NEU: Wege des Wassers - Der Rhein

Von der Quelle bis zur Mündung 

10.07. - 21.07.2023 Plätze verfügbar

Für viele, die mit uns reisen, ist der Rhein seit frühester Kindheit ein Begriff, weil sie mehr oder weniger in seiner Nähe aufgewachsen sind. Er gehört zu ihrem Leben wie Frühling und Herbst, wie Sonne und Regen, wie Luft und Wasser. Er ist einfach da, schon immer da gewesen, mit der größten Selbstverständlichkeit. Mit dieser Selbstverständlichkeit, die in der Schweiz beginnt und in der Nordsee endet und dabei mitten durch unsere schöne Region kommt, wollen wir uns auf dieser neuen Reise beschäftigen.
Von der Quelle bis zur Mündung folgen wir seinem 1234 Kilometer langen Lauf und kommen dabei durch sechs Länder. Der Rhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt – doch seinen Anfang nimmt er weit weg von den großen Häfen, in den Schweizer Alpen in der Nähe des Oberalppasses. Sein Lauf prägt die Landschaften und Menschen an seinem Weg: die Rheinschlucht, der Bodensee, der Rheinfall bei Schaffhausen, die Frachtschiffe auf dem Oberrhein, die über Mannheim, Speyer, Karlsruhe und Straßburg bis in die Industrieregion von Basel gelangen, die Weltkulturerbestätten am Mittelrhein, Hafenmetropolen am Niederrhein und schließlich die Mündung in die Nordsee bei Rotterdam.
Diesen Fluss wollen wir ein wenig besser kennen lernen: Deshalb erkunden wir einen Teil der Rheinschlucht zu Fuß, fahren ein Stück mit dem Zug und mit dem Schiff. Wir lernen Städte wie Vaduz, Basel, Straßburg, Speyer, Xanten oder Den Haag aus einem neuen Blickwinkel kennen, selbst wenn sie teilweise nah an unserer Heimat sind. Wir verweilen zwei Nächte am Mittelrhein in Boppard an der Rheinschleife, erkunden den größten Binnenhafen der Welt und erfahren, wie die Windmühlen Hollands tiefer liegende Gebiete trockenhielten. Zum Abschluss sind wir im Mündungsgebiet des Rheins, übernachten zweimal in Scheveningen und genießen die Seeluft und das Meer.

Reisedaten und Preise

10.07. - 21.07.2023 12 Tage (Mo - Fr)
Pro Person im Doppelzimmer (inkl. HP)
2.950 €
nach dem 17.04.2023
3.250 €
Einzelzimmer (inkl. HP)
3.450 €
nach dem 17.04.2023
3.750 €
Teilnehmerzahl: 16 - 22 Personen

Höhepunkte

  • Der Rhein von der Quelle bis zur Mündung
  • Gute 1230 Flusskilometer
  • Wanderung durch die Rheinschlucht
  • Der Rheinfall bei Schaffhausen
  • Das Fürstentum Liechtenstein
  • Der Rhein im Bodensee
  • Der Rhein als Flussschifffahrtsstraße
  • Städte in der Region, die dem Rhein ihre Bedeutung verdanken: Basel und Straßburg
  • Weltkulturerbe Mittelrhein
  • Hafenrundfahrt durch den größten Binnenhafen der Welt

Leistungen

  • Fahrt im 5-Sterne-Fernreisebus
  • 11 x Übernachtung mit Frühstück in 3- und 4-Sterne Hotels
  • 10 x Abendessen, 1 x Mittagessen
  • Zugfahrt Sedrun – Chur
  • Schifffahrten auf Rhein und Ill
  • Weinprobe am Mittelrhein
  • Hafenrundfahrt Duisburg
  • Stadtführungen in Basel, Speyer, Xanten
  • Eintrittskosten im Rahmen des Programms

Emissionen

Gesamtstrecke im Bus: 70 kg CO2 pro Person.

Ein Flug dieser Strecke käme auf 520 kg CO2 p.P. Weitere Informationen
Reiseverlauf
Karte
Unterkunft
Zustiege
Hinweise
Reiseinformation

1. Tag | Freiburg – Oberalppass – Sedrun

Morgens um 7:00 Uhr geht unsere Reise am Konzerthaus in Freiburg los. Eine erste Pause legen wir in Luzern am Vierwaldstätter See ein. Weiter geht es auf der Gotthardstraße nach Andermatt und den Oberalppass hinauf. Die auf 2046 m ü. M. gelegene Passhöhe bietet grandiose Ausblicke auf das gesamte Urserntal und den Gemsstock. Wir lassen den türkisblauen Oberalpsee auf der Passhöhe auf uns wirken, denn in der Nähe in den Bergen entspringt der Rhein. Die Sportlichen unter uns unternehmen von hier aus bei entsprechendem Wetter eine Wanderung zum Tomasee, der als Quelle des Rheins gilt. Gute 8 Kilometer, knapp 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg, rund drei Stunden Gehzeit. Wir sehen hier oben außerdem den einzigen und höchstgelegenen Leuchtturm der Alpen, der als Symbol für die Verbindung zwischen Anfang und Ende des Rheins steht. Kurvenreich schlängeln wir uns hinunter nach Sedrun, unserem heutigen Tagesziel. Gemeinsames Abendessen im Hotel. (260 km)

2. Tag | Die Rheinschlucht erleben

Heute wollen wir uns mit dem wohl wildesten Teil der Rheinschlucht beschäftigen. Morgens bringt uns die Rhätische Bahn nach Valendas. Von hier aus wandern wir immer in der Nähe des Rheins und mit Blick auf die faszinierenden Felswände und Gesteinsformationen durch die Rheinschlucht. Mal auf, mal ab, mal als breiter Weg, mal als schmaler Pfad, insgesamt knapp 5 Kilometer sind wir unterwegs, mit 170 Höhenmetern Auf- und 200 m Abstieg. Zwischendurch sehen wir immer wieder die Rhätische Bahn vorbeiziehen auf ihrer Route durch den »Swiss Grand Canyon«. Für das letzte Stück nach Chur nehmen wir wieder den Zug, ein Erlebnis!
Wer nicht wandern möchte, fährt einfach die gesamte Strecke mit dem Zug. In Chur angekommen beziehen wir unser zentrales Hotel und machen vor dem Abendessen einen kleinen Bummel durch die älteste Stadt der Schweiz mit ihren malerischen Gassen, bevor wir gemeinsam zu Abend essen. (70 km)

3. Tag | Vaduz und der Bodensee

Mehr oder weniger entlang des Rheins fahren wir Richtung Norden. In Vaduz, dem Hauptort des Fürstentums Liechtenstein, finden wir eine Art kultureller Schatztruhe, wenn man das so nennen möchte, auf alle Fälle ein buntes Sammelsurium. Auf kleinstem Raum paart sich hier Architektur –  historisch, malerisch, bieder, modern und manchmal hässlich – mit Einkaufsmöglichkeiten. Einmal im Leben sollte man dort gewesen sein, damit man mitreden kann, manch einer oder einem reicht das dann vielleicht auch. Später gelangen wir an den Bodensee, in den der Alpenrhein mündet, und entlang des Schweizer Ufers nach Konstanz, wo er als Hochrhein blau-grün und glasklar den See verlässt. Wir beziehen unser Hotel und können noch ein wenig die vielleicht schönste Stadt am Bodensee entdecken. Fachwerkhäuser, enge Gassen, alles ein bisschen schief und krumm, viele von uns kennen die Stadt ja. Vielleicht nehmen wir einen Aperitif, bevor wir gemeinsam in einem guten Restaurant zu Abend essen? (140 km)

4. Tag | Stein am Rhein und der Rheinfall

Entlang des Rheinufers gelangen wir nach Stein am Rhein und in die historische Altstadt mit ihren Bürgerhäusern, die mit Fassadenmalereien, Erkern und Treppengiebeln verziert sind. Von hier aus unternehmen wir eine Fahrt auf dem Rhein nach Schaffhausen: Gleich nach Stein am Rhein zeigt sich der Rhein von seiner wild-romantischen Seite. Der Fluss schlängelt sich durch eine idyllische Landschaft nach Schaffhausen. Bevor wir den Rheinfall erreichen, steigen wir aus, denn über eine Breite von 150 Metern stürzen gewaltige Wassermassen an die 25 Meter tief über Felsen hinunter. Ein beeindruckendes Schauspiel, vor allem, da wir nun wissen, wo all dieses Wasser herkommt.
Weiter geht es, noch näher an unsere Heimat, nämlich nach Basel, wo der Rhein für die Entwicklung der Stadt eine überragende Rolle spielte und heute immer noch spielt. Wir übernachten mitten in der Stadt und sehen Basel heute vielleicht ein wenig mit anderen Augen als sonst. Gemeinsames Abendessen. (130 km)

5. Tag | Dem Rhein entlang nach Straßburg

Nun folgen wir dem Rhein auf der französischen Seite bis Straßburg, die deutsche kennen wir ja zur Genüge, oder nicht? Freiburg lassen wir rechts liegen und kehren urig und gemütlich im Elsass, oder genauer gesagt auf einer Insel im Rhein, zum Mittagessen ein. Am Nachmittag erreichen wir die größte Stadt am Oberrhein: Straßburg. Während einer Bootsfahrt auf der Ill sehen wir die Stadtmitte, das kaiserliche Stadtviertel der Neustadt bis hin zum Europäischen Parlament aus einer einzigartigen Perspektive. Auch hier wohnen wir zentral. Der restliche Nachmittag und Abend stehen uns frei für individuelle Unternehmungen und manche von uns erinnern sich an frühere Zeiten hier. (150 km)

6. Tag | Domstadt Speyer

Wir erreichen die mehr als 2000-jährige Dom- und Kaiserstadt Speyer gegen Mittag und gehen auf Entdeckungstour. Die idyllische Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen, den liebevoll restaurierten Häusern sowie die historischen Sehenswürdigkeiten lassen die Geschichte sprechen. Unser Hotel liegt zentral, so dass wir den Rest des Nachmittags frei verbringen können, bevor wir uns zum Abendessen treffen. Sie sehen, es geht ruhig zu auf dieser Reise, wir haben freie Zeiten und können alles auf uns wirken lassen. (120 km)

7. Tag | Rheingau und Weltkulturerbe Mittelrhein

Sagenhaft schön! Das Mittelrheintal und der Rheingau faszinieren: Charakteristisch sind die zahlreichen Burgen und Schlösser auf den Anhöhen des Rheins, der Mythos der Loreley, die kleinen Städtchen mit ihren Fachwerkbauten und natürlich auch das Weinbaugebiet. Damit wollen wir uns in den nächsten zwei Tagen beschäftigen, mitten im Gebiet des UNESCO-Welterbes. Wir widmen uns Eltville, einer »Perle« im Rheingau, geschichtsträchtig, liebevoll restauriert mit prächtigen Fachwerkhäuschen in der Altstadt. Oben auf dem Felsen erwartet uns der Kultur- und Landschaftspark der Loreley, von dem aus sich spektakuläre Blicke in das canyonartige Durchbruchstal des rheinischen Schiefergebirges eröffnen. Später kommen wir nach Boppard, wo wir zwei Nächte im Bellevue Rheinhotel wohnen, ein ausgezeichnetes Traditionshotel direkt am Rheinufer. Gemeinsames Abendessen im Restaurant. (200 km)

8. Tag | Verweilen

Ein Tag ohne Bus und Fahrt ist auch mal schön! An der größten Rheinschleife gelegen bietet Boppard die steilsten Weinberge, eine der schönsten Uferpromenaden am Mittelrhein und die ältesten erhaltenen Kastellmauern nördlich der Alpen. Wir können durch die Altstadt bummeln, eine Schifffahrt unternehmen oder mit der Sesselbahn zu den schönsten Ausblicken auf das malerische Rheintal und die Rheinschleife fahren. Der komplette Vormittag ist frei! Erst am Nachmittag widmen wir uns ein wenig dem Wein und verkosten ihn bei einem Fachvortrag im Gewölbekeller des Hotels. Mal sehen, was die Badener davon halten.

9. Tag | Größter Binnenhafen und Römerstadt

Zwei spannende Besichtigungen am Niederrhein sind heute geplant. Mitten im Herzen Europas, direkt an der Mündung der Ruhr in den Rhein, liegt der größte Binnenhafen der Welt. Duisburg ist »die« Stadt am Wasser und verfügt sogar über mehr Brücken als Venedig! Wir gehen »auf große Fahrt«, und schippern bei einer Hafenrundfahrt durch den Wirrwarr der Hafenbecken, Frachtkähne und Lagerhäuser. Danach kommen wir nach Xanten, heute ein idyllisches Städtchen auf dem Lande. In der Antike dagegen war der Ort eine der größten Städte in den germanischen Provinzen Roms. Bei einer Führung durch die Altstadt begegnen wir dieser Geschichte auf Schritt und Tritt. Wir übernachten mitten in Xanten. (250 km)

10. Tag | Ur-holländisch – Die Windmühlen von Kinderdijk

In den Niederlanden verzweigt sich der Rhein stark und wird auch Deltarhein genannt. Wir sehen die malerischen und ur-holländischen Windmühlen von Kinderdijk, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören und lernen, wie sich die Holländer seit über 1000 Jahren mit dem Wasser auseinandersetzen. Am Nachmittag erreichen wir das Meer, das riesige Meer, in welches sich der Rhein ergießt. Unser Ziel ist das Seebad Scheveningen mit seinem großen Strand und dem weiten Blick aufs Meer. Wie wäre es danach mit einem Spaziergang entlang der Promenade, bevor wir gemeinsam zu Abend essen? (220 km)

11. Tag | Scheveningen

Ein Tag zum Entspannen zum Ende dieser langen Reise entlang des Rheins, weswegen wir nur ein kleines Programm eingeplant haben. Vormittags fahren wir in das benachbarte »Königliche Den Haag«, schlendern durch die Gassen und könnten am Haager Platz einen Kaffee trinken. Den Nachmittag lassen wir frei in Scheveningen. Ein Bad in der Nordsee oder ein Spaziergang auf dem Pier? Alles, bloß keinen Stress! Abends gibt es das letzte gemeinsame Abendessen auf dieser Reise. (10 km)

12. Tag | Scheveningen – Freiburg

Unsere Reise geht dem Ende zu, 1234 Kilometer sind wir dem Rhein von der Quelle bis zur Mündung gefolgt und haben vielfältige Eindrücke gewonnen. Von Scheveningen geht es auf direktem Weg zurück nach Freiburg. Ankunft voraussichtlich gegen 19 Uhr. (700 km)

Karte
Unterkunft
Abfahrtsorte
Hinweise
Bildrechte: mtk Dagmar Schwelle, Avanti Busreisen, Basel Tourismus, www.otstrasbourg.fr_Christophe Hamm, Klaus Landry, pxhere, Claire Droppert, iStock Louis Dhondt, Stepmap,