NEU: Wege des Wassers - Der Po

Von der Quelle bis zur Mündung 

28.08. - 06.09.2023 Plätze verfügbar
Sommerferien BW (27.07. - 10.09.2023)

Der längste Fluß Italiens und neben dem Tiber wahrscheinlich auch der bekannteste trägt den lustigen Namen »Po«. Das Quellgebiet des Po in den Cottischen Alpen im Piemont nahe der italienisch französischen Grenze befindet sich an den nördlichen Hängen des 3841 m hohen Monte Viso oder Monviso. Und die Mündung? Sie bildet ein Delta und liegt grob gesagt an der Adria etwas südlich von Venedig und nördlich von Ravenna. Von der Quelle bis zur Mündung misst der Po 652 Kilometer, er versorgt Städte und Dörfer, Landwirtschaft und Industrie mit Wasser und ist damit die Lebensader Norditaliens. Wir alle haben von der berühmten Poebene gehört, die im Norden von den Alpen und im Süden vom Apennin begrenzt wird. Über Jahrtausende haben sich an den Ufern des Po Städte wie Turin, Pavia, Piacenza, Cremona oder Ferrara gebildet, alles Orte, die wir auf dieser Reise besuchen werden. Darüber hinaus werden wir ein echtes Stück Italien ohne allzugroße Touristenmassen kennenlernen, das uns hoffentlich ein wenig von seiner Seele preisgibt. 

Reisedaten und Preise

28.08. - 06.09.2023 10 Tage (Mo - Mi)
Pro Person im Doppelzimmer (inkl. HP)
2.250 €
nach dem 05.06.2023
2.450 €
Einzelzimmer (inkl. HP)
2.650 €
nach dem 05.06.2023
2.850 €
Teilnehmerzahl: 16 - 24 Personen

Höhepunkte

  • Die Quelle des Po
  • Das Podelta
  • Wunderbare Städte entlang des Po
  • Bedeutende Bauwerke der Kulturgeschichte

Leistungen

  • Busfahrt im 5-Sterne-Fernreisenbus mit vergrößertem Sitzabstand
  • 8 x Übernachtung mit Frühstück in guten und gut gelegenen Hotels (2 x 3-Sterne, 6 x 4-Sterne Landeskategorie)
  • 8 x Abendessen in ausgesuchten Restaurants bzw. im Hotel
  • Führungen in den Städten Turin, Pavia, Piacenza, Cremona und Ferrara
  • Führung zur Quelle des Po
  • Führung in den Abteien von Pavia und Pomposa
  • Führung im Wasserkraftwerk
  • Führung durch das Podelta
  • Bootsfahrt durch das Podelta
  • Besuch eines Aale verarbeitenden Betriebes  
  • Reisebegleitung

Emissionen

Gesamtstrecke im Bus: 60 kg CO2 pro Person.

Ein Flug dieser Strecke käme auf 465 kg CO2 p.P. Weitere Informationen
Reiseverlauf
Karte
Unterkunft
Zustiege
Hinweise
Reiseinformation

28.08. 1. Tag | Freiburg – Saluzzo im Piemont

Da der Po im Westen Italiens entspringt, können wir heute auf dem Wege zu seinem Ursprung einmal eine etwas andere Route als die für uns meist näherliegende Gotthardroute nehmen. Wir starten um 8 Uhr am Konzerthaus und fahren über Basel zunächst Richtung Bern und weiter an den Genfer See. Ein Stück weit folgen wir der Rhône flussaufwärts und kommen über den Großen Sankt Bernhard nach Italien ins Aostatal. Etwas später fahren wir an Turin vorbei und überqueren kurz vor unserem Ziel zum ersten Mal den Po. In Saluzzo im Valle Po treffen wir am späten Nachmittag ein. Hier haben wir ein nettes 3-Sterne-Hotel am Ortsrand gebucht und gehen in ein gutes Restaurant des Städtchens zum Abendessen. (550 km)

29.08. 2. Tag | Die Quelle des Po und der junge Bach

Die Quelle des Po liegt beim Pian del Ré auf 2020 m Höhe unterhalb des Monviso und ist mit unserem eigenen Bus nicht erreichbar, wohl aber mit einem Besuchershuttle. Dorthin machen wir heute einen Ausflug, sehen tatsächlich die Quelle des Po und und die wunderbare Bergwelt des Monviso-Gebietes und des Tales des Po. Hier in den Alpen ist er noch nicht der große träge Fluß, den wir kennenlernen werden, sondern ein mehr oder weniger kleines Bächlein, dem ein sehr trockener Sommer durchaus zu schaffen macht. Eine zweite Übernachtung in Saluzzo. (80 km)

30.08. 3. Tag | Nach Turin

Wir folgen dem Po Richtung Norden und sehen, wie er nach dem Zusammenfluss mit dem Pelice zu einem »richtigen« Fluss geworden ist. Am späten Vormittag erreichen wir eine der größten und bedeutendsten Städte an seinem Lauf: Turin! Wir heißen unseren Stadtführer im Bus willkommen und unternehmen zunächst eine Stadtrundfahrt, danach sind wir zu Fuß in der Hauptstadt des Piemont unterwegs. Über mehrere Jahrhunderte war Turin Sitz des Königshauses der Savoyen und Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches, 14 verschiedene Schlösser in Turin und Umgebung zeugen von dieser herrschaftlichen Vergangenheit. Turin ist heute eine elegante Residenzstadt mit französisch inspirierten Kolonnaden, vornehmen Kaffeehäusern und einer Architektur, die an Paris erinnert. Wir wohnen absolut zentral in einem 4-Sterne-Hotel und gehen in einem guten Restaurant in der Nähe zum Abendessen. (60 km)

31.08. 4. Tag | Nach Pavia entlang des Po auf Landstraßen

Auf der alten Landstraße und damit größtenteils entlang des Po fahren wir weiter nach Vercelli. Die Stadt liegt im Zentrum eines der größten Reisanbaugebiete Europas, was ihr die Bezeichnung »Hauptstadt des europäischen Reisanbaus« eingebracht hat. Früher war die Ebene im Bereich des Po und seines Zuflusses ein riesiges Sumpfgebiet, das aber von Mönchen trockengelegt und urbar gemacht wurde. Hier sehen wir uns auf einem landwirtschaftlichen Betrieb den Anbau und die Verarbeitung von Reis an, der die Stadt und ihr Einzugsgebiet reich gemacht hat. Danach kommen wir nach Pavia, nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der schönsten Städte der Lombardei. Schon von weitem erkennbar ist die schöne überdachte Brücke über den Ticino, der jenseits der Stadtgrenzen den Po erreicht. Ihre malerische Lage, ihr historisches Zentrum mit seinen vielen Gassen und Plätzen, ihre vielen bedeutenden Kirchen und eine der ältesten Universitäten Italiens sind der Grund für unseren Besuch.
Wir unternehmen einen Spaziergang, später am Abend wird einer der Gänge des Menüs wahrscheinlich ein Risotto sein. Übernachtung in Pavia in einem guten, zentralen 4-Sterne-Hotel. (160 km)

01.09 5. Tag | Über Certosa di Pavia nach Piacenza

Zunächst geht es zur Certosa di Pavia, eine ursprünglich für den Kartäuserorden erbaute wunderschöne Klosteranlage aus dem 14. Jahrhundert, die zu den bedeutendsten Baudenkmälern Oberitaliens gehört und heute von Zisterziensermönchen bewohnt wird. Danach ist es nicht weit bis Piacenza in der Emilia Romagna am südlichen Ufer des Po, einst ein wichtiger Knotenpunkt für Händler und Pilger, aber auch für Soldaten und Künstler auf ihrer Reise Richtung Süden. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im sechzehnten Jahrhundert, als Piacenza von den Farnese zur Hauptstadt ihres Herzogtums ernannt wurde. Am Nachmittag haben wir eine Führung durch die sehenswerte Altstadt, die als Geheimtipp gehandelt wird. Heute Abend lassen wir uns unter anderm den Culatello schmecken, einen Rohschinken, der in einem der Nachbarorte, in Zibello am Po hergestellt wird. Eine lokale Delikatesse, die als »König der italienischen Fleisch- und Wurstwaren« bezeichnet wird. Gut, nicht wahr? Wir wohnen wieder einmal ganz zentral in einem 4-Sterne-Hotel, nur wenige Schritte entfernt von der Piazza Cavalli mit dem Palazzo Gotico mit seinen beiden Reiterstatuen. (70 km)

02.09. 6. Tag | Von Piacenza in die Geigenbauerstadt Cremona  

Auf dem Weg nach Cremona, das wieder auf der anderen Seite des Po in der Lombardei liegt, machen wir einen Halt, um uns eines der größten Wasserkraftwerke Italiens anzusehen. Bei der Poinsel Serafina befindet sich die Anlage Enel Green Power - Centrale Idroelettrica Isola Serafini. Außerdem können wir hier einen kleinen Spaziergang entlang des Ufers unternehmen. Anschließend kommen wir nach Cremona: Am Ufer des Po und zentral in der Poebene gelegen, hatte Cremona bereits zu römischen Zeiten eine große Bedeutung als Handelszentrum. Das Zentrum der mittelalterlichen Stadt konzentriert sich um die Piazza del Comune, wo sich der Dom von Cremona erhebt und sich unweit davon auch unser Hotel befindet. Die Kathedrale im romanischen Baustil mit Elementen der Gotik, der Renaissance und des Barocks bildet zusammen mit Baptisterium und Glockenturm das Ensemble Piazza del Comune. Bekannt ist Cremona in erster Linie durch seine lange Tradition im Geigenbau. Namen wie Stradivari, Amati und Guarneri machten die Stadt berühmt. Auch heute noch gibt es zahlreiche Werkstätten der Geigenbauer, die sich in Cremona niedergelassen haben und die berühmte Tradition fortführen. Das Handwerk des Geigenbaus in Cremona wurde im Dezember 2012 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Ausgangspunkt für unsere kleine Stadtbesichtigung von Cremona ist der Domplatz mit seinen einladenden Cafés, von denen man einen wunderbaren Blick auf den Dom mit seinem 111 m hohen Glockenturm Torrazzo genießen kann. Unser 4-Sterne-Hotel liegt nur wenige Schritte vom Dom und nur wenige hundert Meter vom Violinenmuseum entfernt. Abendessen und Übernachtung in Cremona. (50 km)

03.09. 7. Tag | Cremona – Colorno – Ferrara  

Auf der Landstraße folgen wir dem Po nach Colorno, um uns den königlichen Palast anzuschauen, in dem Fürstin Marie Louise im 19. Jahrhundert ihre Sommer in diesem »kleinen Versailles« verbrachte. Heute hat hier ALMA ihren Sitz, eine Berufsschule für Kochkunst, die sich auf die italienische Food & Fine-Dining-Küche und den italienischen Stil im Gastgewerbe konzentriert, schließlich sind wir erstens in der für ihr gutes Essen bekannten Emilia Romagna und zweitens nicht weit von Parma entfernt, das die Welt mit Parmesankäse und Parmaschinken beglückt. Mal sehen, welche kunlinarischen Erfahrungen wir bei dieser Gelegenheit machen.
Am Nachmittag treffen wir in Ferrara ein. Die Stadt Ferrara entstand im Mittelalter und erlebte ihre Blütezeit unter der Herrschaft der Familie Este im 14.-16. Jahrhundert. Seit dieser Zeit ist der Stadtkern fast unverändert erhalten geblieben, was Ferrara zu einer außerordentlich reizvollen Stadt macht. Außerdem ist die gesamte Altstadt autofrei. Ferrara zählte zu den Mitbegründern der italienischen Renaissance und war eine der europäischen Hauptstädte der Kultur, der Kunst, der Politik, der Gastronomie sowie Bezugspunkt für Künstler, Dichter und Sänger. Die Este-Dynastie schaffte es, im Verlauf von drei Jahrhunderten eine ländliche Stadt in ein Meisterwerk der Renaissance zu verwandeln, das heute zum UNESCO Welterbe der Menschheit gehört. Wir haben nach unserer Stadtführung Zeit zur freien Verfügung und treffen uns später zum Abendessen. (180 km)

04.09. 8. Tag | Durch das Podelta nach Chioggia

Nachdem wir dem Po auf seinem langen Wege von den Alpen im italienisch-französischen Grenzgebiet zwischen Apennin und Alpen bis hier her gefolgt sind, steht heute die Mündung des Po und sein Delta auf dem Programm. Inmitten dieses Mündungsdeltas sehen wir uns zunächst die ehemalige Abtei von Pomposa an, »ein Meisterwerk der romanischen Baukunst und einer der bedeutendsten romanischen Gebäudekomplexe in Oberitalien. Besonders hervorzuheben sind hier die Basilika (9.–12. Jh.), die Klostergebäude (13/14. Jh.) und der Campanile (1063) sowie Fresken des 14. Jahrhunderts«, wie bei Wikipedia zu lesen ist. Dass Italiens größter Fluss auch ein Faktor für die Kulinarik Italiens ist, werden wir etwas später erleben, wenn hier im Podelta einen Betrieb besichtigen, der sich auf die Verarbeitung von Aalen spezialisiert hat. Danach fahren wir nach Chioggia, das etwas am Rande des Podeltas schon im Bereich der Lagune von Venedig liegt. In Chioggia gehen wir in einem wunderbaren Restaurant zum Abendessen und übernachten hier gleich zwei Mal im wunderschön gelegenen 4-Sterne-Grandhotel der Stadt. (140 km)

05.09. 9. Tag | Chioggia und das Delta des Po

Mit einem Boot und einem Führer werden wir heute die einzigartige, geschützte Wasser-, Pflanzen- und Tierwelt des Podeltas erkunden. Wir kommen so rechtzeitig zurück, dass wir uns auch in Chioggia noch umsehen können. Natürlich kann sich Chioggia nicht mit Venedig und seinem Kunstreichtum messen. Ein Spaziergang durch den Corso del Popolo und vor allem am Kanal Vena entlang lässt aber manchmal vergessen, dass man sich nicht im weiter nördlich gelegenen Venedig befindet. Nicht umsonst wird Chioggia auch Klein-Venedig genannt. Alles ist hier kleiner, intimer und auch weniger von Touristen überlaufen.
Eine letztes gemeinsames Essen in dieser Stadt beschließt den letzten Abend dieser wundervollen Reise. (50 km)

06.09. 10. Tag | Vom Po an die Dreisam

Jetzt geht es zurück! Nein, wir haben keine Chance unseren Aufenthalt zu verlängern, es sei denn Sie verabschieden sich von der Gruppe und bleiben noch ein paar Tage. Kein Problem, die Züge Richtung Mailand und weiter durch die Schweiz fahren häufig. Wir aber nehmen Platz im Bus und lassen uns nach Deutschland fahren. Auf direktem Wege via Mailand, Bellinzona, Luzern und Basel sind es ziemlich genau 677 Kilometer, die wir voraussichtlich gegen 19 Uhr entspannt hinter uns gelassen haben.

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