Unsere Reise über die Weihnachtsfeiertage führt in diesem Jahr nach Umbrien, ins grüne Herz Italiens. Seine Hauptstadt Perugia liegt auf einem rund 450 Meter hohen Hügel über dem Tibertal, wo sich die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Grundriss weitgehend erhalten hat: enge, kopfsteingepflasterte Gassen, Treppen zwischen den Häusern und immer wieder Ausblicke über die grünen Hügel Umbriens bis zu den Gipfeln des Apennin. Perugia ist eine lebendige Universitätsstadt mit gut 160.000 Einwohnern. Die Geschichte reicht weit zurück: Perugia war eine der zwölf großen Städte des etruskischen Bundes und trug später unter Kaiser Augustus den Namen Augusta Perusia. Aus dieser frühen Zeit stammen die mächtigen Stadtmauern und der berühmte Etruskerbogen, der noch heute den nördlichen Zugang zur Oberstadt bildet.
Über Italien hinaus ist Perugia für seine Schokolade bekannt. 1907 gründete Luisa Spagnoli zusammen mit den Familien Buitoni und Ascoli im Zentrum der Stadt das Unternehmen Perugina. 1922 erfand Luisa Spagnoli die Baci, mit Haselnuss gefüllte Schokoladenpralinen, in deren Verpackung bis heute ein kleiner Liebesspruch steckt. Bis heute gilt Perugia als italienische Schokoladenhauptstadt. Nichts wie hin!
Neben Perugia, wo wir in diesen Tagen unseren Standort haben, besuchen wir Deruta, eines der schönsten Dörfer Italiens, die Pilgerstadt Assisi und die auf einem Tuffsteinfelsen erbaute Stadt Orvieto.
Kleine Gruppe, begrenzte Teilnehmerzahl: 16 bis 24 Mitreisende!
Wir starten frühmorgens um 5 Uhr in Freiburg am Konzerthaus, denn eine ganz schön weite Strecke liegt vor uns. Am frühen Abend treffen wir in Perugia ein und essen schön zu Abend. (860 km)
Der Vormittag gehört der schönen Stadt Perugia. Auf einem geführten Rundgang lernen wir das Zentrum und unseren Standort für die nächsten Tage kennen. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug nach Deruta, ein Dorf, das zur Vereinigung der »schönsten Dörfer Italiens« gehört. Es liegt etwa 15 Kilometer südlich von Perugia auf einem Hügel über dem Tibertal. Deruta ist bekannt für seine Keramik, deren Anfänge bis ins Mittelalter zurückreichen und die noch heute weitgehend von Hand bemalt wird. Die Derutaer Keramikwerkstätten fertigten unter anderem die Bögen der Kapelle im Palazzo dei Priori und in der Sakristei der Basilika San Pietro in Perugia. Am späten Nachmittag kehren wir nach Perugia zurück. Es ist Heiligabend. (30 km)
Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Assisi. Assisi schmiegt sich in Terrassen an den Westhang des Monte Subasio. Von weitem leuchtet die Stadt in warmem Rosa, denn die meisten Häuser sind aus dem hellen Kalkstein des Berges errichtet. Bekannt ist Assisi als Geburts- und Wirkungsort des heiligen Franziskus und der heiligen Klara, doch die Stadt fesselt auch jene, die weder Pilger noch Kirchengänger sind: mit ihrer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, mit Kunstwerken von Weltrang und mit dem weiten Blick über die umbrische Ebene.
Schon die Römer gründeten hier die Stadt Asisium, deren terrassenförmige Anlage im Straßenverlauf bis heute zu erkennen ist. Der mittelalterliche Stadtkern und seine Ringmauer sind so gut bewahrt, dass die UNESCO Assisi im Jahr 2000 gemeinsam mit den franziskanischen Stätten zum Weltkulturerbe erklärte. Die Stadt zählt rund 28.000 Einwohner. Da wir auf unserem geführten Rundgang die kompakte Altstadt zu Fuß erkunden, sollten Sie festes Schuhwerk mitbringen, denn viele Gassen steigen steil an und sind mit Kopfsteinpflaster belegt. Am frühen Nachmittag kehren wir nach Perugia zurück. (60 km)
Orvieto thront auf einem freistehenden Tuffplateau im Süden Umbriens, rund hundert Meter über der Ebene des Flusses Paglia. Dorthin fahren wir heute. Die Stadt wirkt schon von der Autobahn aus wie eine Insel aus Fels: gelbbrauner vulkanischer Tuffstein, aus dem und auf dem die Häuser gebaut sind, und darüber die Silhouette einer der prächtigsten gotischen Kathedralen Italiens.
Auf einem geführten Stadtrundgang sehen wir, wie sich auf wenigen Quadratkilometern fast dreitausend Jahre Geschichte übereinander stapeln, von den Etruskern über die Päpste bis zu den Winzern, deren Weißwein den Namen der Stadt in die ganze Welt getragen hat. Und weil das Plateau seine Grenzen hat, ist die Altstadt kompakt geblieben. Fast alles Sehenswerte liegt in Gehweite, was Orvieto zu einem der wenigen Orte macht, den man an einem intensiven Tag erfassen und trotzdem nicht ausschöpfen kann. Trotz seiner Besucher ist die Stadt kein Freilichtmuseum: In den Gassen gibt es Handwerksbetriebe, Weinbars und Werkstätten, auf den Plätzen sitzen Einheimische, und unter dem Pflaster erstreckt sich ein zweites, unterirdisches Orvieto aus Höhlen und Brunnen. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt hinter der berühmten Fassade eine Stadt, die deutlich mehr zu bieten hat als ihr bekanntestes Postkartenmotiv. Gegen Abend kehren wir nach Perugia zurück. (160 km)
Wir kennen uns hier schon ein wenig aus und genießen die Freizeit, die wir am letzten Tag in Perugia haben. Abseits der großen Plätze lohnt sich das Umherstreifen durch die engen Gassen, die sich über mehrere Ebenen den Hügel hinaufziehen. Immer wieder öffnen sich Bögen, kleine Höfe und Aussichtspunkte über das umbrische Umland. In den Seitenstraßen liegen Handwerksläden, kleine Lebensmittelgeschäfte und Trattorien, die umbrische Küche mit Trüffel, Wildschwein, Linsen und dem kräftigen ungesalzenen Brot der Region servieren.
An Florenz, Bologna, Parma, Mailand und Como vorbei erreichen wir die Schweiz, fahren schließlich durch den Gotthardtunnel und kommen über Luzern und Basel am späten Abend nach Freiburg zurück. (860 km)