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Grosse Touren | Spanien | Wanderungen in Andalusien
 

„Flugreisen sind für Warmduscher,“ stand am 08.07.2007 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in einem Bericht über das rund 3500 km entfernte Nordkap zu lesen. Wir ergänzen: „Flugreisen sind für Klimakiller“.
Wirkliche Nachhaltigkeit beim Reisen bedeutet ein Gesamtkonzept, das auch bei der Wahl der Transportmittel keine Gedankenlosigkeit offenbart und sich nicht mit Verlegenheitslösungen für das schlechte Gewissen zufrieden gibt. Das zeichnet die Reisen von Avanti auch aus: Wir planen ganz bewusst so, dass auch die An- und Abreisen ein genauso gestaltetes Element der Gesamtreisen sind, wie die Auswahl der Hotels, der Orte und Aktivitäten. Ein weiteres Plus: Unsere Reisen beginnen und sie enden in Freiburg. Eine Reise mit dem Bus verursacht sogar weniger CO2 Emissionen als eine Reise mit der Bahn und tendiert mit dem Bruchteil der Flugzeugemissionen in seiner klimarelevanten Auswirkung annähernd gegen Null. So ist das. Konsequenz und Verantwortung schließen Flugreisen aus. Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, setzt sich nicht ins Flugzeug. Basta. Welche Dummheit und Ignoranz zeigt sich in dem Satz „Es war halt so billig,“ den wir so oft zu hören bekommen. Dass das Vermeiden von Flügen kein Verzicht ist, sondern die Anreise über Land ein Gewinn für den Erholungs- und Erlebniswert von Reisen, haben die meisten auf ihrer Jagd nach dem vermeintlichen Schnäppchen inzwischen vergessen. So sind wir mittlerweile selbst in der so genannten Alternativszene einer der wenigen Veranstalter, der die klimarelevanten Auswirkungen des Reisens nicht beschönigt und sich nicht mit Hilfe des Ablass einen Persilschein ausstellt.

Gleich drei Naturparks lernen wir auf dieser Südspanienreise auf Wanderungen kennen: Das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Spaniens, die weitestgehend unbekannte, waldreiche Sierra de Cazorla, in welcher die Lebensader Andalusiens, der Guadalquivir sein Quellgebiet hat, die kleine Sierra de Grazalema bei Ronda, die mit Hunderten frei lebender Geier glänzt und eine nur hier vorkommende Nadelbaumart vorzuweisen hat, sowie das vulkanische Gebiet des Cabo de Gata am Mittelmeer, wo das einzige noch unbebaute Stück spanischer Mittelmeerküste unter Naturschutz gestellt wurde. Darüber hinaus verbringen wir zwei Tage in Granada, der Stadt zu Füßen der Sierra Nevada mit dem Meisterwerk maurischer Architektur, der Alhambra und gleichzeitig Freiburgs Partnerstadt.

Eine große Andalusienreise in ursprüngliche, wenig besuchte Gebiete mit großartigen Naturpanoramen! Spanien, wie es die wenigsten kennen lernen.

Unterkunft
Wir haben (wie immer...) sehr schöne, kleinere Hotels ausgesucht. Auf der Hin- und Rückreise übernachten wir in einem 3-Sterne-Hotel in Casteldelfels in Strandnähe. In Cazorla sind wir in der „Vilas turistica“ untergebracht, einem der Landschaft und dem lokalen Baustil angepasste, sehr schönen 3-Sterne-Appartement-Hotel mit allem Komfort. Sie unterstehen der staatlichen Provinzverwaltung. Nach unseren Wanderungen können wir uns dort im Pool erfrischen. Auch in Grazalema haben wir ein sehr schönes 3-Sterne-Hotel gebucht. In Granada wohnen wir natürlich zentral, in einem 3-Sterne-Hotel, und in San José seit vielen Jahren in einem kleinen, sauberen Hotel in Strandnähe mit einem hervorragenden Restaurant.
Reiseverlauf

Samstag
Früh um fünf fahren wir los, an Lyon vorbei, auf der Autoroute du Soleil nach Süden. Am Nachmittag passieren wir bei La Jonquera die Grenze nach Spanien und treffen in Sitges, einem kleinen Städtchen südlich von Barcelona, gegen 19.00 h ein. Nach dem Abendessen könnte man noch einen Bummel am Strand entlang unternehmen.

Sonntag
Spanien besteht nicht nur aus Hochhäusern am Strand: Das lernen wir heute, wenn wir weiter nach Süden fahren und bei Valencia die Küstenautobahn verlassen, um durch den Süden von Kastilien-la Mancha nach Andalusien zu gelangen. Das Städtchen Cazorla ist unser Ziel. Es liegt am Rande des gleichnamigen Naturparks in traumhaft schöner Lage zu Füßen hoch aufragender Felswände und bietet einen weiten Blick hinunter auf endlos scheinende Olivenanbaugebiete.

Montag
Heute unternehmen wir zur Einstimmung eine leichte Wanderung nach El Chorro. Hinter der Burg von Cazorla immer leicht ansteigend wird die Aussicht immer großartiger, bis wir nach etwa zwei Stunden unser Ziel erreicht haben: Eine Aussichtspunkt oberhalb einer Schlucht, in deren Felswände sich eine Gruppe von Geiern zum Nisten niedergelassen hat. Ein unvergessliches Erlebnis, wenn die großen Greifvögel zum Landeanflug ansetzen und über unsere Köpfe hinweg zu ihren Nestern schweben.

Dienstag
Wer Lust auf eine längere Wanderung hat, kommt mit entlang des Tals des Rio Borosa. Eine wunderschöne Strecke, lange Zeit geht es durch eine grandiose Schlucht und schließlich zu einem kleinen, verwunschenen Stausee, in dessen eiskaltem Wasser wir uns erfrischen. Den Wanderern wird aber auch sonst eine Menge geboten: Wir passieren das Dorf La Iruela, kommen über einen Pass ins Innere des Parks und entlang des Guadalquivir, der später zum See El Tranco gestaut wird. Wer sich lieber einen Ruhetag gönnt, ist in unserem netten Städtchen bestens aufgehoben und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben!

Mittwoch
So viele Olivenbäume haben Sie garantiert noch nicht gesehen, wenn wir heute durch die andalusische Provinz Jaen Richtung Westen fahren. Ein Viertel der Weltproduktion stammt von hier! Deshalb besuchen wir auch eine Ölmühle und lassen uns die verschiedenen Techniken zur Gewinnung des grünen Goldes erklären. Selbstverständlich können Sie hier auch Ihren Jahresvorrat ergänzen, der Kofferraum unseres umweltfreundlichen Reisemobils ist riesig, Ihre Einkäufe werden ohne Probleme bis Freiburg transportiert, Sie zahlen keine Aufschläge für Übergewicht, egal wie viele Flaschen, Kartons oder Kanister Sie mitnehmen wollen. Allerdings: Wenn Sie tatsächlich einige Tonnen mitnehmen wollen, müssen wir uns doch unterhalten... Am frühen Nachmittag treffen wir in Grazalema ein.

Donnerstag
Die Sierra de Grazalema ist eine der ökologisch wertvollsten Gebirge Andalusiens. Es handelt sich um eine wild zerklüftete, felsige Karstlandschaft mit skurillen Felsformationen, Gebirgen, Schluchten, Grotten, Höhlen – und weißen Dörfern wie aus dem Bilderbuch. Eines davon ist Grazalema, unser Standort für die nächsten Tage. Heute unternehmen wir inmitten dieser wilden Landschaft eine Wanderung zum „Salto del Cabrero“ von rund 5 Stunden Dauer.

Freitag
Eine weitere, rund vierstündige Wanderung in dem kleinen Gebiet, welches noch die einzigen Exemplare einer Tannenart beherbergt, die sonst weltweit ausgestorben gilt. Das Gebiet steht unter dem Biosphärenschutz der Unesco.

Samstag
Ortswechsel. Auf dem Weg nach Granada passieren wir Ronda, das spektakulär über der Schlucht des Rio Guadalevin liegt und machen dort einen Halt. Am Nachmittag treffen wir in Granada ein. Ein kleiner Rundgang führt uns durch das gotische Viertel und hoch auf den Albaicin-Hügel, von wo sich die Alhambra im Abendlicht ihrem Namen entsprechend rötlich leuchtend von der den weißen Hängen der Sierra Nevada abhebt.

Sonntag
Für den Vormittag haben wir Eintrittskarten für die Alhambra und eine Führung durch einen lizensierten Gästeführer organisiert. Bitte bei der Anmeldung angeben, ob Sie daran teilnehmen möchten. Kosten ca. 35 Euro. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

Montag
Auch den Vormittag lassen wir noch frei zum Bummeln und Einkaufen oder Besichtigen. Am Nachmittag fahren wir an unsere Traumküste und in die ehemalige Fischersiedlung San José im Naturpark Cabo de Gata.

Dienstag
Das letzte unbebaute Stück spanischer Mittelmeerküste haben wir links und rechts unseres Standortes San José. Der Naturpark Cabo de Gata ist ein Paradies für Natur-, Wander- und Badefreunde. Deshalb unternehmen wir heute eine leichte Wanderung zur Playa de Monsul, wo wir uns ins glasklare Wasser des Naturparks stürzen. Auf dem Weg dorthin lernen wir die faszinierende Vegetation des wüstenartigen Gebietes kennen, das immer noch ein Geheimtipp ist, kaum vorstellbar, dass es nun über 27 Jahre her sein muss, dass wir zum ersten Mal hier her kamen.

Mittwoch
Eine herrliche, nicht anstrengende Wanderung oberhalb der Küste mit weiten Ausblicken, bei entsprechendem Wetter manchmal bis hinüber zur afrikanischen Küste bringt uns in die kleine Siedlung Isletta del Moro. Dazwischen bietet sich immer wieder die Möglichkeit zu baden.

Donnerstag
Ein Tag zur freien Verfügung. Auch San José selbst hat einen schönen Strand. Vielleicht haben Sie aber auch Lust, mit dem Linienbus in 35 km entfernte Almeria zu fahren.

Freitag
Vorbei an Murcia, Alicante, Valencia und Castellon fahren wir heute auf der Küstenautobahn bis nach Sitges, wo wir schon auf dem Hinweg übernachtet haben.

Samstag
Nach dem Frühstück kommen wir durch Barcelona, passieren die spanisch- französische Grenze, gelangen durchs Languedoc und die Provence ins Rhonetal und erreichen Freiburg am späten Samstagabend.

Wanderungen
Zu allen Wanderungen geben wir unterwegs ausführliche Hinweise zu Länge, Dauer und Schwierigkeitsgrad. Bei manchen Touren handelt es sich um ausgedehnte Spaziergänge, andere erfordern etwas Ausdauer und eine gewisse Kondition. Es sind teilweise alte Hirten- und Schmugglerwege, auf denen wir gehen, sie sind oftmals steinig und erfordern Trittsicherheit. Nie ist jedoch Kletterei erforderlich, auch schwindelfrei braucht niemand zu sein. Die reinen Gehzeiten liegen zwischen zweieinhalb und fünf Stunden. Wer keine Lust hat mitzukommen, kann sich gerne einen freien Tag gönnen. Auch Abkürzungen sind teilweise möglich. Eingelaufene, bequeme Wanderschuhe sind notwendig. Ebenso ein kleiner Rucksack. Wie immer bei unseren Wanderungen legen wir ein gemeinsames Picknick ein, an einem schönen Aussichtspunkt, in einem Flusstal, im Schatten alter Olivenbäume oder einem anderen netten Plätzchen. Die Kosten, rund 3-5 Euro, legen wir auf die Teilnehmer um.

Zustiegsmöglichkeiten
04:30   Avanti Betriebshof, Hausener Weg 8, (Gewerbegebiet Haid)
05:00   Konzerthaus
05:30   Alter Zoll Neuenburg / P+R Autobahnausfahrt Müllheim-Neuenburg
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Preis
1480.- Euro
Frühbucher 1320.- Euro bis 03.07.10
EZ-Zuschlag: 225.- Euro
Leistungen
• Busreise in modernem 4-Sterne-Fernreisebus mit allen Extras
• Zwischenübernachtungen mit Halbpension in Casteldelfels auf der Hin- und Rückreise
• 3 Übernachtungen mit Frühstück in Cazorla
• 3 Übernachtungen mit Frühstück in Grazalema
• 2 Übernachtungen mit Frühstück in Granada
• 4 Übernachtungen mit Frühstück in San José
• 6 x Abendessen jeweils nach einem Fahrtag bzw. Ortswechsel
• Wanderreiseleitung durch Hans-Peter Christoph
• Insolvenzversicherung
Termine
25.09.10 - 09.10.10