Für Liebhaber des Meeres verfügt die Toskana über etwas ganz Wichtiges: eine Küste, die sich auf über 300 Kilometern entlang von Marina di Massa an der Grenze zu Ligurien bis zum Monte Argentario nahe zum Latium erstreckt. Sie lässt sich in drei Abschnitte gliedern, die Versilia-Küste im Norden, die etruskische Küste in der Mitte und die Maremma im Süden. Sie alle weisen wunderbare Strände auf und sind in einer Tagesetappe mit dem Bus sehr gut erreichbar.
Zwischen Livorno und Piombino, wo es vor allem in der Nebensaison etwas ruhiger zugeht, bedecken dichte Schirmpinienwälder den oft sandigen Küstenstreifen. Fast jedes Dorf im Hinterland hat auch seine Dependance am Meer. So auch das Städtchen Bibbona in den Hügeln der Toskana. Deshalb heißt die zur Gemeinde gehörende Feriensiedlung am Meer Marina di Bibbona. Dies ist der Standort für unsere Ferienwoche am Meer. Marina di Bibbona liegt inmitten von zwei prächtigen Pinienhainen, die entlang der toskanischen Küste verlaufen: In Richtung Norden gelangt man nach Marina di Cecina, während man in südlicher Richtung Marina di Castagneto Carducci erreicht.
Marina di Bibbona entstand im 18. Jahrhundert um eine Festung herum, die am Meer zum Schutz vor den Piraten errichtet worden war. Allmählich entwickelte sich dieser Bereich zu einem Ferienort an der Costa degli Etruschi. Der lange und breite Sandstrand, den stellenweise die charakteristischen Dünen und Tomboli formen, grenzt an das kristallklare Meer und den Pinienwald, der voller Wacholder ist.
Eine lockere Bebauung inmitten dieses Küsten-Pinienwaldes bestimmt das Ortsbild. Ein Supermarkt, mehrere Eisdielen, Bars, Pizzerien, Restaurants, Feinkostgeschäfte, Obst- und Gemüseläden, Bekleidung, Fahrradverleih … alles vorhanden. Vorne am Meer: Sandstrände, die nur im Bereich der Küstenorte vor allem an Wochenenden belebt sind. Ansonsten spaziert man über viele Kilometer am Strand entlang und begegnet nur wenigen Menschen.
Die Basis für unsere Urlaubswoche ist das Viersternehotel Marinetta. Wer sich entspannen möchte, ist hier genau richtig. Ein schöner Strand mit Liegestühlen und einer netten Bar, Wellnessbereich, zwei Schwimmbecken, Fahrradverleih und unzählige Möglichkeiten spazieren zu gehen, nicht nur am Strand, sondern auch in den flachen Pinienwäldern. Damit das Kulturelle nicht zu kurz kommt, wenn wir schon in der begehrten Toskana sind, unternehmen wir zwei Ausflüge: einmal fahren wir in die Etruskerstadt Volterra und ein anderes Mal nach Siena, berühmt für seinen Dom aus schwarzem und weißen Marmor und den Platz, auf dem seit Jahrhunderten Pferderennen stattfinden. Was will man mehr?
Wir starten Sonntagmorgen um 7 Uhr in Freiburg. Durch die Schweiz gelangen wir nach Italien, umfahren Mailand und gelangen durch den Apennin ans Meer. Marina di Bibbona erreichen wir gegen 18 Uhr. Vor dem Abendessen könnte man noch einen Blick auf das Meer werfen und einen Campari oder Aperol Spritz in der Strandbar des Hotels zu sich nehmen. (750 km)
Grundsätzlich stehen diese sechs Tage völlig zur freien Verfügung, zum Baden am hoteleigenen Sandstrand oder in den beiden Schwimmbädern, zum Wandern und Spazieren gehen, Radfahren … Man könnte zum Beispiel auf einem wunderbar weichen Waldweg unter Schirmpinien rund acht Kilometer bis zum benachbarten Marina di Cecina zurücklegen, dort eine Kleinigkeit zu Mittag essen und am Sandstrand wieder zurück zu unserem Hotel gehen. Genau in die entgegen gesetzte Richtung, nämlich nach Süden, könnte man entlang des Strandes des Naturreservates einen Ausflug nach Marina di Castagneto Carducci unternehmen. Streckenlänge ähnlich, ebenfalls am Sandstrand entlang, der auf der einen Seite von Pinienwald begrenzt ist. Man könnte sich auch ein Fahrrad ausleihen im Hotel und eine kleine Radtour in die idyllischen kleinen Örtchen Bolgheri und nach Castagneto Carducci unternehmen, von wo man einen sagenhaften Blick auf die Küste und bei gutem Wetter bis hinüber nach Elba hat. Außerdem stehen uns die ganzen Wellness- und Fitnesseinrichtungen des Hotels zur Verfügung.
Damit wir auch etwas von der Toskana mitbekommen, fahren wir am Dienstag in die Etruskerstadt Volterra. Dort haben wir eine rund zweistündige Führung durch das historische Zentrum und erleben seine mittelalterliche Atmosphäre. Beim anschließenden Bummel durch die mittelalterlichen ruhigen Gassen kann man sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Am späteren Nachmittag kehren wir nach Marina di Bibbona zurück. (80 km insgesamt)
Am Donnerstag fahren wir Richtung Siena und sehen schon von weitem die drei Hügel, auf denen die Stadt liegt. Sie erheben sich in einer idyllischen Landschaft, in der sich die Grenzen des alten Zentrums vor ihrer Kulisse abzeichnen. Die Altstadt von Siena, die über Jahrhunderte unversehrt geblieben ist mit ihrem Dom aus schwarzem und weißen Marmor und der berühmten Piazza del Campo, hat sich das Aussehen aus dem 14. Jahrhundert bewahrt und wurde deshalb zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Auch hier beginnen wir mit einer Stadtführung und haben danach freie Zeit zum Bummeln, zum Beispiel über den heute stattfindenden Markt. Rückkunft nach Marina die Bibbona gegen Abend. (190 km insgesamt)
Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von diesem schönen Küstenabschnitt der Toskana und fahren zurück nach Freiburg. Falls der Verkehr nicht allzu dicht ist und wir größere Staus vermeiden können, treffen wir in Freiburg gegen 20 Uhr ein. (750 km)