Die deutsche Hauptstadt ist keines der üblichen Avanti-Ziele, so wie überhaupt deutsche Städte nicht im Fokus unseres Städtereisenprogramms liegen. Doch werden wir immer wieder gefragt, ob wir nicht einmal nach Berlin fahren könnten. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.
Denn wir erinnern uns, dass wir gleich nach der Gründung unseres kleinen Unternehmens öfters nach Berlin gefahren sind. Das war 1991, also kurz nach der Wende. Immer zu Beginn und Ende eines Semesters waren wir nach Berlin unterwegs, hauptsächlich mit Studierenden, denen wir eine günstige Mitfahrgelegenheit bieten konnten – die heute alles dominierenden grünen Flixbusse gab es damals noch nicht. Aber einen roten, damals eng bestuhlten Avanti-Bus mit vielen Plätzen, die die Fahrt billig machten!
Den Weg nach Berlin kennen wir folglich. Doch sonst hat sich viel, sehr viel geändert. Berlin hat sich verändert, wir haben uns verändert, die Busse und die Preise sind anders geworden. »Anders« ist ein guter Ausdruck, nicht wahr? Doch die meisten der damaligen Studierenden sind am Ende ihrer beruflichen Karriere angekommen. Deshalb wollen wir uns noch einmal in Berlin umschauen. Dafür haben wir Ihnen und uns viel freie Zeit eingeräumt.
Am ersten Tag unseres Aufenthaltes unternehmen wir eine klassische Stadtrundfahrt, um wieder einen Überblick zu bekommen, am zweiten lassen wir uns die Gegend rund um Berlins schönsten Platz zeigen, von dem wir damals überhaupt nichts mitbekommen haben, weil wir uns die Kreuzberger Nächte um die Ohren schlugen.
Und weil wir doch etwas älter geworden sind, übernachten wir nicht mehr der WG von Freunden, die damals in Berlin in der Nostitzstraße bei der Vermeidung der Bundeswehr hängengeblieben sind, sondern alters- und einkommensgerecht im Hilton am Los Angeles-Platz in Berlin Mitte in der Nähe des Kudamms.
Vielleicht geht es Ihnen dabei dann wie Hildegard Knef: »Ich hab so Heimweh nach’m Kurfürstendamm, hab so’ne Sehnsucht nach meinem Berlin! Und seh ich auch in Frankfurt, München, Hamburg oder Wien die Leute sich bemühn, Berlin bleibt doch Berlin.« Schauen wir also, ob Berlin Berlin geblieben ist. Oder was daraus wurde.
Begrenzte Teilnehmerzahl, maximal 24 Mitreisende.
Wir starten in Freiburg um 6 Uhr in der Frühe. Mit mehreren Pausenstopps erreichen wir unser Hotel in der Berliner Mitte, nur 5 Minuten vom Kudamm entfernt, voraussichtlich gegen 18 Uhr. Gegen 20 Uhr machen wir uns auf den Weg in ein nahe gelegenes Restaurant zum gemeinsamen Abendessen. (805 km)
Am heutige Vormittag unternehmen wir eine klassische Stadtrundfahrt mit unserem Bus, die ungefähr drei Stunden dauert. Mit diesem Überblick können wir den Rest des Tages nach unseren individuellen Interessen gestalten.
Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins. Die drei monumentalen Bauten Deutscher Dom, Französischer Dom und das Konzerthaus rahmen den Platz in Berlin-Mitte wunderschön ein. Die wechselhafte Geschichte des Gendarmenmarkts lässt sich bis in das 17. Jahrhundert verfolgen. Jede historische Phase hat ihre architektonischen Spuren hier hinterlassen. Hier haben wir am Morgen eine rund zweistündige Führung rund um den Gendarmenmarkt, die uns hoffentlich spannendes Wissen rund um Geschichte, Architektur und Persönlichkeiten vermittelt. Der Rest des Tages ist wiederum frei.
Schon die Überschrift sagt es: Sie sind wieder völlig frei, zu tun und zu lassen was Ihnen gefällt. Das ist vermutlich der Grund, wieso viele mit uns verreisen: Tun und lassen zu können, wie es einem gefällt und nicht jeden Tag einem festen Programm folgen zu müssen. Deshalb genießen Sie diesen letzten Tag in Berlin in vollen Zügen!
Nicht in vollen Zügen, sondern im roten Avanti-Bus, fahren wir zurück. Pünktlich um 20:08 Uhr kehren wir nach Freiburg zurück. (805 km)