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Avanti-Rundbrief Oktober 2011

Liebe Leute,

unsere Fahrten in die nähere Umgebung von Freiburg gehen weiter: Die Kirche von Le Corbusier in Ronchamp steht am Sonntag, 9. Oktober auf dem Programm, zusammen mit einem Abstecher nach Belfort und in die Kirche von Ottmarsheim. Die Kunsthistorikerin Judith Neumann macht wie schon im Sommer die Führungen. Weitere Fahrten im Rahmen unserer "Heimatkunde"-Ausflüge gibt es an den beiden Samstagen vor Weihnachten, am 10. und 17. Dezember, jeweils zum Markt von Mulhouse. Zwar denkt im Augenblick noch kaum jemand an Weihnachten, es wäre aber eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich dort für die Weihnachtstage einzudecken. Hier gibt es Näheres zu den Fahrten nach Ronchamp und nach Mulhouse.

Weihnachten

Ein paar haben allerdings doch schon an Weihnachten gedacht, nämlich die Weihnachtsflüchtlinge! Diejenigen, die mit uns weg vom Trubel nach Andalusien fliehen. So viele immerhin, dass die Weihnachtsreise nach Andalusien schon ausgebucht ist. Plätze gibt es dagegen noch bei der Andalusienreise über Silvester. Südspanien, das perfekte und mit dem Bus gut erreichbare Ziel für Winterflüchtlinge, bieten wir ja zum Glück auch noch später an: einmal im Februar und bei einer weiteren Tour im März. Wer vom Frühbucherpreis profitieren möchte, bucht bald. Auch wenn es noch scheint, dass der Winter weit weg ist. Die Übersicht über die Reisen im kommenden Jahr, die bereits online sind, gibt es hier. Wer vor dem Winter noch weg in den Süden wollte, könnte im November mit nach Portugal oder Marokko kommen. Oder anschließend nach Venedig, Begur und Barcelona, Sitges, Sanary-sur-Mer... Klimafreundlich, wie es sich für die Bewohner von GreenCity Freiburg gehören sollte. Aber was lesen wir im kommenden Abschnitt?

Die "Grünen" in der Steinzeit

Wer hätte gedacht, dass die Grünen, kaum dass sie regieren, wie alle anderen Parteien den Klimakiller Nummer Eins, den Flugverkehr, fördern? Und dass sie Busreisende, die Klimaschützer par excellence, noch mehr abkassieren wollen? Aber der Reihe nach: Mit zehn Millionen fördert die grün-rote Landesregierung die Schienenanbindung des Flughafens Basel-Mulhouse, hat Verkehrsminister Hermann mehrfach stolz verkündet. Zehn Millionen Steuergelder also, damit Fluggäste besser ihre Flugzeuge erreichen können. Bessere Verkehrsverbindungen ziehen immer auch ein Mehr an Reisenden nach sich. Mehr Flugreisende, die dem Klima schaden wie sonst niemand, und die nicht einmal Steuern zahlen. Nichts gegen Zugfahren. Aber das Zugfahren wird auch im laufenden Betrieb noch subventioniert. Die Bahn deckt im Fernverkehr nur 56 % ihrer Wegekosten, der Rest kommt von uns, von unseren Steuergeldern. Dabei gibt es bereits eine gute Busverbindung, die nicht subventioniert wird und zudem umweltfreundlicher als der Zug ist. Diese finanziert über die Wegekostendeckung in Höhe von 306 % diverse Staatsausgaben – auch die Subventionierung der Schiene und des Flugverkehrs. Warum nicht diese Busverbindung ausbauen?
Meine Frage lautet: Wieso zahlen die Fluggesellschaften, die vom höheren Reiseaufkommen mit Mehreinnahmen profitieren, diese 10 Millionen nicht selbst? Wieso wir, die Steuerzahler, die gar nicht fliegen?
Der zweite Schlag von "Grün" ins Gesicht von Ökofreunden, umweltbewusst Reisenden und Klimaschützern ist die Forderung von Verkehrsminister Hermann nach einer Maut für Reisebusse! Ausgerechnet das umweltfreundlichste Verkehrsmittel mit dem geringsten Ausstoß an klimaschädlichen Gasen, das Verkehrsmittel mit dem geringsten Primärenergieverbrauch, das Verkehrsmittel mit den geringsten externen Kosten, das einzige Verkehrsmittel, das Mineralöl-, Mehrwert- und sogar Ökosteuern in voller Höhe abführen muss und nicht bezuschusst wird wie Flugverkehr und Bahn, dieses Verkehrsmittel, dessen Benutzung das Klima entlastet und bereits jetzt schon als einziger Verkehrsträger viel mehr Geld in die Staatskasse spült als zur Deckung seiner Wegekosten nötig, von diesem Verkehrsmittel fordert der grüne Minister zusätzlich eine Maut! Verkehrspolitisch stehen die Grünen wohl noch in der Steinzeit und haben nicht mitbekommen, wo die Zukunft liegt: Beim klimafreundlichen Reisebus, aber ganz sicher nicht in einer Zunahme des Flugverkehrs! Sie aber fordern eine Verteuerung von Busreisen und fördern die Fliegerei. "Die spinnen, die Grünen!" Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Zukunftsweisend wäre eine ENTLASTUNG des fortschrittlichsten Verkehrsmittels und eine BELASTUNG des Schadstoffausstoßes nach dem Verursacherprinzip. Aber nein: Während die Klimakatastrophe, seit geraumer Zeit schönfärberisch als Klimawandel bezeichnet, heraufzieht, Menschen tötet und in ihrer Existenz bedroht, fördert die so genannte Umweltpartei mit Steuergeldern das Fliegen und möchte mit einer weiteren Abgabe gerade diejenigen (noch mehr als bisher) abkassieren, die klimafreundlich unterwegs sind. Es ist nicht zu fassen und könnte sich als Salto Mortale erweisen. Gegen Atomkraft zu sein reicht nicht, man/frau muss weiter denken!.

Es lebe die Bürokratie!

Ja, Regulierungs- und Kontrollexzesse durch Regierungen, Ämter und Behörden und der sich dadurch für uns ergebende bürokratische Aufwand werden immer mehr. Neuestes Exempel: Wir müssen uns von unseren Fahrern schriftlich bestätigen lassen, sie darüber aufgeklärt zu haben, dass sie einen Personalausweis oder Reisepass mit sich zu führen haben. Geht's noch??? Da der Zoll durch den Wegfall der Grenzen offenbar weniger zu tun hat, kontrolliert er nun Busunternehmen, ob sie ihre Fahrer darüber informiert haben, dass sie einen Personalausweis oder Ausweispapiere mit sich zu führen haben. Und dass die Unternehmen sie darüber informiert haben, müssen sie sich von den Fahrern schriftlich bestätigen lassen um diese vom Fahrer unterschriebene Bestätigung kontrollierenden Zollbeamten vorlegen zu können. Als hätten der Zoll und wir nichts anderes zu tun.

Genug der Klage! Aber manchmal muss man seinen Unmut über Parteien und Bürokratie des Standortes Deutschland auch mal äußern. Wir wissen ja, dass es hier auch schön ist. Und vielleicht zeigen sich die Grünen ja lernfähig? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und wenn uns hier alles wieder einmal zu viel wird, setzen wir uns in unsere Umweltfahrzeuge und reisen klimafreundlich und brav Steuern und Abgaben zahlend ab, gell? Hier stehen bereits die meisten (und ohne Wenn und Aber echten Öko-) Reisen in diesem und nächsten Jahr.

Ganz herzliche Grüße
Hans-Peter Christoph

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