gobi, den Hexi Korridor, über den gelben Fluss und weiter in die alte Hauptstadt Chinas, Xi’an. Für ein paar Tage reisen wir in Ostchina mit dem Flusskreuzfahrtsschiff auf dem Jangtse und erreichen schließlich zehn Wochen nach unserer Abreise in Deutschland das ferne Shanghai am chinesischen Meer. Die unterschiedlichsten Landschaften und Kulturen Asiens erschließen sich uns nach und nach, Kilometer um Kilometer. Kaum vorstellbar, was wir alles sehen und erleben werden.
Wie weit fahren wir pro Tag?
Zur Wiederholung: Wir fahren nicht an jedem Tag mit dem Bus. Wir bleiben oft für mehrere Tage an einem Ort und fahren dann weiter. Diese Fahrtstrecken bewege n sich zwischen 200 und maximal 800 Kilometern, je nachdem, welche Orte wir als nächstes besuchen oder was unterwegs besichtigt werden soll. Auch die Straßenverhältnisse spielen eine Rolle, ebenso die Tatsache, dass Grenzübertritte teilweise viel Zeit in Anspruch nehmen. So weit möglich, beschränken wir die Zeiten, die wir an einem Fahrtag unterwegs sind auf 10, maximal 12 Stunden inklusive Pausen, oftmals nehmen die Strecken jedoch auch weniger Zeit in Anspruch. Danach sind wir meist wieder für zwei oder drei Tage an einem Ort. Wir reisen also in aller Regel ganz entspannt, aber wenn – aus welchem Grund auch immer – einmal der Zeitplan durcheinander gerät, erwarten wir Flexibilität von unseren Mitreisenden.
Sind Teilstrecken möglich?
Das ultimative Erleben bietet mit Sicherheit die Teilnahme an der Gesamtstrecke von Deutschland bis nach Shanghai. Wer jedoch nicht die ganze Zeit dabei sein kann, aber dennoch einen Teil dieses großen Abenteuers mitbekommen möchte, kann eine Teilstrecke mitfahren. Zwei beziehungsweise drei Ertappen bieten wir an: Die ersten viereinhalb Wochen von Deutschland durch den Vorderen Orient bis nach Zentralasien in die Hauptstadt Usbekistans, Taschkent, bilden die erste Etappe. Der zweite Abschnitt dauert sechs Wochen. Er beginnt in Taschkent, führt durch Kasachstan und Kirgistan und schließt den langen Weg von der chinesischen Grenze quer durch das Land bis nach Shanghai ein. Für Kilometer- und Landschaftseindrucksfresser bieten wir noch eine dritte Variante an: Wer Lust verspürt, immer nur zu fahren, wem es auf die Landschaften ankommt und wer sich einen Eindruck der weiten Strecke verschaffen möchte und auf Besichtigungen verzichtet, könnte schließlich mitfahren, wenn wir den Bus wieder von Shanghai nach Freiburg überführen. Knapp vier Wochen dauert der Rücktransport des Busses auf der gleichen Strecke in Etappen von 300 bis 800 Kilometern pro Tag – allerdings ohne die verschiedenen Ausflüge und Abstecher wie nach Kirgistan oder Isfahan und ohne Halt für Besichtigungen, aber immer mit Hotelübernachtungen.
Wie sind wir untergebracht?
Grundsätzlich wohnen wir auf der ganzen Reise in guten und sehr guten Hotels, die alle im Voraus festgelegt und gebucht sind. In der Osttürkei ist mit gewissen Einschränkungen zu rechnen, weil dort die Infrastruktur sehr bescheiden ist. Zum Ausgleich wohnen wir aber zum Beispiel im Iran in Isfahan in einem 5-Sterne-Hotel mit einem Ambiente, wie es im ganzen Orient nicht zu finden ist. Ganz grundsätzlich müssen wir davon ausgehen, dass wir mitteleuropäische Standards auch in Zentralasien nicht durchgängig erwarten können, aber dass wir auch gelegentlich positiv überrascht werden. Für die meisten der Einheimischen wären unsere Hotels ohnehin unerschwinglicher Luxus. China hingegen bietet fast an allen Orten, die wir besuchen sehr gute Hotels. Dennoch gilt: Wir müssen uns mit den Verhältnissen arrangieren, uns gelegentlich einschränken und umstellen. Wenn zum Beispiel das Wasser vielleicht einmal nur kalt aus der Dusche kommt, so müssen wir uns eben damit abfinden, genauso wie die Tatsache zu akzeptieren ist, dass Einzelzimmer manchmal nicht versprechen, was wir trotz des Aufpreises erwarten. Und vieles ist anders ist, als wir uns das vielleicht wünschen. Aber wozu sind wir unterwegs?
Wie werden wir verpflegt?
An allen Tagen unserer Reise ist das Frühstück inbegriffen. Da wir häufig in sehr guten Hotels untergebracht sind, lassen die vielfach umfangreichen Frühstücksbüffets selten Wünsche offen. Dennoch müssen wir uns umstellen, in China zum Beispiel ist Brot, wie wir es kennen, selten zu bekommen. Dann heißt es, zu essen wie die Einheimischen. An allen Tagen, an denen wir einen Ortswechsel vornehmen, sowie an den Tagen, die wir bei der Anreise und bei der Flusskreuzfahrt auf dem Yangzi in China auf dem Schiff verbringen, ist immer auch das Abendessen im Reisepreis inbegriffen. Diese Abendessen nehmen wir manchmal im Hotel ein, oft aber auch in den besten oder besonders typischen Restaurants der jeweiligen Orte. Tagsüber machen wir gelegentlich ein Picknick oder kehren in einheimischen Lokalen ein. Ein ganz besonderes Erlebnis ist es dann, an freien Abenden alleine, zu zweit oder mit ein paar Mitreisenden zusammen auszugehen und weitere einheimische Spezialitäten zu probieren. Unsere lokalen Führer kennen sich bestens aus und helfen uns mit guten Tipps und Adressen. Und oft genug führen sie die halbe Gruppe in »ihre« Insiderlokale. Man denke an die vielen Garküchen in China und die Märkte im Orient, wo es für wenig Geld so viele tolle Erfahrungen zu machen gibt. Kaum etwas auf unseren Reisen macht mehr Spaß, als immer wieder aufs Neue überrascht zu werden, wie gut man überall auf der Welt essen kann, wenn man sich darauf einlässt das zu essen, was den Einheimischen schmeckt. Und wenn es Sie zwischendurch doch einmal nach westlichem Essen gelüsten sollte, so finden Sie in vielen Städten auch Restaurants mit »internationaler«, uns bekannter Küche.
Mi t welchem Bus fahren wir?
Wir fahren bei Avanti mit den besten, sichersten und komfortabelsten Bussen, die weltweit gebaut werden! Auch bei dieser zweiten Chinareise setzen wir ein Fahrzeug der 5-Sterne-Kategorie des zu Daimler gehörenden deutschen Nobelherstellers SETRA ein, ausgestattet mit allen Komfort- und Sicherheitsassistenzsystemen, die erhältlich sind. Es gibt auf der ganzen Welt nichts Besseres! Diese Busse stellen alles in den Schatten, was üblicherweise als Reisebus unterwegs ist. Die eleganten, schweren 5-Sterne-Fernreisebusse, die wir für unsere großen Überlandreisen angeschafft haben, sind das Nonplusultra an Sicherheits-, Umwelt- und Komforttechnik, die der Markt derzeit weltweit zu bieten hat. Die Busse der neuen »Topclass 400« des deutschen, zum Daimler Konzern gehörenden Nobelherstellers SETRA mit ihrem Sicherheitsfahrwerk, perfektem Federungs- und Abrollkomfort und gekapselten Motoren haben wir mit allem ausstatten lassen, was das Reisen weitau s angenehmer macht, als Sie sich das vorzustellen vermögen. Angefangen vom extragroßen Sitzabstand, einer superbequemen Polsterung mit hoher Seitenführung der weit nach hinten zu verstellenden Schlafsessel, einer Bordküche für die Tee- und Kaffeezubereitung, einer original Lavazza Espressomaschine für richtig echten, perfekten Espresso, über 230-Volt-Steckdosen, damit Sie die Akkus Ihres Fotoapparates, Laptops oder iPods laden können, hin zu Selbstverständlichkeiten wie Klimaanlage oder einem Waschraum mit WC. Zudem gibt es vis-a-vis-Sitzgruppen mit Plätzen, die gar nicht belegt werden, sondern die dazu da sind, dass man sich dort einmal hinsetzen kann, wenn man gelegentlich einen Ortswechsel im Bus braucht, oder aber um mit anderen Mitreisenden besser kommunizieren zu können. Das alles in einer dezenten Atmosphäre mit edlen Materialien und zurückhaltender Farbgebung, die das großzügige Raumgefühl wirklicher Luxusbusse unterstreicht. Nicht sichtbar ist die modernste Sicherheitstechnik, die in diesen Fahrzeugen zum Einsatz kommt, angefangen von Spurhalteassistenten, elektronischem Stabilitätsprogramm und Bremssystem, Abstandsregeltempomaten, einem neuartigen Auffahrschutz, Rauchmelder und so weiter und welche teilweise ausschließlich in Daimler Fahrzeugen verbaut werden. Die verbrauchsarmen Motoren mit neuester Abgastechnologie bauen den in sämtlichen Studien nachgewiesenen Riesenvorsprung von Omnibussen in Bezug auf Ökologie und Klimaschutz mit unseren Fahrzeugen noch weiter aus. Übrigens: Die meisten unserer großen Überland-Reisen führen wir übrigens mit diesen Superbussen durch, nicht nur diese Tour nach Shanghai. Wie auf der ersten Chinareise werden wir wieder von einem Servicemitarbeiter (Mechatroniker) des Omnibusherstellers begleitet. Er wurde zwar auch damals nicht gebraucht, aber sicher ist sicher.
Auf Augenhöhe
Die wenigsten Menschen, denen wir auf dieser Reise begegnen, haben jemals ein Flugzeug von innen gesehen. Aber einen Bus haben die meisten schon benutzt. Wir sind also genau so unterwegs, wie die Menschen in diesen Ländern selbst auch. Das schafft Nähe, denn die Menschen können sich vorstellen, wie wir unterwegs sind. Sie sind begeistert, dass wir reisen wie sie selbst auch und wir nicht nur für kürzeste Zeit – womöglich noch mit Inlandsflügen – lediglich Ihre Sehenswürdigkeiten abhaken. Das beginnt bereits in der Türkei, wohin nur noch die wenigsten Westeuropäer auf dem Landweg kommen, steigert sich vom Iran zu den zentralasiatischen Ländern und kommt bei den Chinesen zum Höhepunkt, die den Bus – egal wo wir auch hinkommen – umringen und versuchen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Mit dem Bus reisen wir auf Augenhöhe mit den Menschen, die wir besuchen und kommen von ganz alleine in Kontakt.
Wie halten wir es zusammen so lange Zeit aus, ohne Gruppenstress zu bekommen?
Freiheiten einzuräumen und kein voll gestopftes Programm absolvieren zu müssen, ist ein sehr wichtiger Teil unseres Konzepts. Damit sprechen wir auch diejenigen Menschen an, die sich sonst niemals in einen Bus setzen oder eine Gruppenreise unternehmen würden. Denn bei uns bleiben Sie Individualist. Unsere großzügige Zeitplanung lässt viel Raum, zur Ruhe zu kommen und das Erlebte zu verarbeiten. Darüber hinaus sind Sie nicht verpflichtet, bei den Besichtigungen und Ausflügen mitzukommen. Sie dürfen gerne Ihren eigenen Interessen nachgehen. Und immer wieder gibt es halbe oder ganze freie Tage völlig zur individuellen Gestaltung, an denen mit voller Absicht überhaupt nichts angeboten wird! Das schafft Abstand zur Gruppe und schenkt freie Zeit, ohne dass sich das Gefühl einstellen kann, eventuell etwas zu versäumen. Ein anderer wichtiger Punkt, der sich gerade auf langen Reisen bestens bewährt hat ist, wenn es im Bus keine festen Stammplätze gibt. Es mag auf den ersten Eindruck befremdend scheinen, immer wieder den Platz zu wechseln. Es ist auf längeren Reisen jedoch geradezu befreiend. Den Platz zu wechseln fördert den Austausch mit den Mitfahrern, schafft gelegentlich auch Abstand und ermöglicht neue Perspektiven, sogar beim Blick aus den Busfenstern. Das Zusammensein auf unserer langen Reise schafft Nähe und Vertrauen, und es wachsen Verständnis, Sympathie und Freundschaften. Wer seine Position – auch im Bus – verändert, sieht Dinge neu und nimmt Bekanntes und Bekannte ander s wahr. Wir haben ganz bewusst auch nicht an jedem Tag ein gemeinsames Abendessen vorgesehen. Lediglich an den Tagen, an denen wir einen Ortswechsel vornehmen, ist das Abendessen bereits vorgebucht und im Reisepreis inbegriffen. An den anderen Tagen dürfen, können und sollen Sie allein, zu zweit oder in Kleingruppen die einheimischen Spezialitäten genießen. Und wenn Sie nicht ausgehen wollen, so verfügen die meisten Hotels über Restaurants, manchmal sogar über die besten am Ort. Jeder Mensch hat Höhen und Tiefen, ist manchmal kommunikativ und dann wieder eher verschlossen, braucht gelegentlich Abstand und sucht irgendwann wieder Nähe. Alle, die dabei sind, sind sich dessen bewusst und begegnen einander mit Sorgfalt, Toleranz und Respekt, alleine schon deshalb, weil jede/r selbst gelegentlich eine Auszeit braucht. Diese Grundeinstellung, der fehlende Gruppenzwang, viel freie Zeit, die lockere Atmosphäre, der gegenseitige Respekt und das Interesse aller, dass sich alle auch wohlfühlen, sind zusammen mit einem nicht überladenen, ausgewogenen und Struktur gebenden Programm die Basis für den Erfolg dieser großen Touren.
Wie sicher ist es in diesen Ländern?
Unser Routenverlauf führt nicht durch Kriegsgebiete oder durch Gegenden, in denen wir Überfälle zu gewärtigen haben. Die Strecke, die wir bereisen, gilt als »sicher«, auch weil wir als Gruppe unterwegs sind und wir überwachte, von Polizei und Militär kontrollierte Hauptstraßen befahren. In vielen Ländern, durch die wir kommen, handelt es sich um Staaten mit autoritärer Führung, die sich v on einer Annäherung an die EU viel versprechen. Touristen aus dem Westen sind dort gern gesehen. Straftaten, die gegen uns begangen werden könnten, würden streng geahndet, Täter erwartet dort keine Milde. Wir können davon ausgehen, dass wir komplett überwacht werden und dass allgemein bekannt ist, dass die Sicherheitsbehörden über alles informiert sind, was uns betrifft, und jeden Schritt kontrollieren, den wir tun. Und schon aufgrund unseres Routenverlaufs, dem kaum jemals ein europäischer Reisebus folgt und der Auffälligkeit unseres Fahrzeuges stehen wir dermaßen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, wo immer wir hinkommen, dass man uns von Seiten der Bevölkerung jederzeit mit großer Höflichkeit, Respekt, Umsicht, Freundlichkeit und Wärme begegnet. Dennoch: Die perfekte Sicherheit gibt es nicht. Weder in Deutschland noch sonst wo auf der Welt. Vielleicht erinnern Sie sich: Im Jahre 2005 hat man uns einen fast neuen Reisebus gestohlen. Aber nicht auf dem Balkan, in Italien, Nordafrika oder im Nahen Osten, sondern in Deutschland, in Freiburg, direkt auf unserem Betriebshof.
Wer möchte mitfahren?
Seit unserer ersten Chinareise mit dem Bus im Jahr 2008 haben viele Menschen ihr Interesse an einer Überlandreise in den Fernen Osten bekundet. Ein Teil davon sind Stammkunden von Avanti, die teilweise schon viele, auch längere Reisen, zum Beispiel in den Iran, nach Marokko, Libyen oder in die Türkei mitgemacht haben. Andere haben uns täglich im Internet verfolgt und mitgefiebert, wie wir nach China gefahren sind: sie wollen nun unbedingt wirklich dabei sein. Für andere wird dies die erste Reise, die sie mit Avanti machen werden, für manche sogar die erste Busreise überhaupt! Es handelt sich um eine bunte Mischung quer durch alle Bevölkerungs-, Berufs- und Alterschichten. Es gibt einige, die ein Sabbatjahr einlegen, weil sie sich die Reise zum 50sten oder 60sten schenken. Andere sind gerade über 40 und nehmen sich eine Auszeit, weil sie die Erfüllung dieses Traumes nicht auf später verschieben wollen. Andere befinden sich im Vorruhestand und haben deshalb viel Zeit zur Verfügung. Und natürlich sind einige Menschen dabei, die sich schon »richtig« zur Ruhe gesetzt haben. Bei der ersten Chinareise waren die Teilnehmer zwischen 33 und 82 Jahren alt. Wir finden das Alter der Teilnehmer relativ uninteressant. Uns ist viel wichtiger, dass wir Menschen dabei haben, die wissen, worauf sie sich einlassen, die neugierig und interessiert sind, offen und tolerant, flexibel, belastbar, gruppenfähig und selbständig... und damit kommen wir zu etwas ganz Wichtigem:
Wie sind die Voraussetzungen?
Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist eine gute physische und psychische Konstitution. Die medizinische Versorgung in den Ländern entspricht nicht europäischen Verhältnissen, so der Tenor des Auswärtigen Amtes. Es empfiehlt, »wichtige Medikamente sowie Verbandmaterial und Einwegspritzen mitzuführen, da diese auch bei einer Behandlung in Krankenhäusern selbst beschafft werden müssen. Ein mit Deutschland vergleichbares Rettungssystem (z.B. per Hubschrauber) mit intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ist nicht vorhanden. Reisende müssen sich bewusst sein, dass auch in Hauptstädten der ehemaligen GUS-Republiken Notfälle meist nur unzureichend behandelt werden können.« Wer sich unsicher ist, sollte das Vorhaben unbedingt ausführlich mit einem Arzt seines Vertrauens besprechen. Und für alle Teilnehmer gilt: für den Fall des Falles eine Rückholversicherung durch die Flugrettung abschließen. Ganz wichtig aus unserer Erfahrung resultierend ist, dass Geduld und Langmut keine Fremdworte sind, sondern dass alle, die mitkommen möchten, eine ganz große Portion davon mitbringen müssen. Es wird Stunden dauern, die wir scheinbar sinnlos an Grenzen oder bei Kontrollen mit Warten zubringen müssen. Wir können Schikanen seitens kontrollierender Beamter mitten im Land ausgesetzt sein. Es ist gut möglich, dass die Hotelrezeptionen manchmal mit der Zimmerverteilung überfordert sind. Es könnte sein, dass einmal Einzelzimmer nicht zur Verfügung stehen und man zwischendurch mit jemandem ein Doppelzimmer teilen muss, obwohl Einzelzimmer gebucht sind. Vor allem ist nicht ausgeschlossen, dass der Zeitplan durcheinander gerät und eine Besichtigung ausfallen muss. Vielleicht erreichen wir unser Hotel erst spät am Abend oder mitten in der Nacht, anstatt wie geplant am Nachmittag. Wir sind vielleicht hungrig, müde, verschwitzt und durstig und wissen nicht, wann sich die Situation entspannt. Es kann sein, dass der Bus »spinnt« und wir ewig warten, bis e r wieder richtig läuft. Dann auszuflippen und außer Kontrolle zu geraten, egal wie sehr man sich ärgert, ist wenig hilfreich und kann sogar zu einer Verschlimmerung der Situation führen. Es kann einen einzugehenden Kompromiss vielleicht unmöglich machen, wenn etwa Stimmung gegen Grenzbeamte, Polizei, Militär, Mechaniker, Hotelpersonal oder uns als Veranstalter gemacht wird. Wenn etwas schief läuft, können wir uns nicht anmaßen, in dieser Situation erzieherisch wirken zu wollen. Wenn es zu nicht geplanten Vorfällen kommt, egal welcher Art, dann geht es nur gemeinsam und nicht gegeneinander. Es ist dann völlig egal, wer »Recht« hat und wer nicht. Wir müssen dann einen Ausweg aus einer schwierigen Situation finden und uns mit den Gegebenheiten arrangieren. Egoismen auszuleben und Machtspiele anzuzetteln oder schlechte Stimmung zu verbreiten bringt nichts, egal wem auch immer »die Schuld« zu geben ist. Wir sind eine sehr lange Zeit zusammen unterwegs, auf einer Reise, die ohne Beispiel ist, und eines ist sicher: Nirgendwo, in keiner Situation lernt man Menschen besser kennen als auf gemeinsamen Reisen! Im Guten wie im Schlechten! Wir nehmen uns heraus, jemanden von der weiteren Reiseteilnahme auszuschließen und nach Hause zu schicken, falls der Ablauf der Reise in Frage gestellt und die Stimmung unterwegs von jemandem grundlegend gestört wird. Bitte machen Sie sich Gedanken, wie Sie gegebenenfalls mit einer Extremsituation umgehen und ob sie ihr gewachsen sind! Eine Garantie, dass alles nach Plan klappt gibt es nicht. Wir wussten bei der ersten Reise nicht einmal, ob wir es tatsächlich ans Ziel schaffen, denn es gab keinerlei Erfahrungswerte. Und selbst bei dieser zweiten Reise können wir es nicht zu 100 Prozent garantieren. Es bleibt ein großes Abenteuer! Dennoch gehen wir davon aus, dass wir eventuelle Schwierigkeiten in den Griff bekommen und ein einmaliges, wundervolles Abenteuer erleben werden, auf das wir ein Leben lang mit Freude zurückblicken können. Würden wir sonst dieses Wagnis eingehen?
Was ist inbegriffen und mit welchen Kosten muss ich zusätzlich rechnen?
Die meisten der anfallenden Kosten sind im Reisepreis inbegriffen! Lesen Sie dazu die Rubrik »Leistungen« auf der folgenden Seite. In Kürze sind das die Fahrtkosten, Schiffspassagen je nach gewählter Kategorie, die Hotelübernachtungen mit Frühstück (Einzel- bzw. Doppelzimmer), die Abendessen an Tagen, wenn ein Ortswechsel stattfindet, unsere örtlichen Reiseführer, die Ausflüge, die Unterstützung von Avanti für die aufwändige Visabeschaffung, die Eintrittskosten im Rahmen der gemeinschaftlich besuchten Museen, Klöster, Ausgrabungsstätten und so weiter, alle Steuern und Versicherungen, die uns als Reiseveranstalter betreffen, die Grenz- und Zollgebühren für den Bus, Transitgebühren und so weiter und so weiter. Nicht inbegriffen sind Ihre persönlichen Reiseversicherungen, die Trinkgelder, mit denen Sie ganz individuell die Leistungen unserer lokalen Führer oder des Hotelpersonals honorieren dürfen, die Visagebühren, die Rückreisekosten und Ihre persönlichen Ausgaben, wenn Sie zum Beispiel abends alleine oder mit anderen aus der Gruppe individuell zu Abend essen.
Wie kommen wir zurück?
Um größtmögliche Individualität in Ihrer weiteren Reiseplanung zu sichern, enden unsere Leistungen am 26.06.2010 in Shanghai. So ist es Ihnen freigestellt, Ihren Aufenthalt auszudehnen, weiter zu reisen oder direkt zurückzukehren. Die Kosten für die He imreise sind also nicht inbegriffen. Selbstverständlich sind wir Ihnen bei dieser Planung behilflich. Wir offerieren Ihnen über unseren chinesischen Partner eine Verlängerung Ihres Aufenthaltes in China, sagen Ihnen, wie Sie mit dem Frachtschiff zurückkommen, oder vermitteln Ihnen ein Büro, über welches Sie eine Fahrkarte für die Transsibirische Eisenbahn bekommen – mit allen Optionen für einen Aufenthalt zum Beispiel in der Mongolei oder am sibirischen Baikalsee. Oder wir buchen für Sie Ihr Ticket für den Flug zurück. Und wenn Sie Lust haben, können Sie uns selbstverständlich auch begleiten, wenn wir den Bus nach Deutschland zurück überführen.
Versicherungen:
In Ihrem Interesse empfehlen wir Ihnen den Abschluss folgender Versicherungen: Eine Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung, eine Rückholversicherung für den Fall, dass Sie ernsthaft erkranken und aus medizinischen Gründen zurück überführt werden müssen, eine zusätzliche Reisegepäckversicherung und – ganz wichtig – eine Auslandskrankenversicherung, welche alle bereisten Länder abdeckt und die in einigen Ländern sogar vorgeschrieben ist und nachgewiesen werden muss.
Geld
In der Türkei und auch in China können Sie an fast jedem beliebigen Geldautomaten mit Ihrer ganz normalen EC-Karte oder Ihrer Kreditkarte an Bargeld in Landeswährung kommen! Im Iran ist nur ein Barumtausch möglich, hier ist der Euro gern gesehen. Im Iran wie in den ehemaligen GUS-Republiken Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan und Kirgistan können Sie jederzeit auch problemlos Dollarnoten in Landeswährung eintauschen, auf Banken, aber auch an den Hotelrezeptionen. Teilweise lässt sich hier sogar direkt mit Dollars bezahlen. Reiseschecks einzulösen ist grundsätzlich immer mit sehr großem Aufwand verbunden, an manchen Orten überhaupt nicht möglich. Wir raten Ihnen deshalb, nur für den Notfall und für Ihre Sicherheit eine gewisse Menge an Reiseschecks mitzunehmen. Zum Thema Geld unterrichten wir Sie übrigens noch in einem gesonderten Schreiben und bei unseren Vortreffen, auch zum Thema Versicherungen, Kleiderordnung im Iran und so weiter.
Klima und Kleidung
Im Laufe unserer Reise durchfahren wir viele verschiedene Klimazonen. Im Osten der Türkei ist es auf 2.000 m Höhe relativ kühl, auch Regen ist hier kein Fremdwort. Warm wird es dann im Iran und den zentralasiatischen Ländern. Hier kommen wir in viele Wüstengebiete, was jedoch bedeutet, dass die Hitze trocken ist und sehr gut verträglich. Ähnlich ist es in China im Westen. Erst ab ungefähr Lanzhou wird es allmählich wieder feuchter, wenn wir die großen Wüstengebiete verlassen haben. Ab Xi’an erwartet uns schwül-warmes Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die richtige Sommerhitze von Juli und August bekommen wir jedoch nicht mehr mit. Nehmen Sie nicht zu viel an Kleidung mit, denn bei Bedarf kann in diesen Ländern sehr preisgünstig das Passende nachgekauft werden. Fast alle Hotels bieten auch einen Wäscheservice an: Morgens an der Rezeption abgegeben, liegen Ihre Hosen, Blusen, Hemden, T-Shirts, die Unterwäsche usw. nach wenigen Stunden bereits frisch gebügelt im Zimmer, die Kosten dafür sind niedrig.
Auf den ersten und auf den zweiten Blick
Auf den ersten Blick mag der Reisepreis vielleicht hoch erscheinen. Sicher ist: Die Reise erfordert einen gewissen finanziellen Hintergrund. Wir sind 74 Tage lang unterwegs. Wir fahren mit zwei Fahrern, Reiseleitern, einem Omnibusmechaniker und dem modernsten, sichersten und komfortabelsten Reisebus der Welt. Wir betreiben einen enormen Aufwand. Wir befahren eine Strecke, die Unglaubliches an Vorbereitung, Einsatz und Logistik erfordert. Wir haben ein sagenhaftes Programm. Und wir machen eine Erfahrung, von der wir unser ganzes Leben lang zehren. Rechnen Sie doch den Betrag einmal um auf die Reisetage. Und dann schauen Sie, was üblicherweise Studienreisen pro Tag kosten. Die Zahlen sind durchaus vergleichbar. Aber etwas Vergleichbares geboten kriegen Sie nicht. Diese Reise ist wirklich einmalig. Sie erfordert viel Geld in der Summe, das ja. Aber auf den zweiten Blick ist sie überhaupt nicht mehr »teuer«.
Leistungen
• Die Fahrt im 5-Sterne-Bus mit allem Komfort • Durchgängige 2-Fahrer-Besatzung des Busses • Durchgängige Begleitung eines Spezialisten/ Omnibusmechanikers des Busherstellers auf der gesamten Reise. • Übernachtungen in guten und sehr guten Hotels (3 bis 5 Sterne nach Landeskategorie) • Alle Hotelübernachtungen mit Frühstück • Halbpension an Tagen, an denen ein Ortswechsel stattfindet • Fährüberfahrt Ancona-Igoumenitsa mit Halbpension • Doppelkabinen außen • Dreitägige Kreuzfahrt auf einem sehr gutem Flusskreuzfahrtschiff auf dem Yangzi mit Halbpension • Doppelkabinen außen • Alle Eintrittskosten des gemeinsamen Programms • Örtliche, deutsch sprechende Reiseleiter für die Länder ab Iran, welche uns von Grenze zu Grenze des jeweils bereisten Landes begleiten • Teilweise zusätzliche Spezialführer bei manchen Besichtigungen • Reisebegleitung Hans-Peter Christoph • Unterstützung bei der Beantragung der Visa • Grenz- und Einreisegebühren • Alle anfallenden Steuern und Genehmigungen • Veranstalterinsolvenzversicherung
Nicht inbegriffen:
• Visagebühren (ca. € 500.– für die Gesamtreise) • Rückreise ab Taschkent bzw. Shanghai • Gegebenenfalls auch Hinreise nach Taschkent oder Shanghai bei Buchung der zweiten und dritten Etappe • Persönliche Trinkgelder • Verpflegungskosten (außer Frühstück) an Tagen, an denen kein Ortswechsel stattfindet
Termine + Preise
Freiburg – Shanghai 15. April – 26. Juni 2010 € 18.500.–, EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 3.250.–
Ab Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Bonn nach Shanghai 14. April – 26. Juni 2010 € 18.700.–, EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 3.280.–
Freiburg – Taschkent 15. April – 16. Mai 2010 € 8.680.– EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 1.250.–
Ab Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Bonn nach Taschkent 14. April – 16. Mai 2010 € 8.880.– EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 1.280.–
Taschkent – Shanghai 16. Mai – 26. Juni 2010 € 9.920.– EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 2.000.–
Rückweg Shanghai – Freiburg Fahrt inkl. Hotelübernachtungen mit Frühstück, aller Grenzgebühren, Fähre Patras–Venedig, 2-Bettkabine, ohne Visagebühren, ohne Besichtigungen, ohne weitere Verpflegung 27. Juni – 23. Juli 2010 € 6.800.– EZ-Zuschlag inkl. Einzelkab. € 1.180.–
Es gelten die Reisebedingungen von Avanti für Reisen ins außereuropäische Ausland. |
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14.04. Mittwoch 1. Tag Hamburg – Freiburg In Hamburg fahren wir früh morgens los, über Bremen, Düsseldorf und Bonn erreichen wir Freiburg am Abend. Abendessen, kleiner Bummel durch die Altstadt und Übernachtung.
15.04. Donnerstag 2. Tag Freiburg – Venedig Großer Bahnhof für die Chinareisenden morgens um acht Uhr vor dem Konzerthaus: Dann geht es los, durch die Schweiz nach Italien und entlang der Alpen Richtung Venedig. Gegen Abend treffen wir in Venedig ein. Abendessen und Übernachtung.
16.04. Freitag 3. Tag auf See Am Vormittag können wir noch ein bisschen durch die berühmte Stadt schlendern, einen Cappuccino trinken und uns auf die Überfahrt freuen. Am Mittag legt unser Schiff nach Griechenland ab. Abendessen und Übernachtung an Bord der Fähre.
17.04. Samstag 4. Tag Igoumenitsa – Thessaloniki Gegen Mittag erreichen wir in Igoumenitsa das griechische Festland. Auf einer traumhaften Strecke geht es zunächst durch die Gebirgslandschaften des südlichen Balkan und weiter an die Ägäis. Am späten Nachmittag erreichen wir Thessaloniki. Abendessen und Übernachtung.
18.04. Sonntag 5. Tag Thessaloniki – Istanbul Die erste »richtige« Grenze erwartet uns, wenn wir die EU verlassen und in die Türkei einreisen. An Ipsala und Tekirdag vorbei fahren wir schließlich entlang des Marmarameeres zum ersten großen Höhepunkt, Istanbul, wo wir am Abend ankommen. Ein Kleinod von Hotel erwartet uns an historischer Stelle, unmittelbar bei der Hagia Sophia und dem Topkapi-Palast gelegen. Auf kleinen Bummel gewinnen wir einen ersten Eindruck dieser sagenhaften Stadt auf zwei Kontinenten.
19.04. Montag 6. Tag Istanbul Halbtägiger Rundgang mit Besichtigung von Hagia Sophia, Blauer Moschee, der Zisternen und der Selimye Moschee. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Der große, gedeckte Basar, der ägyptische Basar, Goldenes Horn und Topkapi-Palast, all das liegt in der Nähe unseres Hotels und kann zu Fuß erkundet werden.
20.04. Dienstag 7. Tag Istanbul Dieser Tag in Istanbul steht ganz für Ihre persönlichen Interessen zur freien Verfügung.
21.04. Mittwoch 8. Tag Istanbul – Ürgüp/Kappadokien
Heute fahren wir nach Südosten, rund 700 km, etwa die Hälfte der Strecke auf sehr gut ausgebauter Autobahn und danach auf guten Landstraßen. Langsam ändert sich die Landschaft. Es geht hinauf ins zentralanatolische Hochland, an Ankara vorbei und schließlich nach Kappadokien. Hier bleiben wir. Ürgüp ist ein lebendiges Marktstädtchen in dem Gebiet, das schon seit Jahrtausenden besiedelt ist. Zwei Übernachtungen in einem familiären 3-Sterne-Hotel in Ürgüp.
22.04. Donnerstag 9. Tag Kappadokien Wir befinden uns in der traumhaften Tuffsteinlandschaft Kappadokiens, die Menschen über Jahrtausende Schutz und Rückzug bot. Unterirdische Städte, in den Tuff gegrabene Wohnungen und eine Vielzahl von Kirchen lassen sich hier entdecken. Wer Lust hat und trittsicher ist, kommt mit uns auf eine nicht allzu schwierige Wanderung durch eine fantastische Märchenlandschaft mit immer neuen Ausblicken in eine surreal erscheinende Welt.
23.04. Freitag 10. Tag Ürgüp – Sivas Am Vormittag schauen wir uns noch eine der unterirdischen Städte an, in die sich Tausende verfolgter Christen bei drohender Gefahr zurückziehen konnten und die in den letzten Jahren zur Besichtigung freigegeben wurden. Weiter fahren wir nach Sivas, eine alte Seldschuken-Stadt, die sich zur einer modernen Universitätsstadt gewandelt hat, und legen dort eine Zwischenübernachtung ein. Abendessen und Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
24.04. Samstag 11. Tag Sivas – Dogubeyazit »Durchs wilde Kurdistan« fahren wir nun. Durch einsame Bergregionen und grandiose Gebirgslandschaften, über Pässe und entlang des Euphrat kommen wir, passieren das legendäre Erzurum und erreichen am Abend Dogubayazit im Grenzgebiet zum Iran. Abendessen und Übernachtung in Dogubayazit in einem einfachen 3-Sterne-Hotel, wie dies in touristisch wenig erschlossenen Gebieten der Türkei fast schon ein Luxus ist. Wir sind keine 40 km mehr vom Iran entfernt.
25.04. Sonntag 12. Tag Dogubeyazit Ganz in der Nähe dieser letzten Stadt vor der Grenze zum Iran erhebt sich der knapp 5.200 m hohe biblische Berg Ararat aus der Hochebene, an dem die Arche Noah gestrandet sein soll. Fast ehrfürchtig bestaunen wir bei guter Sicht den erloschenen Vulkan. Ein weiterer Höhepunkt ist der Ishak- Pascha-Palast, eine Palastanlage, die in ihrer fantastischen Lage inmitten der Bergwelt ihresgleichen sucht und die Titelseiten von Bildbänden und Reiseführern schmückt. Wir unternehmen von Dogubayzit aus eine kleine Wanderung dorthin und lassen uns vom Bus abholen. Eine weitere Übernachtung in Dogubayazit.
26.04. Montag 13. Tag Dogubeyazit – Täbriz Nach dem Frühstück kurze Fahrt zur Grenze. Die Grenzformalitäten können sich hinziehen und wir müssen uns umstellen. Die iranische Kleiderordnung wird für die Frauen gewöhnungsbedürftig sein, denn selbst im Hotel sind die Haare bedeckt zu halten und muss vorgeschriebene Kleidung getragen werden. Aber das wissen Sie ja bereits und Sie haben sich mit entsprechender Kleidung eingedeckt. Wir fühlen uns als Analphabeten, wenn wir außer den auch in Englisch angeschriebenen Straßenschildern nichts, aber rein gar nichts mehr zu lesen vermögen. Bald hinter der Grenze steht die Besichtigung der armenischen Thaddäuskirche auf dem Programm. Auf sehr guten Straßen fahren wir weiter durch die atemberaubenden Landschaften West- Aserbaidschans nach Täbriz, wo wir am späten Nachmittag eintreffen. Vielleicht bleibt noch etwas Zeit für einen Bummel durch die Stadt. Nun gibt es kein abendliches Bierchen mehr: Aber die Fruchtsäfte schmecken wunderbar. Abendessen und Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
27.04. Dienstag 14. Tag Täbriz
Am Vormittag machen wir einen kleinen Stadtrundgang, sehen die »Blaue Moschee « und unternehmen einen Bummel durch den riesigen Basar, einen der schönsten des Orients. Und wir bewegen uns alleine oder in kleinen Gruppen, versuchen, die Straßen zu überqueren, etwas zu essen zu finden, tasten uns langsam an Iran und seine Menschen heran. Am Nachmittag ist kein gemeinsames Programm vorgesehen. Eine weitere Übernachtung in Täbriz.
28.04. Mittwoch 15. Tag Täbriz – Teheran Weiterfahrt nach Teheran. Durch dramatisch schöne Landschaften und Wüstenformationen geht es Richtung Teheran, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Abendessen und Übernachtung in einem zentralen 4-Sterne-Hotel.
29.04. Donnerstag 16. Tag Teheran Am Morgen unternehmen wir einen Stadtrundgang und kommen auch zum Basar von Teheran, einen der größten der Welt. Beim Besuch eines schönen Parks genießen wir die Ruhe abseits des Verkehrslärms. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Möglichkeit zum Besuch des archäologischen Museums und vieler anderer Museen der Hauptstadt. Eine weitere Übernachtung in Teheran.
30.04. Freitag 17. Tag Teheran – Isfahan Jetzt geht es hinunter in den Süden, durch die weite persische Hochebene und die Wüste. Fantastische Landschaften zeigen sich beim Schauen aus den Busfenstern. Unterwegs halten wir in der Stadt Qom, in der viele schiitische Theologen ausgebildet werden. Am frühen Nachmittag haben wir die 420 km von Teheran in Freiburgs Partnerstadt Isfahan zurückgelegt. Vor dem Abendessen unternehmen wir einen Spaziergang und bewundern sprachlos den schönsten Platz der Welt, den Meydane-Emam. Und wir lassen uns von der einzigartigen Atmosphäre verzaubern und gefangen nehmen, wenn wir unten am Fluss unter einem sternenklaren Wüstenhimmel bei Tee und Wasserpfeife sitzen. In Isfahan haben wir vier Übernachtungen vorgesehen. Wie immer bei unseren Aufenthalten in Freiburgs Partnerstadt wohnen wir im Abassi Hotel. Es handelt sich um eine zum 5-Sterne-Hotel umgebaute Karawanserei im Palastkomplex des Shah und stammt aus jenen vergangenen Zeiten, als Isfahan noch die Hauptstadt Persiens war. Das Abassi gilt als das schönste Hotel Irans und liegt so zentral, so dass wir uns in der schönsten Stadt des Orients nur zu Fuß bewegen brauchen.
01.05. Samstag 18. Tag Isfahan Wir haben heute am Vormittag eine Führung durch einen Teil der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, welche die ehemalige Hauptstadt Persiens vorzuweisen hat. Am Nachmittag verfügen wir über freie Zeit, zum Entspannen und Erholen, aber auch zum Entdecken und Freundschaft schließen mit Isfahan und seinen überaus liebenswürdigen Menschen: ganz individuell und ohne Gruppenanhang. Um uns dann wieder zu treffen, zum Austausch, zum Erzählen und weil wir neue Freunde gewonnen haben.
02.05. Sonntag 19. Tag Isfahan Auch heute Vormittag sind wir wieder mit unserem Führer unterwegs, denn wir haben längst noch nicht alles gesehen. Gerade an einem Sonntag ist es interessant, durch den armenischen Stadtteil zu gehen. Kirchenglocken rufen die vielen Christen, Nachfahren der Armenier, die sich hier niedergelassen haben in die Kirchen. Die größte von Ihnen ist die Vank-Kathedrale, in der auch ein Museum untergebracht ist, welches das Schicksal dieser Minderheit dokumentiert. Es passt so gar nicht ins Bild, das wir als Europäer vom Iran haben, dass Christen – wie auch Juden – frei ihre Religion ausüben können. Der Nachmittag ist wieder frei.
03.05. Montag 20. Tag Isfahan Ihren ganz persönlichen Interessen können Sie heute den ganzen Tag nachgehen. Für heute haben wir überhaupt kein Programm vorgesehen. Gestalten Sie diesen Tag ganz genau so, wie es für Sie richtig ist. Isfahan ist eine wundervolle Stadt.
04.05. Dienstag 21. Tag Isfahan – Sharud Heute ist wieder Fahrtag: Welch ein Genuss, stundenlang a us dem Fenster zu schauen, die Wüste an uns vorüber ziehen zu lassen, die in ihren Formationen, Tälern, Schluchten und ihrer monumentalen Gebirgswelt einfach nur als großartig und fantastisch zu bezeichnen ist. Zerfallende Karawansereien tauchen auf, immer wieder sind museumsreife LKWs zu überholen, eine Fata Morgana nach der anderen taucht auf. Bilder prägen sich ein, die wir nie wieder vergessen werden. Wir sind im Orient, so unbeschreiblich schön. Eine Übernachtung in Sharoud auf halber Strecke nach Mashhad, der heiligsten Stadt Irans.
05.05. Mittwoch 22. Tag Shahrud – Mashhad Auch heute sind wir viel unterwegs, unterbrochen vom Besuch einer alten Koranschule und den üblichen Pausen, aber ans Fahren haben wir uns mittlerweile gewöhnt, und morgen ist schließlich wieder ein Ruhetag. Auf Achse zu sein ist mittlerweile fast schon zur Sucht geworden, und die intensiven Eindrücke der persischen Landschaften sind einfach unglaublich. Am Nachmittag erreichen wir Mashhad
06.05. Donnerstag 23. Tag Mashhad Die Hauptstadt der Provinz Khorasan, die im Nordosten Irans an Afghanistan und Turkmenistan grenzt, liegt auf knapp 1.000 m Höhe inmitten eines wasserreichen Tales und ist eine der landwirtschaftlich produktivsten Regionen Irans. Bekannt ist Mashhad als bedeutendster Wallfahrtsort der Schiiten durch das Grab des achten Imam Ali Reza. Besichtigung verschiedener Denkmäler und Bauwerke, anschließend Mittagspause in einem schönen Ausflugsort der Städter in der Nähe von Mashhad. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung, eventuell gibt es die Möglichkeit zur individuellen Besichtigung des Heiligtums.
07.05. Freitag 24. Tag Mashhad – Mary Grenze Iran/Turkmenistan Fahrt von der iranischen Stadt Mashad zur Grenze nach Sarakhs. Einreise nach Turkmenistan in Serahs. Befreites Aufatmen der Frauen: Die Kopftücher dürfen weg! Weiterfahrt in der turkmenischen Wüste bis nach Mary (ca.160 km ab der Grenze). Ein erstes Bierchen nach elftägiger Abstinenz. Wie »westlich« oder sowjetisch und wenig orientalisch uns nun alles erscheint. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Mary.
08.05. Samstag 25. Tag Mary, Merv Von Mary aus besichtigen wir die historische Stadt Merv, einst neben Bagdad, Damaskus und Kairo eine der bedeutendsten Städte der islamischen Welt und eines der wichtigsten Handelszentren an der Seidenstraße. Aufgrund der einzigartigen Gestaltung der Stadt kann man nebeneinander die Bauwerke vieler verschiedener Epochen sehen. Die ältesten erkennbaren Ansiedlungen stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Am Nachmittag Rückkehr nach Mary. Übernachtung wie am Vortag im Hotel in Mary.
09.05. Sonntag 26. Tag Mary – Buchara, Turkmenistan – Usbekistan Wir fahren von Mary nach Norden durch die turkmenische Tiefebene. Dabei passieren wir das streng geschützte Wüstenreservat Repetek. Aufgrund seiner Bedeutung für die Erforschung und den Erhalt einer einzigartigen Flora und Fauna hat das Schutzgebiet seit 1979 den Status eines internationalen Biosphärenreservates. Wir überqueren den Armudarya, den die alten Griechen den Oxus nannten und passieren bei Farab die Grenze zu Usbekistan. Nach dem Passieren der Grenze sind noch rund 90 km zu fahren bis nach Buchara. Abendessen und Übernachtung in Buchara.
10.05. Montag 27. Tag Buchara Buchara ist eine der ältesten Städte Mittelasiens. Den einst l egendären Reichtum verdankt die Stadt der Tatsache, dass sie – am Rand einer Oase mitten in der Wüste Kysylkum gelegen – ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Seidenstraße war. Eine ausführliche, ganztägige Stadtbesichtigung mit ihren vielen Medresen, Moscheen, Minaretten und Basaren und erfolgt heute mit dem Bus und zu Fuß. Unglaublich, was wir alles zu sehen bekommen, wie perfekt erhalten und restauriert die alten Gebäude und Gemäuer sind, was uns an Bildern erwartet, die wir nicht mehr vergessen werden. Buchara ist ein Traum. Abendessen und Folkloreshow der zentralasiatischen Völker in der Medrese Nodir Devon Begi. Übernachtung im Hotel in Buchara.
11.05. Dienstag 28. Tag Buchara Vormittags geht es weiter mit der Besichtigung, wir sehen für ihre Bauweise und ihren Schmuck berühmte Moscheen sowie den Sommerpalast der letzten Emire »Sitorai Mochi Chosa«. Nachmittags freie Zeit für eigene Entdeckungen. Übernachtung im Hotel in Buchara.
12.05. Mittwoch 29. Tag Samarkand Nach dem Frühstück geht es in die Umgebung von Buchara, um den Bahauddin Na kschband Komplex anzuschauen. (Mausoleum, Moscheen und die Gräber vieler Herrscher) Pilgerstadt der Muslime, wo die Pilger als Opfer ein Schaf schlachten oder das Essen an die anderen Pilger verteilen. Dann geht es weiter nach Samarkand. Unterwegs ist eine alte Karawanserei und ein Wasserspeicher »Sard Oba« (in der Übersetzung aus dem Persischen: »Anfang des Wassers«) aus dem 10.–11. Jahrhundert zu besichtigen. Baumwollfelder und Maulbeerbäume für die Seidenzucht prägen das Bild, aber auch Bauern, die ihr Obst und Gemüse entlang der Straße verkaufen. Abendessen und Übernachtung in Samarkand.
13.05. Donnerstag 30. Tag Samarkand Im fruchtbaren Flusstal des Serafschans liegt eine der ältesten Städte Asiens: Samarkand. Schon im 4. Jahrhundert vor Christus wurde die Oase von Alexander dem Großen erobert. Die Araber erreichten Samarkand im Jahre 712, errichteten die ersten Moscheen und Koranschulen. Samarkand entwickelte sich schnell zum zentralen Umschlagplatz an der Großen Seidenstraße, zur Drehscheibe an der bedeutendsten Karawanenstraße von Persien nach China. Hier kreuzten sich Waren und Kulturen, wurden Güter aus Persien, Indien, der arabischen Halbinsel und China umgeschlagen. Ihre Blütezeit verdankt die Stadt aus Tausendundeiner Nacht den Eroberungszügen eines despotischen Feldherrn, der seinen Herrschaftsbereich vom Ganges bis zum Mittelmeer ausdehnte. Samarkand war das Zentrum dieses Weltreiches, die Residenzstadt Timur Lenks, Timur des Lahmen. In Feldzügen bis nach Europa und Indien ließ Timur und seine Horde Städte zerstören, die Bevölkerung massakrieren. Die besten Handwerker und Künstler jedoch verschleppte er nach Samarkand. Sie schufen im 14. Jahrhundert jene atemberaubende Architektur, die Samarkands Ruf begründete »schönste Stadt der Welt« zu sein. Nach dem Frühstück Stadtbesichtigung mit dem Bus und zu Fuß: Wir sehen das Mausoleum Gur Emir, wo Timur Lenk und seine Nachkommen begraben sind, den Registanplatz und die drei Medresen Ulugh Bek Medrese Scherdor, Medrese Tillakori, die Moschee Bibi Hanym, und gelangen zum orientalischen Basar. Nach dem Mittagessen im Restaurant könnten bei Interesse weitere Punkte auf dem Programm stehen. Übernachtung im Hotel in Samarkand.
14.05. Freitag 31. Tag Samarkand Wenn wir schon entlang der Seidenstraße fahren, sollten wir auch sehen, wie Seide produziert wird und was daraus hergestellt wird. Deshalb besuchen wir die Teppichknüpferei »Samarkand – Buchara «, in der uns das alles erklärt wird. Und besuchen anschließend die Sternwarte von Ulugh Bek aus dem 15. Jahrhundert und den Schahi Sinda Komplex 11.–15. Jahrhundert. Nachmittag frei.
15.05. Samstag 32. Tag Samarkand – Taschkent 350 km lange Fahrt nach Taschkent mit dem Bus. Unterwegs sind Baumwollfelder und viele grüne Berge zu sehen. Die Wüsten, durch welche wir so lange Zeit gekommen sind, sind auf dieser Strecke erst einmal vergessen. Grün ist jetzt die vorherrschende Farbe in der Landschaft. Am Rande der Straße sind bei den Verkäufern verschiedene Sorten von Äpfeln und Honig zu kaufen. Die Fahrt dauert rund sechs Stunden und führt durch die Städte Dschissak, Yangiyer und Gulistan. Taschkent ist mit über zwei Millionen Einwohnern die Hauptstadt Usbekistans. Sie liegt im nördlichen Bereich der Großen Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan, im Tal des Flusses Tschirtschik. Im Herzen der Stadt blieben sehr schöne Bauwerke alt-usbekistanischer Architektur erhalten – so die Kukeldasch- und die Barak-Chan-Medresse aus dem 16. Jahrhundert. Drumherum spielt sich ein echt orientalisches Durcheinander ab mit verwinkelten Gassen und einem übervölkerten Basarviertel. Doch außerhalb der malerischen Altstadt präsentiert sich Taschkent als eine sehr modern gebaute Großstadt, als bedeutendes Wirtschaftszentrum. Zu Zeiten der UdSSR war Taschkent deren viertgrößte Metropole, die mächtigste Stadt außerhalb der Republik Rußland. Wir sehen das Museum für angewandte Kunst, es wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts im traditionellen usbekischen Stil gebaut, ebenso wie den Mustakillik Platz (Unabhängigkeitsplatz). Übernachtung im Hotel in Taschkent.
16.05. Sonntag 33. Tag Taschkent
Nach dem Frühstück im Hotel gibt es eine halbtägige Stadtbesichtigung. Medrese »Kukeldasch« 16. Jahrhundert, Basar »Chorsu«, Hasti Imam Komplex – Kaffal Schaschi Mausoleum, Freitagsmoschee und Islamische Uni. Wer Lust hat, fährt mit der Metro zum Platz der Völkerfreundschaft und zur Medrese »Abul Kosim« aus dem 19. Jahrhundert, wo sich heute eine Handwerkerstation befindet. Freizeit und Übernachtung in Taschkent.
17.05. Montag 34. Tag Taschkent – Taraz Gleich nach Tashkent passieren wir den Grenzübergang nach Kasachstan. An der Grenze treffen wir unsere kirgisischen Reiseleiter, die uns während der folgenden Tage in Kasachstan und Kirgistan begleiten werden. Auf einer mehr oder weniger gut ausgebauten Straße fahren wir über die Stadt Shymkent nach Taraz. Abendessen und Übernachtung.
18.05. Dienstag 35. Tag Taraz – Bishkek
Weiter geht es durch Kasachstan. Wir durchfahren die Steppe, während zu unserer Rechten das Tien-Shan-Gebirge mit schneebedeckten Gipfeln, die teilweise über 5.000 m hoch sind, auftaucht und die wir noch auf tausende von Kilometern bis nach China hinein immer wieder sehen werden. Eine Landschaft, die ihresgleichen sucht in ihrer Weite und Einsamkeit. Am Mittag reisen wir nach Kirgistan ein und kommen in die Hauptstadt des Landes, nach Bishkek. Abendessen und Übernachtung.
19.05. Mittwoch 36. Tag Bishkek und Ala Archa Nationalpark Heute Vormittag lassen wir es geruhsam angehen. Am Nachmittag besuchen wir den südlich der Stadt gelegenen Ala Archa Nationalpark. Wir fahren zunächst mit dem Bus ca. 30 km in den Canyon und können dann nach einer kurzen Wanderung einen schönen Aussichtspunkt erreichen. Von hier aus bietet sich ein herrliches Panorama auf die Berge im Süden, deren Gipfel bis über 5.000 m Höhe erreichen.
20.05. Donnerstag 37. Tag Bishkek – Issyk Kul See
Wir fahren von Bishkek aus auf einer der Hauptrouten des Landes nach Osten zum Issyk Kul See. Der See liegt auf ca. 1.600 m Höhe und ist damit einer der größten und tiefsten Gebirgsseen der Welt. Große Bereiche seines Ufers stehen unter Naturschutz. Am Nordufer des Sees fahren wir bis zur Ortschaft Chok-Tal (ca. 220 km), zu Sowjetzeiten ein beliebter Badeort. Im Norden sehen wir die beeindruckende Bergkette des Grenzgebirges zu Kasachstan, ein beliebtes Revier für Trekking- und Klettertouren. Am Abend fahren wir wieder zurück nach Bishkek.
21.05. Freitag 38. Tag Bishkek Freier Tag in Bishkek, wo wir Gelegenheit zu Spaziergängen in den zahlreichen Parks oder in den belebten Straßen der Stadt haben.
22.05. Samstag 39. Tag Bishkek – Almaty
Wir verlassen die kirgisische Hauptstadt Bishkek und fahren nach Norden zur Grenze nach Kasachstan bei der Kleinstadt Korday. Nach ca. 200 km voller traumhafter Landschaftseindrücke erreichen wir Almaty (Alma Ata), die frühere Hauptstadt Kasachstans. Am Nachmittag lernen wir die von hohen Bergen umsäumte Metropole bei einer kleinen Stadtrundfahrt kennen. Abendessen und Übernachtung
23.05. Sonntag 40. Tag Almaty – Zarkent Weiter geht es durch Kasachstan, Richtung chinesischer Grenze. Wir garantieren Ihnen, dass Sie diese Landschaften des südöstlichen Kasachstans wieder sehen wollen! Immer wieder legen wir Stopps zum Fotografieren ein. Riesige Herden von Pferden grasen friedlich in der Weite der Ebenen und leichten Hügel. Jurten, ein paar Kamele und vereinzelte Reiter sind oftmals die einzigen Fixpunkte in einer scheinbaren Unendlichkeit, die dann doch von fernen Bergzügen begrenzt wird. Wir kommen nach Zharkent, den letzten Ort vor der chinesischen Grenze zur Übernachtung.
24.05. Montag 41. Tag Zharkent – Yinning
Heute üben wir uns in Geduld. Wir sind gespannt, wie lange wir dieses Mal für die Grenzformalitäten brauchen. Beim letzten Mal brauchten wir sechs Stunden für die Ausreise aus Kasachstan und drei Stunden dauerte es, bis wir die chinesischen Grenzposten verlassen konnten. Am Abend in der chinesischen Stadt Yinning feiern wir dann, dass dies der letzte Grenzübertritt war für die nächsten Wochen.
25.05. Dienstag 42. Tag, Yinning – Sairam-See Während der Bus beim örtlichen TÜV (!) einer ausgiebigen Prüfung unterzogen wird, neue Führerscheine (!!), Nummernschilder und Fahrzeugpapiere (!!!) ausgestellt werden, haben Sie die erste Gelegenheit, sich an China heranzutasten. Sie werden begeistert sein von der Freundlichkeit und Offenheit der Menschen, ihrer Fröhlichkeit und Neugierde, mit der Sie Ihnen entgegentreten und den vielen Kontakten, die sich auch ohne Sprachkenntnisse ergeben. Am Nachmittag fahren wir in das Bergland und kommen an den Sairam-See. Abendessen und Übernachtung.
26.05. Mittwoch 43. Tag Am See
Ruhetag im Westen Chinas in einer grandiosen Gebirgslandschaft, die an einen riesigen See grenzt. Nomaden haben sich mit ihren Jurten in mehreren kleineren »Dörfern« an den Ufern des Sees niedergelassen, Pferde und Kamelherden bestimmen die weite Graslandschaft der Umgebung. Wer möchte, unternimmt eine Wanderung oder reitet mit dem Pferd aus, lässt sich die Jurten zeigen, trinkt Tee und kommt ins Gespräch.
27.05. Donnerstag 44. Tag Sairam-See – Urumqi Dann geht es nach Urumqi, Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang in der Volksrepublik China. Xinjiang ist für seine ethnische Vielfalt bekannt. Es wird überwiegend von Turkvölkern bewohnt, von denen die größte Gruppe Uiguren darstellen. Islamistische und pan-türkische Organisationen der uigurischen Separatisten sorgen immer wieder für regionale Unruhen mit der Forderung nach Unabhängigkeit, da die Bevölkerung ihrer Ansicht nach einem Sinisierungsdruck ausgesetzt ist. Den nördlichen Teil der Region bevölkern größtenteils Kasachen, im Westen gibt es zahlreiche Minderheiten, darunter Kirgisen, Mongolen und Tadschiken. Schon seit dem Altertum war Xinjiang, durch den der größte Teil der östlichen Seidenstraße führt, Gegenstand zahlreicher Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Völkern und Stämmen.
28.05. Freitag 45. Tag Urumqi Urumqi ist auch die wichtigste Stadt der Landschaft Dsungarei. Urumqi ist die am weitesten vom Meer entfernte Großstadt der Welt. Sie liegt am Nordfuß des Tianshan-Gebirges. Wichtigste Industrien sind die Petrochemie, Textil- sowie Eisen- und Stahlindustrie. Ebenso hat sich mit dem größten Windpark in China die Windenergie in der Region Urumqi etabliert. Die Eisenbahnlinie Peking – Almaty (Kasachstan) führt durch Urumqi. Es ist eine ganz moderne Stadt, die wir heute kennenlernen.
29.05. Samstag 46. Tag Urumqi – Turfan Weiter geht es, nun auf der Autobahn in das ca. 200 Kilometer entfernte Turfan, wo wir am Mittag eintreffen werden. Die ehemalige Oase Turfan hat eine lange Geschichte und war ein bedeutendes Zentrum der Seidenstraße. Vom 5. bis 7. Jahrhundert stand Turfan unter türkischer Herrschaft, 640 wurde es dann von China besetzt, das 790 von den Tibetern abgelöst wurde. 843 wurde Turfan Teil des zweiten uighurischen Reiches. In dieser Zeit breitete sich neben dem seit etwa Christi Geburt herrschenden Buddhismus auch das Christentum und der Manichäismus in Turfan aus.
30.05. Sonntag 47. Tag Turfan Die Stadt Turfan befindet sich am Nordrand der Turfan-Senke, die an ihrer tiefsten Stelle – an den Ufern des Aydingkol- Sees – 154,5 m unter NN liegt. Damit ist sie, nach dem Toten Meer, die zweittiefste Senke der Erde. Die Oase wird durch jahrhundertealte, unterirdische Kanäle (Qanate), die Schmelzwasser aus dem ca. 70 km entfernten Hochgebirge des Tianshan herbeiführen, bewässert. Angebaut werden vor allem Melonen, und Trauben, die zu Rosinen getrocknet werden. Da die Bevölkerung muslimisch ist, werden die Trauben nicht zu Wein verarbeitet. Ein Ausflug in die Umgebung macht uns mit diesem Bewässerungssystem bekannt, mit Ausgrabungsstätten und dem so genannten »Traubental«.
31.05. Montag 48. Tag Turfan – Hami Von Turfan geht es auf der Schnellstraße (ca. 400 km) weiter nach Hami, einer alten Oase, die im Uigurischen Kumul genannt wird. Hami ist außerhalb Chinas vor allem durch die nach ihr benannten Hami-Melonen (Hami Gua oder Honigmelonen) bekannt.
01.06. Dienstag 49. Tag Hami
Hami ist eine halbwegs moderne Oasenstadt mit wenig Industrie und ohne antike Bauten. Besichtigen kann man aber eine 10 m hohe prächtige islamische Grabanlage (Hãmì Wángmù) aus dem Jahr 1840, ca. 2 km südlich der Stadt nahe der Moschee (Qïngzhën Sì), in dem einer der insgesamt neun uigurischen Könige von Hami mit Namen Bochir samt seinen Frauen begraben liegt. Auf dem Weg zum Grab kommt man am heiligen Grab Gai Sis (Gaìsï Mù) vorbei, der im 7. Jahrhundert als muslimischer Missionar nach China gekommen war. Die Hami-Könige hatten ihm an dieser Stelle ein Denkmal errichtet, das 1939 zerstört wurde. 1945 sammelten lokale islamische Honoratioren Geld, um das heilige Grab (Mazar, chin. Mazha) wieder aufzubauen.
02.06. Mittwoch 50. Tag Hami – Dunhuang Auf Autobahnen und Landstraßen fahren wir weiter ins ca. 400 km entfernte Dunhuang in der Provinz Gansu. Dunhuang liegt am Westende des Hexi-Korridors inmitten von Wüstengebieten. Die Höhe beträgt 1.100 m. Unweit der Stadt Richtung Westen teilt sich die Seidenstraße in ihren nördlichen und südlichen Zweig zur Umgehung der Wüste Taklamakan.
03.06. Donnerstag 51. Tag Dunhuang Dunhuang wurde im Jahre 111 v. Chr. vom Kaiser Wudi der westlichen Han-Dynastie gegründet. Aufgrund ihrer Lage an der alten Seidenstraße spielte sie als wichtigster chinesischer Knotenpunkt dieses Handelsweges eine bedeutende Rolle im Kultur- und Warenaustausch mit dem Westen. So breitete sich der Buddhismus ausgehend von Dunhuang in China aus. Im Jahre 366 wurde der Bau der Mogao-Grotten begonnen und bis ins 14. Jahrhunde rt fortgeführt. In Mogao haben buddhistische Mönche zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert etwa 1.000 Höhlen in die Sandsteinfelsen geschlagen und mit buddhistischen Motiven (Buddha-Statuen, Skulpturen und Wandmalereien) verziert. 492 dieser Höhlen sind heute noch erhalten und zum Teil für Touristen zugänglich. Im Jahre 1900 entdeckte ein daoistischer Mönch rund 50.000 Dokumente aus dem 4. bis 11. Jahrhundert, die Mönche im Jahre 1036 in einer Höhle eingemauert hatten, um sie vor den heranstürmenden Mongolen zu schützen. Viele dieser Dokumente befinden sich heute im Besitz des Britischen Museums in London. 1942 wurde die Dunhuang-Akademie gegründet, um die Höhlen zu schützen und systematisch zu konservieren. Seit 1987 zählen die Mogao-Grotten zum Weltkulturerbe. Ausführliche Besichtigung am heutigen Tag.
04.06. Freitag 52. Tag Dunhuang Ruhetag Heute legen wir einen Ruhetag ein. Unser Hotel liegt am Rande der Stadt, unmittelbar neben den Sanddünen, die sich bis zu 300 m hoch auftürmen. Eine fantastische landschaftliche Umgebung, zu der auch der wenige Hundert Meter entfernte Mondsichelsee bei den Dünen gehört. Eine perfekte Gelegenheit, zu Fuß die Umgebung zu erkunden, zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, mit Muße den Tag zu genießen und von der Terrasse des Hotels den Blick in die Wüste schweifen zu lassen.
05.06. Samstag 53. Tag Dunhuang – Jiayuguan Von Dunhuang aus geht es auf Landstraßen und Autobahnen weiter nach Jiayuguan, der traditionellen Grenze des Han-Reiches und dem Ende der Großen Mauer der Ming-Dynastie (1368-1644).
06.06. Sonntag 54. Tag Jiayuguan – Zhengye Jiayuguan markierte die traditionelle Grenze des Han-Reiches im Westen. Hier endet auch die Große Mauer der Ming-Zeit. 1372 wurde mit der Errichtung einer großen Festung begonnen, die während langer Perioden den letzten Außenposten des chinesischen Reiches bildete. Sie erhielt den Beinamen »Der erste große Pass unter dem Himmel«. Mit dem Begriff Pass waren allerdings keine Gebirgspässe gemeint, sondern Burgen oder Festungen, die man auf seinem Weg passieren musste. In Jiayuguan bekamen durchreisende Händler die Einreiseerlaubnis ins Reich der Mitte und konnten anschließend nach Jiuquan weiterreisen. Im modernen Jiayuguan leben rund 100.000 Einwohner einschließlich der Angehörigen von vierzehn Nationalitäten wie den Hui, Uiguren, Mongolen, Dongxiang unter anderem, die von der Arbeit in der nicht zu übersehenden Stahlhütte und in anderen Industrien wie dem Maschinenbau und der Chemieindustrie leben. Der Jia Yu Pass bildet das westliche Ende der Großen Mauer. Auf dem Pass wurde im Jahre 1372 eine Festung errichtet. Die Anlage umfasst eine 10 m hohe und über 700 m lange Mauer mit Schießscharten und vier Wachtürmen an den Ecken. Das äußere Tor der westlichen Seite heißt Jiayuguan. Im Inneren dieser Verteidigungsanlage befanden sich die Unterkünfte der Soldaten, Stallungen und Lagerräume. Die Planung der Anlage soll derart genau gewesen sein, dass alle bis auf einen Stein verbaut wurden. Dieser letzte Stein wird bis heute in der Festung aufbewahrt. Wir besichtigen die Festung und fotografieren uns zum ersten Male gegenseitig auf der chinesischen Mauer. Es ist ein erhebendes Gefühl, es schon so weit über Land geschafft zu haben, wofür in früheren Jahrhunderten die Karawanen auf der Seidenstraße mehrere Jahre brauchten. Am späten Nachmittag fahren wir auf der Autobahn noch rund 200 km bis Zhengye und bleiben dort für einen Tag, bevor wir am übernächsten Tag in die Hauptstadt der Provinz Gansu nach Lanzhou weiterfahren.
07.06. Montag 55. Tag, Zhengye Ein Ausflug bringt uns ins nahe gelegene Bergland, in dem sich Tibeter niedergelassen haben. Wir besichtigen tibetische Klöster und kommen in Dörfer, wer möchte, kann hier auch eine kleine Wanderung unternehmen. Gegen Abend genießen wir in Zhengye das chinesische Leben und tauchen ein in das typische Treiben einer chinesischen »Kleinstadt«.
08.06. Dienstag 56. Tag Zhengye – Lanzhou Von Zhangye geht es heute auf der Landstraße ca. 500 km weiter nach Lanzhou, und nie wird es nur eine Sekunde langweilig, aus den Busfenstern zu sehen! Lanzhou liegt am Oberlauf des Gelben Flusses – des Huang He und ist umgeben von Lösbergen, deren gelbe Farbe bei der Namensgebung des Huang He Pate stand.
09.06. Mittwoch 57. Tag Lanzhou
Die Provinzhauptstadt Lanzhou, eine Zwei-Millionen-Stadt, wurde innerhalb von vier Jahrzehnten zum Industriezentrum ausgebaut. Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt für die Verkehrswege nach Qinghai und Tibet sowie nach Xinjiang. Eingeklemmt von einer Bergkette säumt Lanzhou über zwanzig Kilometer das Südufer des Huanghe. Das gepflegte Stadtzentrum und die schönen Ufer- und Parkanlagen passen überhaupt nicht zu dem Bild, das man sich von einer chinesischen Industriestadt vielleicht macht.
10.06. Donnerstag 58. Tag Lanzhou – Maijishan Circa 350 Kilometer entfernt in der Nähe von Tianshui, der zweitgrößten Stadt der Provinz Gansu, fahren wir heute nach Maijishan.
11.06. Freitag 59. Tag Maijishan Die Grotten von Maijishan gehören zu den weniger bekannten buddhistischen Zentren an der Seidenstraße. Die Grotten entstanden zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert zur Zeit der Nördlichen Wei-Dynastie. Große Teile der Anlage wurden bereits wenige Jahre später bei einem Erdbeben zerstört. Heute sind aber noch immer fast 200 Grotten zu besichtigen, die neben Buddhastatuen und Boddhisatvas auch zahlreiche Höhlenmalereien enthalten. Nach der Besichtigung der Grotten besteht die Möglichkeit, eine kleine Wanderung zu unternehmen, oder die Annehmlichkeiten des Hotelkomplexes zu nutzen.
12.06. Samstag 60. Tag Maijishan – Xi‘an Weiter geht unsere Reise weiter nach Xi‘an, Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Xi‘an war unter der Qin-Dynastie die erste Hauptstadt des Kaiserreichs China und im Verlauf von 1.120 Jahren, immer wieder Hauptstadt eines Kaiserhauses, meist unter dem Namen Cháng‘an (Immerwährender Frieden). Das Chang‘an der Han-Zeit lag etwa 5 km nordwestlich des heutigen Xi‘an und hatte um die Zeitenwende etwa 240.000 Einwohner. Xi‘an war damals und während der folgenden Tang-Dynastie (618–907 AD) flächenmäßig (88 km2) und mit etwa 1 Million Einwohnern auch sonst die größte Stadt der Welt.
13.06. Sonntag 61. Tag Xi‘an Xi‘an wurde mit den archäologischen Ausgrabungen im Jahr 1974 weltbekannt, als über 8.000 lebensgroße Terrakottasoldaten in Gefechtsaufstellung entdeckt wurden. Die Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi (221 – 209 v. Chr.), der als erster China als Land einte und die Qin-Dynastie begründete, ist neben der Terrakotta-Armee eine weitere Touristenattraktion in der Nähe der Stadt. Xi‘an selbst hat mit der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, der Großen und der Kleinen Wildganspagode, sowie dem großen Moslemviertel und dem Glockenturm im Zentrum der Stadt viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.
14.06. Montag 62. Tag Xi‘an Wir besichtigen heute die weltberühmte Terrakottaarmee. Sie besteht aus knapp 7.278 lebensgroßen Soldaten (Fuß- und Reitsoldaten), denen Pferde, Kriegswagen und echte Waffen (Schwerter, Pfeilspitzen, Armbrüste) beigegeben sind. Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit. Die verschiedenen Ränge sind an unterschiedlichen Uniformen erkennbar. Qin Shi Huangdi, der erste Kaiser Chinas, ließ die Armee zu seinem Schutz im Reich der Toten erbauen. Er wollte damit das Totenreich erobern und so unsterblich werden. Übernachtung in Xi’an.
15.06. Dienstag 63. Tag Xi’an – Chengdu
Wir verlassen das Einzugsgebiet des Gelben Flusses und queren das Qinling Gebirge, um in das Rote Becken, die Provinz Sichuan, zu gelangen. Ein Sprichwort sagt, es wäre einfacher in den Himmel zu kommen, als nach Sichuan. Moderner Straßenbau erleichtert die Reise; der Blick durch Täler und Schluchten entlang der Strecke lässt uns einen Eindruck früherer Reisestrapazen erheischen. Übernachtung in der Provinzhauptstadt Chengdu.
16.06. Mittwoch 64. Tag Chengdu – Chongqing Heute fahren wir durch die fruchtbare Ebene des Sichuan Beckens. Ziel ist die Millionenstadt Chongqing, dessen Hafen Ausgangspunkt für unsere Yangzi-Kreuzfahrt ist. Unterwegs besichtigen wir die Grotten von Dazu, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Übernachtung in Chongqing.
17.06. Donnerstag 65. Tag Auf dem Yangzi Den Tag über erkunden wir die Altstadt Chongqings, deren Lage auf einer bergigen Halbinsel am Zusammenfluss vom Yangzi und Jialing dem Zustrom an Menschen wenig Raum bat. Paltz ist in den Häusern kaum, weshalb sich das Leben auf den »Straßen« abspielt. Allerdings Straßen gibt es keine, allein verwinkelte Treppen führen durch das Gewirr der Häuserzeilen. Am Abend tauschen wir den Platz im Bus gegen eine Kabine an Bord des Kreuzfahrers ein. Drei Nächte an Bord.
18.06. Freitag 66. Tag Auf dem Yangzi Nach einer geruhsamen Nacht an Bord des Schiffes legen wir zur Fahrt flussabwärts ab. Den Tag verbringen wir gemütlich auf dem Sonnendeck des Schiffes und genießen die geruhsame Fahrt.
19.06. Samstag 67. Tag Auf dem Yangzi Heute gelangen wir zu den berühmten Schluchten des Yangzi. Auf kleinen Holzbooten erkunden wir auch einige der beeindruckenden Schluchten auf den Zuflüssen.
20.06. Sonntag 68. Tag ¥ichang – Wuhan
Die Kreuzfahrt endet mit Erreichen des Staudammes bei Yichang. Nach der Besichtigung dieses riesigen Bauwerkes nehmen wir wieder Platz im roten Avanti-Bus und rollen weiter Richtung Shanghai. In Wuhan, wo der größte Nebenfluß in den Yangzi mündet, übernachten wir. Stolz der Stadt ist die 1957 fertig gestellte erste Brücke über den Yangzi, Symbol für die Unabhängigkeit Chinas vom ehemaligen Bruderland der Sowjetunion. Übernachtung in Wuhan.
21.06. Montag 69. Tag Wuhan – Nanjing Durch das Land von Fisch und Reis erreichen wir die ehemalige Kaiserstadt Nanjing am Unterlauf des Yangzi. Die Stadt verströmt trotz Wirtschaftswunder China weiterhin eine majestätische Ruhe und Gelassenheit aus. Zwei Übernachtungen in Nanjing. 
22.06. Dienstag 70. Tag Wuhan Den Tag nutzen wir, um Geschichte und Kulturdenkmäler der Stadt genauer kennenzulernen. Palastruinen und Stadtmauer zeugen vom kaiserlichen China, die Gedenkstätte für das Nanjing-Massaker vermittelt die Auswirkung des Zweiten Weltkrieges auf China, und am Konfuzius-Markt staunen wir über den regen Handel mit Kitsch und Trödel.
23.06. Mittwoch 71. Tag Ankunft Shanghai Bevor wir unser Ziel erreichen, wandeln wir durch die bezaubernden chinesischen Gärten in Suzhou. In einer der Teestuben lernen wir nun auch endlich das Geheimnis chinesischen grünen Tees kennen. Drei Übernachtungen in Shanghai.
24.06. Donnerstag 72. Tag Shanghai Heute erkunden wir das Paris des Ostens. Wir schlendern über den Bund, die Hafenpromenade, besteigen den Jinmao-Tower in Pudong, um die Stadt von oben betrachten zu können, und bummeln über die Nanjing Road, Shanghais Einkaufsmeile.
25.06. Freitag 73. Tag Shanghai An unserem letzten Tag haben wir Gelegenheit, Souvenirs einzukaufen und die Weltausstellung zu besichtigen.
26.06. Samstag 74. Tag Rückflug oder Rückfahrt via Peking mit der Transsibirischen Eisenbahn oder mit dem Frachtschiff.
Die einzelnen Etappen der Rückreise haben wir nicht weiter ausgeführt. Im Prinzip folgen wir dem Streckenverlauf der Hinreise und legen pro Tag Strecken von 200 bis maximal 800 km zurück. Wir übernachten in Hotels, die wir auf der Hinreise schon besucht hatten. Die Fahrzeiten liegen je nach Verkehr und Straßenverhältnissen zwischen rund sechs bis 12 Stunden inklusive Pausen. Das Abendessen erfolgt individuell in den Hotels oder uns bekannten Restaurants. Pausentage sind vorgesehen in Turfan, Buchara sowie Istanbul. Hier können individuell Besichtigungen vorgenommen werden. Zum Abschluss gönnen wir uns noch zwei Erholungstage in Griechenland an der Ägäis bei Katerini/Thessaloniki in einem kleinen Hotel am Strand, bevor wir mit der Fähre von Patras nach Venedig und weiter nach Freiburg zurückkehren.
27.06. Sonntag 75. Tag Shanghai Ruhetag
28.06. Montag 76. Tag Shanghai – Dengshou
29.06. Dienstag 77. Tag Dengshou – Xi‘an
30.06. Mittwoch 78. Tag Xi‘an – Lanzhou
01.07. Donnerstag 79. Tag Lanzhou – Jiayuguan
02.07. Freitag 80. Tag Jiayuguan – Turfan
03.07. Samstag 81. Tag Turfan Ruhetag
04.07. Sonntag 82. Tag Turfan – Yining
05.07. Montag 83. Tag Zharkent/Kasachstan
06.07. Dienstag 84. Tag Zharkent – Taraz
07.07. Mittwoch 85. Tag Taraz – Taschkent
08.07. Donnerstag 86. Tag Taschkent – Buchara
09.07. Freitag 87. Tag Buchara Ruhetag
10.07. Samstag 88. Tag Buchara – Mary
11.07. Sonntag 89. Tag Mary – Mashhad
12.07. Montag 90. Tag Mashhad – Teheran
13.07. Dienstag 91. Tag Teheran – Täbriz
14.07. Mittwoch 92. Tag Täbriz – Dogubayazit
15.07. Donnerstag 93. Tag Dogubeyazit – Amasya
16.07. Freitag 94. Tag Amasya – Istanbul
17.07. Samstag 95. Tag Istanbul Ruhetag
18.07. Sonntag 96. Tag Istanbul – Katerini
19.07. Montag 97. Tag Katerini Ruhetag am Meer
20.07. Dienstag 98. Tag Katerini Ruhetag am Meer
21.07. Mittwoch 99. Tag Katerini – Patras, Fähre
22.07. Donnerstag 100. Tag Fähre
23.07. Freitag 101. Tag Venedig – Freiburg
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