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Auszeit mit Glück
Glück kann man nicht erzwingen. Aber das Glück kann sich einstellen, wenn man die Voraussetzungen schafft, dass es eintreten kann. Kann, wohlgemerkt, nicht muss! So geschehen Mitte Januar 2010, als in Freiburg Eiseskälte herrschte und manche Wasserleitung zufror.
Ich fuhr nach Süden, kam an die Costa Brava und erlebte den Frühling! Ohne Übertreibung, nach exakt 992 Kilometern ab Freiburg Klarastraße morgens um viertel vor sieben war ich abends gegen fünf mitten drin, als ich auf meinen Balkon hoch über dem Meer trat! Ein Blau so blau, dass man meinte, man sehe den Himmel und das Meer zum ersten Mal. Die Pinien mit ihrem Sattgrün im perfekten Kontrast zu den ockerbraunen Felsformationen der Steilküste. Die Temperaturen erreichten 15 Grad und an geschützten Plätzen am Strand gab es einige, die sonnenbadeten! Einmal beobachtete ich sogar, wie ein Mann ins Meer schwimmen ging! Es war dennoch überhaupt nichts los und um das wunderbare Hotel hoch über dem Meer segelten die Möwen. Ich fand es perfekt, um so mehr, als ich Kutteln essen konnte, Austern, Seeigel, Seeteufel, Tintenfische und Rotbarben, und die Luft nach Meer, Hafen, Salzwasser, Pinien, feuchtem Gras und vor allem nach Süden duftete...Wie gesagt, es kann sich einstellen, das Glück, muss aber nicht. Die Voraussetzungen dafür sind günstig. Auch wenn man lieber weniger exotische Dinge isst und sich mit luftgetrocknetem Schinken und Hähnchenbrust begnügt. Was heißt begnügt, so wie das hier schmeckt...
Das Klima
Wir alle wissen, dass das Klima an Mittelmeerküsten im Winter fantastisch sein kann. Temperaturen von 10 bis 15 Grad, ein übermächtiges, helles, strahlendes Licht und ein windgeschütztes Plätzchen mit Blick aufs glitzernde Meer, den Hafen und die schaukelnden Fischerboote sind Balsam für unsere von Nebel verwöhnten, mit Kälte gesegneten und mit Matsch bedachten Seelen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies zutrifft, ist statistisch gesehen recht hoch: Für den ganzen Januar vermeldet Barcelona lediglich fünf Regentage und die maximale Durchschnittstemperatur der Luft beträgt 12,7 Grad. Als ich im Januar 2010 zehn Tage dort war, hatte ich einen einzigen verregneten, zwei bedeckte und sieben sonnige Tage. Ich fand es perfekt! An den sonnigen wanderte ich, an den bedeckten war ich in der Stadt, und am regnerischen, meinem letzten Tag verfasste ich diese Zeilen.
Die Möglichkeit, dass es wieder so wird, wenn wir im Januar 2011 zusammen hinfahren, ist also durchaus gegeben. Trotzdem wäre es natürlich schade, die statistischen fünf Regentage des Januar würden genau in der Woche eintreten, in der wir unten sind. Aber wenn Engel reisen... Und außerdem gibt es auch Städte anzuschauen, Bücher zu lesen, und vielleicht es ist auch willkommen, einmal nichts zu tun und sich ein paar Stunden ins Bett zu verkriechen. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls nahezu perfekt. Fürs Bett wie für andere Aktivitäten...
Unser Ziel
Wo wir hinfahren ist es schön, das weiß jeder. Das gilt selbst für die Costa Brava, wo sich an vielen Orten jedes negative Vorurteil über Spanienurlaub bestätigen lässt. Gesichtslose, austauschbare Hotelkästen entstellen die Küste mancherorts zur Unkenntlichkeit. Pöbelnde Fußballer im Sauftrainingslager, frisch gebackene Abiturienten, von so genannten Jugendreiseveranstaltern mit Flatrate zum Komasaufen animiert, kurzbehoste karierte Engländer, blondierte tote Russinnen, und ein paar Dienstleistungsspanier, denen man den Ekel vor den Besuchern ansieht. Genau so kann die Costa Brava sein.
Aber wie so oft liegen Gut und Bös’ nah beieinander: Gut ist, wo wir hinfahren, und das ist die Gegend um Begur, ein Städtchen östlich von Girona. Dort gibt es ein exklusives Hotel in Traumlage, den Parador von Aiguablava. (siehe unten). Viel zu wild die Küste, zu abgelegen, kein Platz für Hotelklötze, nur auf kurvenreicher Strecke mit viel Kurbelei am Steuer zu erreichen. Grundsätzlich ist dort schon nicht viel los, im Winter erst recht. Also genau das Richtige für uns. Ruhig und traumhaft schön!
Die Halbinsel ist reich gegliedert und die verschiedenen, meist kleinen Orte sind über markierte Wege miteinander verbunden. Teilweise führen sie hoch oberhalb der Steilküste entlang und hinab in einsame Buchten, dann wieder durch Pinienwälder und das bäuerliche Hinterland. Traumstrecken für Wanderer! Und dazwischen Einkehren, die einen Halt lohnen! Was will man mehr? Dass die Leute nett sind, die mitkommen? Wer hat da Zweifel? Garantiert niemand, der schon einmal dabei war bei unseren großen Touren.
Nach vier Tagen an der wilden Küste geht es noch für zwei Tage nach Barcelona. Und darüber müssen wir nun keine Worte verlieren, oder?
Unser Winterprogramm für den Frühling im Süden
Wir haben für die Tage an der Küste Wanderungen eingeplant, die einen wunderbaren Eindruck der Gegend verschaffen. Die reine Gehzeit beträgt jeweils rund drei Stunden. Sie sind nicht sehr schwierig, stellen dennoch gewisse Anforderungen an diejenigen, die mitwandern möchten. Trittsicherheit ist auf den teilweise steinigen Wegen ebenso unabdingbar wie feste Wanderschuhe für guten Halt. Es geht gerade im Küstenbereich immer auf und ab, was eine Grundfitness voraussetzt. Wer nur gelegentlich am Samstagmorgen um den Freiburger Dietenbachsee walkt, könnte bei diesen Wanderungen außer Atem kommen. Deshalb der grundsätzliche Hinweis für alle unsere Reisen, auf denen wir (freiwillige) Wanderungen anbieten: Wanderungen sind Wanderungen und keine Sonntagsspaziergänge.
Wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, dann unternehmen wir alternativ Ausflüge mit dem Bus in die Dörfer und Orte der Umgebung: nach Palafrugell, Pals, Bisbal und in die wunderschöne Stadt Girona! In Barcelona wird das Wetter keine zentrale Rolle spielen, aber dort wollen wir auch nicht wandern. Wobei auch eine Stadt angenehmer wirkt, wenn die Sonne scheint, ganz klar. Aber die Statistik ist auf unserer Seite!
Die Fotos auf dieser Seite entstanden vom 20. – 25.01.2010 mit dem iphone, die Barcelona-Bilder hat Sigrid Hofmaier im Februar 2007 gemacht. |
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Der Parador von Aiguablava
Weil wir uns gelegentlich etwas Besonderes gönnen möchten, quartieren wir uns im Küstenparador von Aiguablava ein. In seinem Paradores-Reiseführer (erschienen im Oase Verlag Badenweiler) schreibt Wolfgang Abel: „Schon die Anfahrt macht Laune: Erst steil abwärts, dann eine geschwungene Auffahrt hinauf zur pinienbewaldeten Halbinsel. Diese wird vorn zum Felssporn und noch weiter zum Meer fast zur spitzen Nadel. Obendrauf passt genau der Parador. Der liegt langgestreckt obenauf wie ein gut vertäuter Hoteldampfer. Höher und exklusiver über dem Meer liegt kein zweites Haus der Kette, und so kommt es, dass Gäste hier etwas öfters als anderswo an die Reling treten und einfach nur in die Welt schauen. Schauen, wie um Mitternacht der Mond hinter zerzausten Pinienkronen verschwindet, wie die Möwen Radau machen, wie sich morgens die Sonne langsam zum Schwimmbad hocharbeitet... In der Summe gehört der Parador von Aiguablava, obwohl weder neu noch außergewöhnlich luxuriös, zu den Spitzenhäusern der Paradores-Gruppe.“
Also der perfekte Standort für unsere Auszeit im Winter, gewürzt mit Ausflügen und Wanderungen. Große Zimmer mit Balkon. In diesem 4-Sterne- Hotel haben wir vier Übernachtungen mit Halbpension gebucht.
Unser Hotel in Barcelona
ist ein absolut zentral gelegenes 4-Sterne-Stadthotel unweit der Plaza Catalunya, keine 5 Minuten von den Rambles entfernt. In fünfzehn Minuten sind wir in der Markthalle, und in zwanzig oder fünfundzwanzig unten am Meer, wo für die Olympischen Spielen ein neuer Stadtteil geschaffen wurde - mit unzähligen Möglichkeiten auszugehen. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche und WC ausgestattet, teilweise mit Balkon, in manchen Zimmern liegen die Fenster aber auch zum Innenhof. Die Einzelzimmer sind teilweise recht klein, aber die Lage macht alles wett. Schönes Frühstücksbüfett.
Gruppengröße
Da der Andrang aufgrund des Termins und Preises für die exklusive Unterkunft in Aiguablava wahrscheinlich nicht wahnsinnig groß sein wird, gehen wir von einer Teilnehmerzahl von nur 15 bis 22 Personen aus. Für diese Reise im überschaubaren Kreis setzen wir unseren neuen, luxuriösen 5-Sterne-Bus ein, den wir ganz neu für kleinere Gruppen angeschafft haben. Er ist mit 28 bequemsten Leder-Alcantara-Sitzen bestückt und bietet den großzügigsten Sitzabstand, den man sich vorstellen kann. Mit neuester Sicherheits- Komfort- und Abgastechnik vom Allerfeinsten ausgestattet. Der perfekte Bus für unsere exklusive Gruppe.
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Sonntag
Frühmorgens um 5 Uhr ist Abfahrt am Konzerthaus. Das ist früh, wir wissen es und nicht jedermanns Sache. Aber der Tag ist noch lang und Zeit, den versäumten Schlaf nachzuholen gibt es reichlich. In Aiguablava möchten wir aber noch gerne vor Einbruch der Dämmerung gegen 18.30 h eintreffen. Da wir so früh losfahren, müssten wir es schaffen. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung im 4-Sterne-Parador von Aiguablava.
Montag
Wenn das Wetter mitmacht, dann unternehmen wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 10 Uhr unsere erste Wanderung. Sie bringt uns direkt vom Parador hinüber in die Bucht von Tamariu und von dort weiter nach Llafranc. Hier könnten wir gegen halb eins einen Aperitif einnehmen und danach noch eine knappe halbe Stunde weiter nach Calella de Palafrugell weitergehen. Bei gutem Wetter Picknick oder Einkehr in einem der Lokale am Strand. Die Streckenlänge beträgt rund 9 Kilometer, die reine Gehzeit liegt bei ungefähr drei Stunden, etwa 400 Höhenmeter sind zu überwinden. Die Wegbeschaffenheit ist höchst unterschiedlich: Breite Waldwege wechseln ab mit schmalen Pfaden, teilweise gehen wir auf kaum befahrenen geteerten Nebenstraßen, um dann wieder auf schmalem Weg in ständigem Auf und Ab entlang der Küste voranzukommen. Wer möchte, kann auf teilweise anderer Strecke wieder zurückwandern. Die anderen fahren mit dem Bus zurück. Abendessen und Übernachtung im Parador.
Dienstag
Die Traumstrecke von Calella de Palafrugell nach Palamos. Die Fortsetzung des gestrigen Weges nach Süden. Erst gehen wir in stetigem Treppauf-treppab entlang des Meeres und der Villen eine Zeit lang durch Calella und steigen dann rund 200 m auf. Zunächst geht es auf der Höhe durch den Wald, dann auf einem steinigen Pfad hinunter wieder ans Meer, wo wir von Traumbucht zu Traumbucht, auf- und abgehen. Nach rund zwei Stunden haben wir dann die erste kleine Siedlung erreicht. Immer weiter am Meer entlang kommen wir nach einer weiteren Stunde nach Palamos, einen geschäftigen Ort mit großem Hafen. Je nach Wetter und Laune Picknick oder Einkehr in einem der zahllosen Restaurants. Wer noch Energie verspürt, könnte auf teilweise anderer Strecke wieder nach Calella zurückwandern. Zurück geht es mit dem Bus. Abendessen und Übernachtung im Parador.
Mittwoch
Und noch einmal am Meer entlang: Von Platja d’Aro nach San Feliu de Guixols. Die erste gute halbe Stunde gehen wir auf einem perfekt angelegten neuen Panoramaweg unterhalb der Villensiedung von St. Agaro nach St. Pol. Von da folgen wir wie schon in den vergangenen Tagen dem Fernwanderweg GR 92, auf dem wir in mittlerweile bekanntem Auf und Ab in rund eineinhalb Stunden nach St. Feliu de Guixols gelangen. Wie schön kann die Costa Brava sein! Abendessen und Übernachtung im Parador.
Donnerstag
Nach dem Frühstück fahren wir die ca. 130 Kilometer nach Barcelona. An der Kathedrale treffen wir unsere Stadtführerin, die uns teils im Bus, teils zu Fuß ihre Stadt zeigen wird. Am Nachmittag geht es dann ins Hotel und anschließend steht die Zeit zur freien Verfügung! Wir wissen ja, was wir uns jetzt noch alles ansehen wollen. Gemeinsames Abendessen in einem guten Restaurant, das wir einfach zu Fuß erreichen.
Freitag
Der Tag in Barcelona steht komplett zur freien Verfügung! Um wirklich ungebunden zu sein, ist heute kein gemeinsames Abendessen inbegriffen.
Samstag
Keine Abreise aus Barcelona, ohne dass wir nicht noch einmal in die Markthalle gegangen wären! Wir wollen uns ja daheim noch länger an diese schöne Zeit erinnern können! Und wie ginge das besser, als mit luftgetrockneter Wurst, Schinken und Käse aus Katalonien? Auch Obst und Gemüse und andere Sp
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