Samstag Früh um fünf fahren wir los, an Lyon vorbei, auf der Autoroute du Soleil nach Süden. Am Nachmittag passieren wir bei La Jonquera die Grenze nach Spanien und treffen in Sitges, einem kleinen Städtchen südlich von Barcelona, gegen 19.00 h ein. Nach dem Abendessen könnte man noch einen Bummel am Strand entlang unternehmen.
Sonntag Spanien besteht nicht nur aus Hochhäusern am Strand: Das lernen wir heute, wenn wir weiter nach Süden fahren und bei Valencia die Küstenautobahn verlassen, um durch den Süden von Kastilien-la Mancha nach Andalusien zu gelangen. Das Städtchen Cazorla ist unser Ziel. Es liegt am Rande des gleichnamigen Naturparks in traumhaft schöner Lage zu Füßen hoch aufragender Felswände und bietet einen weiten Blick hinunter auf endlos scheinende Olivenanbaugebiete.
Montag Heute unternehmen wir zur Einstimmung eine leichte Wanderung nach El Chorro. Hinter der Burg von Cazorla immer leicht ansteigend wird die Aussicht immer großartiger, bis wir nach etwa zwei Stunden unser Ziel erreicht haben: Eine Aussichtspunkt oberhalb einer Schlucht, in deren Felswände sich eine Gruppe von Geiern zum Nisten niedergelassen hat. Ein unvergessliches Erlebnis, wenn die großen Greifvögel zum Landeanflug ansetzen und über unsere Köpfe hinweg zu ihren Nestern schweben.
Dienstag Wer Lust auf eine längere Wanderung hat, kommt mit entlang des Tals des Rio Borosa. Eine wunderschöne Strecke, lange Zeit geht es durch eine grandiose Schlucht und schließlich zu einem kleinen, verwunschenen Stausee, in dessen eiskaltem Wasser wir uns erfrischen. Den Wanderern wird aber auch sonst eine Menge geboten: Wir passieren das Dorf La Iruela, kommen über einen Pass ins Innere des Parks und entlang des Guadalquivir, der später zum See El Tranco gestaut wird. Wer sich lieber einen Ruhetag gönnt, ist in unserem netten Städtchen bestens aufgehoben und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben!
Mittwoch So viele Olivenbäume haben Sie garantiert noch nicht gesehen, wenn wir heute durch die andalusische Provinz Jaen Richtung Westen fahren. Ein Viertel der Weltproduktion stammt von hier! Deshalb besuchen wir auch eine Ölmühle und lassen uns die verschiedenen Techniken zur Gewinnung des grünen Goldes erklären. Selbstverständlich können Sie hier auch Ihren Jahresvorrat ergänzen, der Kofferraum unseres umweltfreundlichen Reisemobils ist riesig, Ihre Einkäufe werden ohne Probleme bis Freiburg transportiert, Sie zahlen keine Aufschläge für Übergewicht, egal wie viele Flaschen, Kartons oder Kanister Sie mitnehmen wollen. Allerdings: Wenn Sie tatsächlich einige Tonnen mitnehmen wollen, müssen wir uns doch unterhalten... Am frühen Nachmittag treffen wir in Grazalema ein.
Donnerstag Die Sierra de Grazalema ist eine der ökologisch wertvollsten Gebirge Andalusiens. Es handelt sich um eine wild zerklüftete, felsige Karstlandschaft mit skurillen Felsformationen, Gebirgen, Schluchten, Grotten, Höhlen – und weißen Dörfern wie aus dem Bilderbuch. Eines davon ist Grazalema, unser Standort für die nächsten Tage. Heute unternehmen wir inmitten dieser wilden Landschaft eine Wanderung zum „Salto del Cabrero“ von rund 5 Stunden Dauer.
Freitag Eine weitere, rund vierstündige Wanderung in dem kleinen Gebiet, welches noch die einzigen Exemplare einer Tannenart beherbergt, die sonst weltweit ausgestorben gilt. Das Gebiet steht unter dem Biosphärenschutz der Unesco.
Samstag Ortswechsel. Auf dem Weg nach Granada passieren wir Ronda, das spektakulär über der Schlucht des Rio Guadalevin liegt und machen dort einen Halt. Am Nachmittag treffen wir in Granada ein. Ein kleiner Rundgang führt uns durch das gotische Viertel und hoch auf den Albaicin-Hügel, von wo sich die Alhambra im Abendlicht ihrem Namen entsprechend rötlich leuchtend von der den weißen Hängen der Sierra Nevada abhebt.
Sonntag Für den Vormittag haben wir Eintrittskarten für die Alhambra und eine Führung durch einen lizensierten Gästeführer organisiert. Bitte bei der Anmeldung angeben, ob Sie daran teilnehmen möchten. Kosten ca. 35 Euro. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Montag Auch den Vormittag lassen wir noch frei zum Bummeln und Einkaufen oder Besichtigen. Am Nachmittag fahren wir an unsere Traumküste und in die ehemalige Fischersiedlung San José im Naturpark Cabo de Gata. 
Dienstag Das letzte unbebaute Stück spanischer Mittelmeerküste haben wir links und rechts unseres Standortes San José. Der Naturpark Cabo de Gata ist ein Paradies für Natur-, Wander- und Badefreunde. Deshalb unternehmen wir heute eine leichte Wanderung zur Playa de Monsul, wo wir uns ins glasklare Wasser des Naturparks stürzen. Auf dem Weg dorthin lernen wir die faszinierende Vegetation des wüstenartigen Gebietes kennen, das immer noch ein Geheimtipp ist, kaum vorstellbar, dass es nun über 27 Jahre her sein muss, dass wir zum ersten Mal hier her kamen.
Mittwoch Eine herrliche, nicht anstrengende Wanderung oberhalb der Küste mit weiten Ausblicken, bei entsprechendem Wetter manchmal bis hinüber zur afrikanischen Küste bringt uns in die kleine Siedlung Isletta del Moro. Dazwischen bietet sich immer wieder die Möglichkeit zu baden.
Donnerstag Ein Tag zur freien Verfügung. Auch San José selbst hat einen schönen Strand. Vielleicht haben Sie aber auch Lust, mit dem Linienbus in 35 km entfernte Almeria zu fahren.
Freitag Vorbei an Murcia, Alicante, Valencia und Castellon fahren wir heute auf der Küstenautobahn bis nach Sitges, wo wir schon auf dem Hinweg übernachtet haben. 
Samstag Nach dem Frühstück kommen wir durch Barcelona, passieren die spanisch- französische Grenze, gelangen durchs Languedoc und die Provence ins Rhonetal und erreichen Freiburg am späten Samstagabend.
Wanderungen Zu allen Wanderungen geben wir unterwegs ausführliche Hinweise zu Länge, Dauer und Schwierigkeitsgrad. Bei manchen Touren handelt es sich um ausgedehnte Spaziergänge, andere erfordern etwas Ausdauer und eine gewisse Kondition. Es sind teilweise alte Hirten- und Schmugglerwege, auf denen wir gehen, sie sind oftmals steinig und erfordern Trittsicherheit. Nie ist jedoch Kletterei erforderlich, auch schwindelfrei braucht niemand zu sein. Die reinen Gehzeiten liegen zwischen zweieinhalb und fünf Stunden. Wer keine Lust hat mitzukommen, kann sich gerne einen freien Tag gönnen. Auch Abkürzungen sind teilweise möglich. Eingelaufene, bequeme Wanderschuhe sind notwendig. Ebenso ein kleiner Rucksack. Wie immer bei unseren Wanderungen legen wir ein gemeinsames Picknick ein, an einem schönen Aussichtspunkt, in einem Flusstal, im Schatten alter Olivenbäume oder einem anderen netten Plätzchen. Die Kosten, rund 3-5 Euro, legen wir auf die Teilnehmer um.
|