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Grosse Touren | Italien | Ligurien: Kräuter und Oliven, Berge und Meer, im Frühling und im Herbst |
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Kochen – Sprechen – Reisen mit Avanti und Saltimbocca:
Wie ein von der Natur errichtetes Amphitheater erstreckt sich Ligurien in einem Bogen zwischen Meer und Bergen. Licht und Wärme der Sonne werden hier eingefangen, und zusammen mit dem Schutzwall der Berge nach Norden hin entsteht so ein ganzjährig mildes Klima. Unmittelbar hinter der dicht besiedelten, fast lückenlos bebauten Küste erheben sich endlos scheinende grüne Bergrücken mit vereinzelten Dörfern. Aus dieser Zweisamkeit, dem Grün der Berge und dem Blau des Meeres, kommen die Grundzutaten für die ligurische Küche: Oliven und Kräuter, Kastanien, Nüsse und Pilze und natürlich auch Wein zum Einen, Fisch zum Anderen. Der vor der ligurischen Küste gefangene gilt jedoch als „pesce povero“, als „armer“, einfacher Fisch - die Meeresfrüchte in den Restaurants der Küstenorte kommen fast gänzlich aus entfernteren, z.B. sizilianischen Gewässern. Fleisch dagegen spielt in der ligurischen Küche eine nicht ganz so wichtige Rolle.
Bajardo, unser Aufenthaltsort während der ersten vier Tage, ist ein Städtchen auf 900m Höhe, gerade mal 10 km Luftlinie nördlich von San Remo und vom Meer und doch in weitem Umkreis vom dichten Grün der Wälder umgeben. Die obere Altstadt wurde 1887 von einem Erdbeben schwer getroffen; nach und nach wird saniert und restauriert. Wir wohnen am Beginn des neueren Ortsteils in der „Casa del Ghirosveglio“ (Haus des Siebenschläfers), einem von Paola und Alberto mit Liebe und viel Phantasie eingerichteten Castello aus dem 19. Jahrhundert, mit einem Türmchen, das eine schöne, weite Aussicht bietet, mit Garten, Terrasse, einem Esel, einem Schaf und und und…. Während dieser Tage werden wir die Umgebung kennen lernen, werden im April mit Gianni Kräuter sammeln für das abendliche Essen, im November bei der Olivenernte dabei sein, können je nach Wetter kleine Wanderungen unternehmen oder uns auf die Spuren der „Hexen“ von Triora begeben. An drei Abenden lernen wir typische ligurische Gerichte zuzubereiten, und vor und während des Kochens beschäftigen wir uns auch mit der wunderschönen italienischen Sprache, sei es als Anfänger die ersten kleinen Dialoge zu meistern, sei es die Rezepte zu verstehen und in der Küche mitzureden, sei es Geschichten zu lesen oder zu hören über Ligurien, über die Zutaten, über die Menschen der Region. Am 5. und 6. Tag dürfen wir uns dann vom – garantiert nicht spaßfreien - Lernen ausruhen und unsere Lungen mit Meeresluft füllen, in Finale Ligure im gepflegten Hotel Medusa mitten im Ort und direkt an der Strandpromenade. Finale Ligure ist eine der schönsten Städte an der Riviera, mit Arkaden, schönen Plätzen, einem Castello und netter Atmosphäre.
Allgemeines: Eintritte werden vor Ort geregelt; der Besuch der Olivenmuseen in Imperia bzw. Albenga ist kostenlos, ebenso die Führung im Olivenhain. Falls im April das Wetter nicht so will wie wir, ist auch ein Besuch in den Thermen von Pigna möglich. Dafür und für ein verwegenes Bad im Meer in Finale Ligure bitte Badebekleidung mitbringen!
Zum Sprachkurs: die Reiseleitung wird vor beginn der Reise das Vorwissen der TeilnehmerInnen erfragen; die Gruppe wird je nach Zusammensetzung in zwei oder drei Niveaus eingeteilt. Dies soll jedoch flexibel gehandhabt werden, und es wird auch Kursteile mit gemeinsamem Lernen und Üben geben. Der Spaß am Ausprobieren und die Lust am Drauflosreden sind wichtiger als schulischer Ernst! Zum Wetter: In Ligurien kann es im April und auch im November mild, sonnig und schön sein; es ist jedoch sinnvoll, sich auch auf kühleres Wetter und auf Regentage einzustellen. Ein Tausch von Programmteilen untereinander kann erforderlich sein. Die Wanderungen sind relativ leicht und betragen maximal zwei bis zweieinhalb Gehstunden. Gute Sportschuhe oder leichte Wanderschuhe reichen aus.
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Reiseverlauf |
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Reiseverlauf im April: Sonntag Um 6.00h fahren wir am Konzerthaus in Freiburg ab. Wenn wir an Mailand und Genua vorbei sind, führt uns die Autostrada dei Fiori mit den riesigen Oleanderbüschen auf dem Mittelstreifen nach Westen, und nach jedem der vielen Tunnel winkt uns ein Stück Meer einen Willkommensgruß zu. Bei San Remo verlassen wir die Autobahn und fürs erste auch das Meer und schlängeln uns auf einer kurvenreichen Straße ins Landesinnere. Die Bebauung wird spärlicher, Oliven- Kastanienbäume & Co. nehmen zu, bis schließlich die ganze Landschaft aus Grün besteht mit weit auseinander liegenden, an den Hängen oder auf den Kuppen kauernden, uralten Dörfern. Am Nachmittag erwartet uns in Bajardo die verzaubert wirkende „Casa del Ghirosveglio“, Abendessen gibt es im Restaurant „Jolanda“ im Ort.
 Casa del Ghirosveglio Montag Alberto, unser Gastgeber, macht mit uns einen Rundgang durch das alte Bajardo, und wir erleben, wie die Dörfer hier gebaut sind: winzige, verwinkelte, oft steile Gassen oder Treppen (dadurch autofrei!), von vielen Bögen überspannt, die alles zusammenhalten oder auch stützen, einfache Häuser aus Naturstein. Ganz oben stehen die Reste der Kirche San Nicolò, deren Dach beim Erdbeben einstürzte und 200 Menschen unter sich begrub. Dahinter, auf der „Terrazza sul Mare“, öffnet sich uns ein atemberaubender Blick vom Meer auf der einen bis zu den Zweitausendern der Seealpen auf der anderen Seite. Danach führt uns Gianni hinaus und sammelt mit uns Kräuter, aus denen dann bei der ersten Koch-Sprach-Lektion unser Abendessen entsteht.
 Blick von der "Terazza sul mare" Dienstag nach einer Wanderung mit Picknick zeigt uns ein Olivenbauer seinen Hain und erzählt und erklärt Allerlei über die Arbeit mit den Oliven. Danach folgt schon die zweite Lektion, von der nur verraten wird, dass eine bestimmte Art Ravioli eine Rolle spielen.
 Im Olivenhain Mittwoch Heute hängt es vom Interesse und auch vom Wetter ab, ob wir in Ventimiglia die berühmten, an einem steilen Felshang angelegten Hanbury-Gärten mit ihrer mediterran-exotischen Pflanzenpracht besichtigen und danach bei den Balzi Rossi-Höhlen sehen, welche Spuren und Überreste von den frühsteinzeitlichen Bewohnern hier gefunden wurden, oder ob wir ins „Hexendorf“ Triora fahren, dort eine Rundwanderung machen oder, bei schlechtem Wetter, das Museo della Stregoneria (Hexerei-Museum) besuchen. Am Abend der dritte und bereits letzte Teil des Kochkurses mit einem der wenigen typischen ligurischen Fleischgerichte. Auch an diesem Tag soll die Sprache nicht zu kurz kommen.
 Hexendorf Triora Donnerstag Wir verlassen Bajardo und ziehen ans Meer, legen in Imperias Ortsteil Omeglia einen Zwischenstopp mit dem Besuch des sehr schön und informativ gestalteten Olivenmuseums und einem Fischessen in einem Hafenrestaurant ein und sind am Nachmittag in Finale Ligure. Stadtbummel, Strandspaziergang und Abendessen im Hotel.
 Laden in Finalborgo Freitag Verschiedenes steht am letzten Tag zur Wahl: ein Spaziergang zum idyllischen, mittelalterlichen Wehrdorf Finalborgo mit Stadtmauer und Toren und schnuckeligen Läden und Trattorien, zum vom Tourismus ziemlich unberührten Ortsteil Finalpia, der Besuch einer frühchristlichen unterirdischen Kirche oder einfach Strand und Relaxen, in Finale Ligure oder auch im fast maurisch anmutenden, ein paar Kilometer entfernten Varigotti. Abendessen individuell. Reiseverlauf im November: Das Programm entspricht weitgehend der April-Reise. Frische Kräuter sind jedoch im Herbst schwerlich zu sammeln, deshalb ist das besondere „Bonbon“ im November unsere Teilnahme an der Olivenernte an einem der drei Tage, die wir in Bajardo verbringen. Es hängt von den Gegebenheiten (Wetter, Ernteplan des Olivenbauers) ab, an welchem Tag wir dabei sein können. Wir dürfen auch eine Ölmühle besuchen und sehen, wie die Oliven verarbeitet werden. Eventuell müssen wir also Programmteile auf einen anderen Tag verschieben.
 Albenga
Anstatt des Olivenmuseums in Imperia, das im November geschlossen ist, werden wir auf dieser Reise am Donnerstag eine historische Ölmühle mit Museum in Albenga besichtigen.
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Zustiegsmöglichkeiten |
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