Auf der Balkanroute nach Griechenland wenige Plätze verfügbar

über Triest, Zagreb, Belgrad und Skopje

Eine der wichtigsten Verbindungen innerhalb Europas und mit dem Nahen Osten ist der sogenannte Autoput. Die Strecke, die Mitteleuropa über Zagreb und Belgrad mit Athen oder Sofia und Istanbul verbindet, wurde in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts berühmt-berüchtigt. Hier fand - und findet – der Warentransport durch das ehemalige Jugoslawien Richtung Südosteuropa und den Orient statt. Ihren schlechten Ruf erhielt die Strecke jedoch durch die vielen Gastarbeiter und LKW-Fahrer, die oftmals völlig übermüdet auf der damals noch zweispurigen, maroden Fernstraße unterwegs waren. In den neunziger Jahren wurde der Autoput wegen des Kriegs in Jugoslawien nahezu unpassierbar, mittlerweile ist diese Hauptverkehrsachse eine gut ausgebaute, vierspurige Autobahn mit weit weniger Verkehrsaufkommen, als wir es in Mitteleuropa vorfinden. So gefahrlos sich mittlerweile der Transitverkehr gestaltet, so spannend sind die Städte und Landschaften, die am Wege liegen, wenn man sich ihnen vorurteilsfrei nähert.

Wir beginnen mit der italienischen Stadt Triest, die lange Zeit österreichisch und später aufgrund ihrer Randlage zu Slowenien benachteiligt war, heute jedoch als Tor nach Osteuropa prosperierend. Durch die schöne, waldreiche Landschaft Sloweniens erreichen wir Zagreb, Hauptstadt des EU-Mitglieds Kroatien. Eine halbe Tagesreise durch die pannonische Tiefebene weiter: Serbiens Hauptstadt Belgrad, eine Großstadt voller Widersprüche, heruntergekommen und aufgeputzt, arm, aber offen und freundlich zu uns Besuchern. Und noch weiter im Südosten, in der dramatisch schönen Landschaft des Balkans, dann Skopje, das neue Zentrum mit monumentalen Protzbauten um Bedeutung heischend, und wo das osmanische Viertel einen angenehmen Gegenpol bildet. Eine landschaftlich weiterhin ausgesprochen schöne Strecke bringt uns dann nach Griechenland.

Zum Entspannen am Meer verbringen wir dort ein paar Tage in einem kleinen Strandhotel bei Thessaloniki. Nach einem Besuch der Meteoraklöster und des Grabes des Vaters von Alexander dem Großen, Philipp II. kehren wir mit dem Schiff von Nordgriechenland nach Italien zurück und mit einer Zwischenübernachtung in Ravenna nach Freiburg.

Reisen Sie mit und lernen Sie einen unbekannten Teil Europas kennen, der sich mittlerweile exotischer anfühlt als viele Regionen unserer globalisierten Welt!

Planung und Durchführung

Avanti-Gründer Hans-Peter Christoph hat die Strecke von Ende der Siebziger bis in die Neunziger Jahre unzählige Male mit LKW und Bus befahren. Vergangenes Jahr hat er sich im Rahmen unserer Überraschungsreisen dorthin aufgemacht, um zu sehen, was und wie sich die Länder und Menschen entlang der Balkanroute verändert haben. Wie alle Mitreisenden war er fasziniert und begeistert. Exotischer geht es wohl kaum in Europa.

Gästezitat

»Liebe Ina und lieber Hanspeter,
ich habe jede Minute genossen. Ein geheimer Wunsch, einmal den Balkan (wenigstens teilweise) zu bereisen ist in Erfüllung gegangen. Ich bin begeistert. Der gemütliche zweite Teil – in dem uns Hanspeter SEIN Griechenland nahe gebracht hat – war aber nicht minder spannend und wunderschön. 12 Tage reiner Genuss, danke, danke, danke! Auch die Mitreisenden waren alle fröhlich, nett und sehr kollegial, kein einziger Meckerer weit und breit, also auch an dieser „Front“ nur Entspannung und Fröhlichkeit pur. Mehr kann eine Reise nicht bieten. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Reisen.« Heidi B., Basel

ReiseinformationKarteUnterkunftZustiegePreise

1. Tag, Montag, 11.09. | Freiburg – Triest

Unsere erste Etappe bringt uns durch Oberitalien nach Triest im äußersten Osten des Landes. Über 600 Jahre, bis ins 20. Jahrhundert, gehörte Triest zur Habsburgermonarchie beziehungsweise zu Österreich-Ungarn und war der bedeutendste Handelshafen. Durch den Ost-West-Konflikt in die Bedeutungslosigkeit abgedriftet, beginnt Triest seine Stellung heute als Vorteil zu begreifen und zu nutzen, denn sie stellt das Tor Italiens nach Osteuropa dar. Der Reiz der Stadt für den Besucher liegt nicht nur in den Zeugnissen der habsburgischen und der multikulturellen Vergangenheit, sondern vor allem in der Mischung, die diese Vergangenheit mit der italienischen Gegenwart eingegangen ist. Wir drehen mit dem Bus eine Runde durch die Stadt und gehen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels gut italienisch essen. (810 km)

2. Tag, Dienstag, 12.09. | Triest – Zagreb

Nach dem Frühstück begeben wir uns auf eine Stadtführung durch Triest, nach der Mittagspause machen wir uns auf zur nur wenige Kilometer entfernte Grenze nach Slowenien. Auf einer landschaftlich schönen Strecke fahren wir an der Hauptstadt Ljubljana vorbei und treffen in Zagreb am Fuß des Medvednica-Gebirges gegen Abend ein. Gemeinsames Abendessen, zwei Übernachtungen zentral in der kroatischen Hauptstadt. (240 km)

3. Tag, Mittwoch, 13.09. | Zagreb

Am heutigen Vormittag werden wir durch die Stadt spazieren und uns all die Sehenswürdigkeiten zeigen lassen, die die 800.000 Einwohner zählende Hauptstadt Kroatiens zu bieten hat. Wir versprechen Ihnen, Sie werden begeistert sein vom Charme der Stadt mit ihren 40.000 Studenten, von Ober- und Unterstadt, den mittelalterlichen Gassen, ihren prachtvollen Gebäuden, Parks, Fußgängerzonen und den unzähligen Cafés. Den Nachmittag lassen wir frei, damit Sie die spezifische Atmosphäre dieser schönen Stadt, die überdies nahezu touristenfrei ist, genießen können.

4. Tag, Donnerstag, 14.09. Zagreb – Belgrad

Auf der Autobahn geht es nun weiter durch die pannonische Tiefebene Richtung Belgrad. Gegen Mittag erreichen wir die Grenze zu Serbien, und beim Procedere der Ein- und Ausreise werden Erinnerungen wach an Zeiten, als es in Europa noch an jeder Landesgrenze Schlagbäume, Warteschlangen und mürrische Zöllner gab, den Obrigkeitsstaat verkörpernd, dessen Willkür man ohnmächtig ausgeliefert war und den sich neuerdings so viele zurück wünschen. Hier verlassen wir die EU und reisen in Serbien ein, ein spannender Vorgang. Am frühen Nachmittag haben wir bereits Belgrad erreicht und unternehmen gleich eine Orientierungsfahrt mit unserem Bus, die uns die ausgezeichnete Lage der Stadt am Zusammenfluss von Save und Donau klar und mit dem aus sozialistischer Zeit stammenden Gebäuden und Stadtteilen in allen Erhaltungsstadien bekannt macht. So etwas hat Mitteleuropa nicht zu bieten. Abends essen wir in einem guten Restaurant im Zentrum. Zwei Übernachtungen zentral in Belgrad. (395 km)

5. Tag, Freitag, 15.09. Belgrad

Mit einer über 7.000-jährigen Geschichte ist Belgrad, die Hauptstadt Serbiens mit heute 1,6 Millionen Einwohnern einer der ältesten durchgehend besiedelten Orte Europas. Eine dynamische, energiegeladene, kreative, faszinierende Stadt, die von den starken Widersprüchen der Nachkriegsphase und den sozialen Umbrüchen des Postsozialismus geprägt ist. Am Vormittag sehen wir uns die Innenstadt an, kommen zum Kalemegdan, den Ruinen der gewaltigen Festung über der Stadt. Über Jahrhunderte umkämpft zwischen Türken und Österreich, baulich von beiden Völkern geprägt, dient das Gelände mit der fantastischen Aussicht auf Save und Donau heute als Park der Stadt. Wir sehen Gebäude der unterschiedlichsten Baustile und erreichen durch die Fußgängerzone das Bohemeviertel Skadarlija im Zentrum der Altstadt. Hier finden sich viele Kneipen, Cafés und Restaurants, teilweise die ältesten Belgrads. Zahlreiche Künstler, die prägend für die serbische Kultur waren, haben hier ihre Zeit verbracht. Spannend, faszinierend interessant, erschreckend und verstörend, aber auch unglaublich schön und atemberaubend, was wir alles zu sehen bekommen. Und auch hier in Belgrad wie vorgestern in Zagreb und morgen in Skopje: Es sind kaum andere Reisende zu sehen.

6. Tag, Samstag, 16.09. Belgrad – Skopje

Weiter geht es auf dem Autoput. Nach knapp drei Stunden, auf der Höhe von Nis, teilt sich die Hauptverkehrsachse in den Strang, der Richtung Sofia und Istanbul verläuft und jenen, der Richtung Skopje bis nach Athen reicht. Wir kommen nun ins Bergland, auf faszinierend schöner Strecke durch das enger werdende Tal des Morava-Flusses an die serbisch-mazedonische Grenze. Wieder eine Grenzabfertigung, zunächst auf serbischer, danach auf mazedonischer Seite und wir erreichen kurz darauf Skopje, die ins Staunen versetzende Hauptstadt des neuen Staates, das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes, orthodoxer Bischofssitz und Sitz des Großmufti. Ja, das Staunen und Kopfschütteln lässt uns nicht mehr los an diesem Nachmittag, wenn wir uns zunächst das moderne, von Prachtbauten und monumentalen Denkmälern im Stile totalitärer Regimes Zentralasiens geprägte Zentrum rund um unser Hotel ansehen. Ein krasser, liebenswerter Gegensatz dazu sind auf der anderen Seite des Flusses Vardar, den wir auf der alten Steinbrücke überqueren, die noch verbliebenen Reste der Altstadt aus osmanischer Zeit mit ihren Moscheen, Basaren, Karawansereien und Medresen. Abendessen und Übernachtung zentral in Skopje. (440 km)

7. Tag, Sonntag, 17.09. Skopje – Korinos

Am Vormittag lassen wir uns noch etwas Zeit in dieser so gegensätzlichen Stadt, dann jedoch sitzen wir wieder im Bus und folgen einer wilden, ursprünglich gebliebenen Landschaft entlang des Vardar-Flusses, der sich zwischen den Bergen seinen Weg zum Mittelmeer sucht. Bei Idoumeni reisen wir wieder in die EU ein. In Vergina erwartet uns später ein faszinierendes Zeugnis aus der Antike: Die kürzlich entdeckte, spektakuläre Grabanlage Philipps II, dem Vater Alexanders des Großen. Danach ist es
nicht mehr weit bis zu unserem Hotel am Meer. (270 km)

8. Tag Montag, 18.09. Korinos

Vor unserem Hotel verliert sich ein endlos langer Sandstrand in der Ferne, hinter uns ragt der Götterberg Olymp knapp 3.000 m hoch in den blauen, griechischen Himmel. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zur Chalkidiki und wir sehen die Halbinseln Kassandra und Sithonia. Hier entspannen wir uns für die nächsten beiden Tage, denken über das Erlebte der vergangenen Tage nach, nehmen ein Buch zur Hand, flezen im Liegestuhl am Strand, schwimmen, laufen, oder lassen es uns auf der Hotelterrasse oder in einem Café oder Restaurant gut gehen.

9. Tag, Dienstag, 19.09 Korinos

Wer die ruhige, schöne Umgebung nicht »erträgt« und noch nicht genug von interessanten Städten hat, könnte am heutigen freien Tag nach Thessaloniki fahren, die zweitgrößte Stadt Griechenlands ist ganz unkompliziert mit dem Zug zu erreichen. Den heutigen Tag lassen wir also völlig frei.

10. Tag, Mittwoch, 20.09. Fähre Igoumenitsa – Ancona

Am Abend nehmen wir Abschied vom Balkan, aber zuvor wartet (wieder einmal) eine landschaftlich wunderbare Strecke durchs Pindos-Gebirge. Spektakulär die Meteora-Klöster, bei denen wir einen Stopp zur Besichtigung einlegen, wunderschön gelegen mit osmanisch geprägter Architektur die Hauptstadt des Gebietes, Ioannina, am gleichnamigen See. So treffen wir erst am Abend im Hafen von Igoumenitsa ein, gehen zusammen essen und nehmen gegen Mitternacht die Fähre nach Ancona. Übernachtung in komfortablen Außenkabinen. (375 km)

11. Tag, Donnerstag, 21.09. Ancona – Ravenna

Wir treffen am Nachmittag in Ancona ein und haben heute gut zwei Stunden zu fahren, um in Ravenna einzutreffen. Die 160.000 Einwohner zählende Stadt hatte im 5. und 6. Jahrhundert ihre Blütezeit, als sie die bevorzugte Residenz der weströmischen Kaiser avanciert, wovon heute noch einige unter dem Schutz der UNESCO stehende Bauwerke zeugen. Ein kleiner Rundgang vor dem Abendessen im Restaurant und Übernachtung in einem zentralen Hotel in Ravenna. (180 km)

12. Tag, Freitag, 22.09. Ravenna – Freiburg

Frühaufsteher könnten sich noch etwas in der Stadt umsehen. Um den positiven Eindruck Ravennas etwas zu intensivieren, starten wir erst gegen 10 Uhr zur Rückfahrt. An Bologna und Mailand vorbei geht es danach durch die Schweiz und nach Freiburg, wo wir gegen 20 Uhr eintreffen. (700 km)

Reiseroute

Reiseroute

In den Städten Triest, Zagreb, Belgrad, Skopje und auf dem Rückweg in Ravenna wohnen wir in sehr guten, absolut zentralen 4-Sterne-Hotels. In der Nähe von Thessaloniki haben wir direkt am Strand von Korinos ein schönes, ruhiges, familiäres 3-Sterne-Hotel gebucht, in dem wir schon auf vielen Türkei- und Iranreisen auf dem Hin- oder Rückweg übernachtet haben. Ein endloser Sandstrand lädt zu Spaziergängen ein, das Meer ist im September noch wunderbar warm und immer haben wir den besten Blick auf den griechischen Götterberg Olymp. Eine Nacht verbringen wir außerdem auf dem Schiff von Igoumenitsa/Griechenland nach Ancona/Italien in komfortablen 2-Bett-Außenkabinen. 

Freiburg, Konzerthaus06:00 Uhr
Freiburg Bissierstraße Park & Ride Platz06:08 Uhr
Alter Zoll Neuenburg Autobahnausfahrt Müllheim/Neuenburg06:38 Uhr
Basel Badischer Bahnhof gegenüberliegende Seite07:00 Uhr

Weitere Abfahrtsorte auf Anfrage.
Unterbringung im Doppelzimmer
2.070 €
Unterbringung im Einzelzimmer
2.360 €
Bildrechte: Avanti Busreise, Stefan Dichmann, istock