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NEU: Die Wunderwelt der Pyrenäen Plätze verfügbar

"Eines steht außer Frage: Die Katalanischen Pyreneän sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Doch im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, die Gebirgsbäche übermütig rauschen und die ersten Blumen ihre bunten Blüten aus der Erde recken, entfalten die Pyrenäen einen ganz besonderen Zauber. Die Bergwiesen leuchten in frischem Grün, hier und da durchbrochen von den weißen und rosigen Tupfen blühender Obstbäume. Ein bunter Blütenteppich bedeckt vielerorts die Erde und der Wald hüllt sich in ein schimmerndes Frühlingskleid. Dies ist eine der besten Jahreszeiten für Wanderungen in den Pyrenäen: Die meisten Wege sind nun frei von Schnee, doch die Hitze des Sommers ist noch fern. Was also liegt näher, als die schönsten Frühlingsrouten der Pyrenäen zu erkunden?“

Diesem Werbetext des Tourismusamtes von Katalonien ist kaum etwas hinzuzufügen. Wobei wir uns auf dieser Reise in allen drei spanischen Provinzen der Pyrenäen aufhalten, nicht nur in Katalonien, sondern auch in Aragon und Navarra. Alle gemeinsam ist, dass hier Deutsche eher selten zu sehen sind, wie überhaupt der Tourismus wenig entwickelt ist und wenn, dann sind es aufgrund der geografischen Nähe die Franzosen, die zum Wandern, der Landschaft, Küche und Kultur wegen hierher kommen.

Hier wollen wir ein wenig wandern und diese einzigartige Natur genießen, im Ordesa Nationalpark, in den Bardenas Reales und, nicht weit davon entfernt, in der Sierra und den Cañones de Guara. Zum Schluss kommen wir in die Ausläufer der Pyrenäen sogar ans Mittelmeer. Eine wunderbare Reise!

Dass eher wenig Touristen zu sehen sind, liegt vielleicht auch daran, dass es kaum einen Billigflughafen in der Nähe gibt, und sich viele Menschen vor der Anfahrt mit Zug oder Auto scheuen. Für uns Busreisende, die wir schon nach China gefahren sind, ist es dagegen ein Katzensprung, denn auch unter „normalen“ Voraussetzungen ist es sooo weit erstens wirklich nicht, und zweitens verkürzen wir uns den Hinweg mit dem Besuch in der hübschen südfranzösischen Kleinstadt Albi mit Unseco-Welterbestätten und dem Museum des von hier stammenden Künstlers Toulouse-Laitrec. Und da wir diese Tour als Rundreise geplant haben, dauert die Rückfahrt nicht länger als bei unseren häufig stattfindenden, beliebten Roses-Reisen, nämlich rund 12 Stunden mit Pausen. Das ist doch Klasse, nicht wahr? Kommen Sie also mit in diese noch unentdeckten Traumlandschaften!

Begrenzte Teilnehmerzahl: 16 bis maximal 24 Mitreisende

ReiseinformationKarteUnterkunftZustiegePreise

Montag, 29.04.2019, 1. Tag | Von Freiburg in die Ausläufer des Massif Central, nach Albi

Wir starten um 6:00 Uhr am Konzerthaus in Freiburg, fahren durch den Jura und das Burgund Richtung Clermont Ferrand und weiter nach Südwesten. Durch das ländliche Frankreich erreichen wir die Stadt Albi, ganz idyllisch in den Ausläufern des Massif Central an der Tarn gelegen. Ein kleiner, abendlicher Spaziergang führt uns durch die Altstadt zum UNESCO-Welterbe mit Kathedrale Sainte-Cécile, der Kirche Saint-Salvi und dem Bischofspalast mit dem Museum Toulouse-Lautrec und schließlich in ein gutes Restaurant. Übernachtung ganz zentral in Albi in einem 4-Sterne-Hotel direkt am Fluß Tarn. (880 km)

Dienstag, 30.04., 2. Tag | Von Albi in die Pyrenäen

Am Vormittag lassen wir uns Zeit für die berühmte Sammlung im Museum, welches dem in Albi geborenen Maler Henri de Toulouse-Lautrec gewidmet ist. Neben vielen seiner Werke sind auch zahlreiche Gemälde anderer Künstler, wie etwa Edgar Degas und Auguste Rodin, zu sehen. Gegen Mittag geht es weiter. Eine sehr schöne Strecke liegt vor uns, wenn wir Toulouse passiert haben und auf die vor uns liegenden, schneebedeckten Pyrenäen zufahren. Dann schrauben wir uns nach oben und kommen durch den Tunnel auf die spanische Seite. Auf einer felsigen Anhöhe liegt das malerische Städtchen Ainsa, wo wir eine Pause einlegen, um unseren ersten Cafe con Leche zu trinken. Kurz vor unserem Ziel, dem Gebirgsdorf Torla inmitten des Ordesa Nationalparks, beginnen wir unsere erste kleine Wanderung von rund eineinhalb Stunden, um uns Appetit für das Abendessen zu holen. (380 km)

Mittwoch, 01.05., 3. Tag | Unterwegs im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido

Wenn wir heute im Ordesatal unsere Wanderung unternehmen, werden wir immer wieder feststellen: »Wie schön ist das denn hier?!« – und das ist keine Übertreibung! Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido ist der älteste Nationalpark der Pyrenäen. Der 3455 m hohe Ordesa gehört nicht ohne Grund zum Welterbe der UNESCO, denn das Gebiet verfügt über eine einzigartige Fauna und Flora. Viele Pflanzen- und Tierarten, die in weiten Teilen Europas bereits ausgestorben sind, finden sich hier, wie der Braunbär, den wir sicherlich nicht zu sehen bekommen, oder Schmutz- und Gänsegeier, die ständig über einem kreisen. Unser Weg nimmt rund sechs Stunden Gehzeit in Anspruch, kann aber jederzeit abgekürzt werden. Abendessen und eine weitere Übernachtung in Torla.

Donnerstag, 02.05., 4. Tag | Zum mittelalterlichen Städtchen Olite und seinem Schlosshotel

In die südlichen Ausläufer der Pyrenäen bis in den Bereich der Halbwüste und des UNESCO-Biospärenreservates der Bardenas Reales kommen wir heute. Nachdem wir auf Traumstrecken gefahren sind, beginnen wir um die Mittagszeit unsere leichte, rund viereinhalbstündige Wanderung mit schönen Ausblicken und rund 14 Kilometern Länge. Gegen Abend erreichen wir das Städtchen Olite. Mit knapp 4.000 Einwohnern und seinen wunderbar erhaltenen Bauten gehört es zu den schönsten kleinen mittelalterlichen Orten in Navarra. Ca. 40 Kilometer südlich von Pamplona gelegen, war Olite im Mittelalter ein Sitz der Könige von Navarra. Anfang des 15. Jahrhunderts initiierte Carlos III. den Bau des Palacio Real de Navarra de Olite, des königlichen Palastes. Dieses Schloss wie aus dem Bilderbuch ist die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes, und in einem Teil des Palastes ist ein Parador, ein staatliches Luxushotel untergebracht, in dem wir die nächsten beiden Tage zu Abend essen und übernachten. (220 km)

Freitag, 03.05., 5. Tag | Sind wir jetzt im Wilden Westen?

Ganz in der Nähe von Olite befinden sich die Bardenas Reales, ein über 40.000 Quadratkilometer großer Naturpark, der von der UNESCO zum Biosphärenreservat geadelt wurde. Die markanten Formen, die auf vielen Fotos zu sehen sind, sind das Ergebnis jahrtausendelanger Erosion durch Regen und Wind der Erde aus Gips und Ton. Die großen Schluchten, Trockenbäche und sogar einige Pflanzungen neben isolierten Wasserlachen dieser Wüste sind Lebensraum vieler Vogelarten wie Wanderfalken, Steinadler, Zwergadler, Gänse- und Schmutzgeier, die wir bei unserem Besuch sehen können. Das Gebiet erinnert an das Monument Valley in Arizona und auch hier wurden große Filmproduktionen gedreht, unter anderem der James Bond-Film »Die Welt ist nicht genug«. Für spanische Filme wie »Airbag« und »Aktion Mutante« diente die Wüste als Kulisse, ebenso wie für »Game of Thrones«. Hier unternehmen wir eine Rundfahrt und eine leichte Wanderung von ca. zweieinhalb Stunden und 8 km Länge, die uns fantastische Ein- und Ausblicke in der Wüste und ihre Formationen bietet. Am Nachmittag kehren wir nach Olite zurück, um noch etwas von unserem prächtigen Übernachtungsort zu haben. Abendessen und Übernachtung im Parador von Olite.

Samstag, 04.05., 6. Tag | Vom Mönchskopf zurück in die Pyrenäen

Ein spektakulärer Blick auf die Tafelberge, Trockentäler und erodierte Landschaften der Bardenas Reales wie auch auf das etwas weiter entfernt liegende Moncayo-Gebirge bietet sich vom Aussichtsberg El Fraile, auf den wir am Vormittag hinauf wandern. Ein beglückendes Gefühl ist es, hier oben zu stehen und in die weite Landschaft zu blicken. 5,5 km, Gehzeit rund zwei Stunden, zweihundert Höhenmeter. Anschließend fahren wir wieder Richtung Pyrenäen und erreichen ein wunderbares kleines Dorf namens Alquézar im Gebiet der Sierra y Cańones de Guara. Alquézar liegt auf einer felsigen Anhöhe in den südlichen Ausläufern der Pyrenäen am Ausgang einer Schlucht des Río Vero, die vor allem bei Raftern und Kletterern beliebt ist, aber auch ein hervorragendes Wandergebiet darstellt. Alquézar wurde im 9. Jahrhundert von Mauren als Festung gegründet. An der Stelle der arabischen Burg steht seit dem 11. Jahrhundert ein Kloster, seit dem 16. Jahrhundert die Kirche Santa María la Mayor. Der perfekt erhaltene uralte Ortskern wurde als Kulturgut eingestuft und trägt außerdem die Auszeichnung als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Dieser historische Ort ist der perfekte Ausgangspunkt für unsere nächsten Tage. (240 km)

Sonntag, 05.05., 7. Tag | Alquézar – mittelalterliche Brücken und alte Wege

Auf den Spuren der uralten Verbindungswege der Menschen, die in den Bergen lebten, führt der Fernwanderweg GR 1 durch die Sierra de Guara. Dabei nutzt er die alten Steinbrücken, die vor Jahrhunderten in den Schluchten errichtet wurden. Auf unserer heutigen Wanderung starten wir in Alquézar zunächst mit Traumblicken auf die alles überragenden Felsformationen und steigen hinab in die Schlucht des Rio Vero, den wir auf der mittelalterlichen Puente de Villacantal überqueren. Danach geht es durch die landwirtschaftliche genutzte Hochebene des Nachbarortes Asque und wieder hinab zur nächsten mittelalterlichen Brücke. Von hier könnte man direkt zurück nach Alquézar gehen oder aber die Wanderung noch ein wenig ausdehnen und auf dem neu angelegten Weg Pasarelas del Vero über Brücken und Plankenwege flußaufwärts und zurück nach Alquézar marschieren. Sie werden begeistert sein! Streckenlänge circa 10 km, Gehzeit rund dreieinhalb Stunden, über die Pasarelas etwa eine Stunde länger.

Montag, 06.05. 8. Tag | Alquézar - Felskunst und Höhlenmalereien

Höhlenmalereien, die zum Teil aus der Altsteinzeit stammen und weit über 20.000 Jahre alt sind, wollen wir uns heute auf einer Wanderung ansehen. Sie zählen seit 1998 zum UNESCO-Welterbe, seit 2001 ist die Gegend um den Rio Vero als Kulturpark ausgewiesen. Wir gehen auf einem schönen, mehr oder weniger leicht ansteigenden Pfad zunächst zu zwei kleinen Wasserspeichern oberhalb des Ortes und weiter zu den Überhängen von Quizans, wo man diese Zeichnungen am Fels noch erkennen kann. Gehzeit rund vier Stunden, etwa 500 Höhenmeter. Wer trittsicher ist und auch etwas zu klettern versteht, kommt noch ein Stück weiter des Weges zu der wesentlich besser erhaltenen Zeichnung von Chimiachas. Aber egal wo immer man auch ist in den Pyrenäen und ihren Ausläufern: Man sieht Geier über sich schweben … Ein letzte Übernachtung in Alquézar in einem netten kleinen Hotel.

Dienstag, 07.05., 9. Tag | Über Lleida nach Port de la Selva

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst nach Lleida, wo wir uns ein wenig umsehen möchten. Dominiert wird die 130.000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt von der alles überragenden Festung, Burg und Kathedrale Seu Vella. Ihr im 14. Jahrhundert errichteter Kreuzgang mit Gewölben von imposanter Höhe ist einer der größten Europas. Von hier oben hat man einen schönen Rundblick auf die Stadt, den Fluss und auf die Pyrenäen. Nach einer Mittagspause fahren wir weiter Richtung Nordosten, am Montserrat vorbei und durch die Pyrenäenausläufer über Vic und Girona bis Figueres. Von hier gelangen wir in einer guten halben Stunde in den Fischer- und Ferienort el Port de la Selva, wo die Pyrenäen im Meer versinken. Abendessen und Übernachtung in Port de la Selva. (390 km)

Mittwoch, 08.05., 10. Tag | Wanderung von Port de la Selva nach Cadaqués

Durch den geschützten Naturpark des Cap de Creus führt und ein wunderschöner Weg hinüber in den Künstlerort Cadaqués. Zwischen Trockenmauern und Korkeichen, an den Resten einer Einsiedelei und einsamen Bauernhöfen vorbei, unter Pinien und durch die Macchia schlängelt sich der Weg hinauf und wieder hinunter. Rund 14 Kilometer Streckenlänge, einfach, gute vier Stunden Gehzeit, höchster Punkt etwa 250 m ü.M. Zurück nach Port de la Selva geht es mit dem Taxi, wenn man nicht den gleichen Weg zurück gehen möchte.

Donnerstag, 09.05., 11. Tag | Heimfahrt

Leider viel zu schnell geht diese Wanderreise wieder zu Ende. Wir starten nach dem Frühstück mit der Rückreise und kommen in Freiburg gegen 22:00 Uhr an. (965 km)

Schwierigkeitsgrad der Wanderungen

Die Wanderungen sind für geübte Wanderer die reinste Freude. Sie führen durch herrliche Berglandschaften, durch Schluchten tief hinunter ans Wasser und hinauf zu Aussichtspunkten, zweimal davon in der Halbwüste, einmal mit Blick auf das Meer. Die Streckenlänge beträgt 6 - 14 Kilometer, wobei eher die Höhenmeter, also die Bergauf- und Bergabstrecken für eine gewisse Erschöpfung sorgen und nicht die Streckenlänge. Meist haben wir etwa 300 bis 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg.Trittsicherheit auf den hier üblichen steinigen Wegen ist Voraussetzung, ebenso gute, vorzugsweise hohe, eingelaufene Wanderschuhe. Da wir immer wieder gefragt werden, wie viele »Stiefel« unsere Wanderungen haben, dann sind es Wanderungen, die sich grundsätzlich etwa im Zwei-Stiefel-Bereich bewegen.

Am besten, Sie lesen einfach die Beschreibungen der einzelnen Tage. Bevor Sie sich Sorgen machen, das nicht zu schaffen, gehen Sie einfach hier in Deutschland an Ihren freien Tagen wandern und bauen Sie in Ihren Alltag möglichst viele Schritte ein. Nicht jeden Weg muss man mit dem ÖPNV, dem Fahrrad oder dem Auto zurücklegen. Wie wäre es, wenn Sie die 2- 3 Kilometer, die Sie zur Arbeitsstelle, zum Arzt oder zum Einkaufen vielleicht haben, einfach zu Fuß gehen? So sorgen Sie schon für eine gewisse Grund-Kondition. Nicht dass alle Mitreisenden Hochleistungssportler wären und wir Extremtouren machen würden, nein, bei Weitem nicht, auf gar keinen Fall. Aber manchmal müssen wir einfach darauf hinweisen, dass Wanderreisen so heißen, weil gewandert wird und nicht spazieren gegangen. Und dass eine gewisse Grundfitness einfach vonnöten ist – und die ist übrigens nicht vom Alter abhängig! Wenn Sie Zweifel haben, dann können Sie gerne auch mitkommen, wenn Sie sich den Wanderungen nicht gewachsen fühlen. Wir helfen auch Spaziergängern gerne weiter, aber ein bisschen selbständig müssen Sie dann sein, aber das ist meistens der Fall bei unseren Mitreisenden ... Okay? 

Reiseroute

Reiseroute

Wir wohnen in handverlesenen guten und sehr guten, meist kleineren Hotels, davon zwei Nächte im historischen Parador von Olite. Alle Übernachtungen mit umfangreichen Frühstücksbüffets, so wie es viele Deutsche lieben, und die kaum Wünsche offen lassen.

Abends gehen wir in gute Restaurants, gelegentlich essen wir auch im Hotel, wie z.B. im Parador von Olite.

Freiburg, Konzerthaus06:00 Uhr
Freiburg Bissierstraße Park & Ride Platz06:10 Uhr
Alter Zoll Neuenburg Autobahnausfahrt Müllheim/Neuenburg06:38 Uhr

Weitere Abfahrtsorte auf Anfrage.
pro Person im Doppelzimmer (inkl. HP)
1.890 €
nach dem 03.03.2019
2.090 €
Unterbringung im Einzelzimmer (inkl. HP)
2.340 €
nach dem 03.03.2019
2.540 €
Bildrechte: istock, Avanti Busreisen, Picasa